Pressglas-
Korrespondenz

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Stand 15. Juni 2010 PK 2010-2 ist erschienen! Besucher seit 2000-08 ZählerBesucher
Le Courrier de verre pressé - Pressed Glass Correspondence
Carnival Glass - Cloud Glass - Flower Frogs - Milk Glass - Pattern Glass - Pressed Glass - Vaseline Glass -
lisované sklo - Verre pressé / moulé - Opaline de foire - all from Glassworks in "Old" Europe
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Pressglas-Korrespondenz: Herausgabe, Redaktion u. Druck, V.i.S.d.P. Siegmar Geiselberger                              ISSN 1867-2361
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Damit Sie sich vorstellen können, mit wem Sie es zu tun haben:
Dipl.-Ing. Siegmar Geiselberger
Ich bin 72 Jahre alt und bin seit Anfang 2002 Rentner. Nach meinem Studium an der Technischen Hochschule München arbeitete ich fast 40 Jahre im Universitätsbauamt München in der Gebäude-Planung von Kliniken sowie Forschungs- und Lehr-Gebäuden der Ludwig Maximilians Universität München. Die letzten 5 Jahre leitete ich die CAD-Stelle Bayern, die die CAD-Ausbildung in der Bayer. Staatsbauverwaltung - Hochbau organisiert und neue EDV-gestützte Arbeits-Methoden entwickelt und unterstützt.

Pressglas sammle ich seit rund 12 Jahren, mit größerem Einsatz erst seit 10 Jahren. Die meisten meiner Gläser stammen aus dem böhmisch-bayerischen Raum. Ich habe aber auch einige Gläser von St. Louis, Vallérysthal oder Meisenthal und Davidson / Gateshead. Auch zur Verwaltung meiner Sammlung setze ich EDV ein.

Über Anzeigen in der Süddeutschen Zeitung, in der Passauer Neuen Presse, in der Antiquitäten-Zeitung, im Sammler-Journal und im Trödler-Journal habe ich 1998 in ganz Deutschland, im westlichen Österreich und in Tschechien versucht, Damen und Herren zu finden, die wie ich Pressglas sammeln und daran interessiert sind, einen Kontakt zueinander aufzubauen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Natürlich wäre es schön, wenn alle von Ihnen daran interessiert wären oder gar dabei mitarbeiten würden. Dabei sind die Sammler von Pressglas genau so gemeint, wie diejenigen, die beruflich (auch) mit Pressglas zu tun haben:
- als Wissenschaftler, die sich mit Pressglas schon einmal befasst haben oder
- als Leiter eines Glas-Museums, in dem auch Pressglas gesammelt und gezeigt wird, aber auch
- als Händler, die neben den berühmten und angesehenen geschnittenen Gläsern aus Böhmen, Sachsen oder Schlesien ... auch die mehr oder weniger wertvollen Pressgläser aus St. Louis / Lothringen oder aus Neuwelt / Böhmen in ihrem Angebot haben.

Pressglas ist in Deutschland, spätestens seit der Verdammung durch Pazaurek als "billig und schlecht" (aus Sorge um die Existenz der herkömmlichen Glas-Produktion in Böhmen und Schlesien), als Konkurrenz des geblasenen und geschnittenen Glases nicht angesehen. Dabei wird allerdings übersehen, dass viele Gläser von Lalique bis Wagenfeld und von Jena bis WMF Pressgläser sind -
sehr angesehen und (leider auch) sehr teuer.

Und außerdem wird dabei übersehen, dass Pressglas keineswegs immer das "Glas der Armen" war: Wer konnte sich denn schon die Gläser aus St. Louis leisten, die von Launay Hautin & Co. vertrieben wurden? Selbst die im Vergleich zu St. Louis einfacheren Gläser aus Böhmen waren sicher keineswegs Glas der armen Leute. Einen großen Teil der Gläser aus Böhmen konnten sich nur besser situierte bürgerliche Kreise leisten, außer den Gläsern, die als Einzelstücke und als Andenken der Wallfahrer große Verbreitung fanden. Von den Bierkrügen und Schnapsgläsern der Wirtshäuser und den Einweckgläsern der Hausfrauen soll hier ja nicht gehandelt werden.

Die Produktion und die Verwendung von Pressglas war und ist ein Teil der Volkskultur. Und nicht die schlechtesten Designer - wie Wagenfeld - versuchten, durch die Produktion gut gestalteter und preiswert produzierter Pressgläser die kulturellen Maßstäbe der arbeitenden Volksschichten zu heben. In Unternehmen wie Schott, WMF und Walther & Söhne, die heute noch existieren und Glas produzieren (außer WMF), hat künstlerisch gestaltetes Pressglas eine große Rolle gespielt und spielt sie sogar heute noch. Das 1865 von Karl Gottlieb Walther in Ottendorf / Okrilla bei Dresden gegründete Unternehmen, später August Walther & Söhne, heute Walther Glas GmbH, Driburg, begann 1888 mit der Produktion von Pressglas, hatte 1998 einen Umsatz von 120 Mill. DM / Jahr und exportiert weltweit.

Was kann ich für Sie tun?

Alles, was ich oder andere bereits für das Projekt gewonnene Sammlerinnen und Sammler für ihre Sammeltätigkeit an Informationen zusammen getragen haben, kann ich Ihnen zur Verfügung stellen.

Was können Sie tun?

Alles, was Sie bisher an Informationen über Ihre gesammelten Pressgläser oder zum Thema Pressglas allgemein zusammen getragen haben, können Sie mir und allen anderen Sammlerinnen und Sammlern zukommen lassen und gegenseitig austauschen.

Sie wissen ja selber, wie schwierig es ist, gerade für Pressglas Hersteller und Herstellungszeit heraus zu bekommen. Auch wenn viele Gläser einfach schön sind und die Freude daran allein Grund genug zum weiteren Sammeln ist, will doch jeder von Ihnen gern wissen, von wem, wo und wann ein gerade auf einem Flohmarkt oder bei einer Auktion erworbenes Glas oder die Museums-Stücke hergestellt wurden.

Also, machen Sie mit!
Pressglas-Korrespondenz     ISSN 1867-2361
Herausgabe, Redaktion u. Druck, V.i.S.d.P. Dipl.Ing. TH Siegmar Geiselberger
Copyright © 2010 Siegmar Geiselberger


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