Pressglas-Korrespondenz / Aktuell 2026 Logo PK
Aktuell Archiv Projekt Kontakt Repro Links
2026 2025 2024 2021 2020 2019
2018
2017
2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007 2006 2005 2004 2003 1998
Die Pressglas-Korrespondenz gibt es seit über 20 Jahren - die PK ist weltweit bekannt und anerkannt!
Konservergläser und -krüge in Europa Teil 1 von 4
Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
Konservengläser und -krüge in Europa
und deren Marken
Eine Bestandsaufnahme aus drei Sammlungen
mit Ergänzungen aus verschiedenen Quellen
Manuskript erstellt im Jahr 2021
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
Teil 1 von 4
1
Vorwort
Leicht verderbliche Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, sind heutzutage dank eines globalen Handels zumindest in Europa
fast das gesamte Jahr verfügbar. Die Lebensmittelindustrie sorgt überdies mit vielfältigen Angeboten dafür, dass eine
individuelle Vorratshaltung in den letzten Jahrzehnten weitgehend zurückgedrängt wurde. In der Bevölkerung wird daher
einem ehemals sehr wichtigen Haushaltsgegenstand,- dem Haushaltseinkochglas - kaum noch Beachtung geschenkt.
In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war dies Verfahren der Konservierung jedoch Grund und Notwendigkeit zur
vielfältigen Beschäftigung in den Haushalten, wovon beim Deutschen Patent- und Markenamt noch Dokumentationen von
etwa 500 Patenten und Gebrauchsmustern zeugen. Darüber hinaus ist mit einer Vielzahl von Gebrauchsmustern vor 1934
zu rechnen, deren Beschreibungen vernichtet sind.
Im Jahr 2000 widmeten die Freunde des Museumsvereins aus Essen-Kettwig unter dem Titel „Obst und Glas“ dem
Haushalteinkochglas eine Sonderausstellung. Angeregt durch Deponiefunde und der Existenz mehrerer Glashütten im Raum
Essen und Dortmund wurde eine Vielzahl von Objekten zusammengetragen. Ergänzend dazu hatte der Leiter dieses
Heimatvereins, Herr Dr. Hans Gerd Engelhardt, bis zum Jahr 2006 einen Katalog mit den vorhandenen Beständen
zusammengestellt und veröffentlicht. Einige Museen und Privatpersonen lieferten hierzu wertvolle Hinweise.
Leider müssen die Sammlungsbestände und insbesondere die Zuarbeiten zum Katalog als verschollen gelten.
Von etwa 1900 bis in die 1960er Jahre wurden Einkochgläser vor allem in vielen deutschen Haushalten genutzt. Ab 1936
wurde die Selbstversorgung der Bevölkerung staatlich gefördert und in einer mehrjährigen Kampagne beworben. Es ist
überliefert, dass nach 1945 Werksangehörige von Glashütten mit einem Deputat von einem Glas pro Werktag bedacht
wurden, die auf dem Schwarzmarkt eingetauscht werden konnten. Aber auch Glashütten einiger Nachbarländer haben
nachweislich ihre Bevölkerung mit diesem Produkt versorgt.
Im Gegensatz zu anderem Hohlglas war die Form der Konservengläser als Aufbewahrungsbehältnis schon immer auf den
Zweck reduziert, weitestgehend ohne Anspruch auf gefällige Gestaltung. Beschriftungen dienten nur einem Zweck- der
Werbung beziehungsweise dem Markenschutz für die Herausgeber dieses Behälterglases.
Millionenfach hergestellt, sind diese Stücke inzwischen zu großen Teilen wieder der Wiederverwertung zugeführt oder auf
Deponien verbracht worden. Trödelmärke und Internetplattformen bieten heute die historischen Stücke als
Dekorationsobjekte an.
Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, politische Umbrüche 1949 und 1989, Werksstilllegungen oder
Besitzerwechsel wurden viele ehemals vorhandene Archivalien vernichtet. So können heute nur noch in wenigen Fällen die
Glashütten als Hersteller und Haushaltswarenhändler als Herausgeber identifiziert werden.
In vielen Fällen nur als einzelnes Exemplar bekannt, sind die vorgestellten Deckel und Gläser Beleg eines ehemals
umfangreichen Handels.
Mit dieser Ausarbeitung soll versucht werden, zumindest dokumentarisch den auffindbaren Bestand zu sichern.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
3
"Koche auf Vorrat" - Anmerkungen zu Einmach- und Konservengläsern
KOCHE AUF VORRAT - dieses Schlagwort und Titel eines Handbuches zur Lebensmittelkonservierung ist wohl jeder älteren
Hausfrau geläufig. Das Buch wurde ein Bestseller und fand bald zahlreiche Nachahmer.
Es geht hier um ein Verfahren, dass in den letzten 120 Jahren in Haushalten millionenfach angewandt wurde. Die hierzu
benutzten Aufbewahrungsgefäße verliehen der Hohlglasindustrie an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert enormen
Aufschwung. Wir reden vom Einkochglas; landschaftlich unterschiedlich auch als Einmachglas, Weck- Einweck- oder
Einsiedeglas bezeichnet.
Bereits 1853 wurden in einem Nachschlagewerk die Begriffe "Einmachen" und "Einmachglas" erläutert, wobei es um
eingesüßte oder eingesäuerte Früchte oder Gemüse ging und das Einmachglas ein Zubindeglas mit
Schweinsblasenabdeckung war. Die Haltbarmachung von Lebensmitteln in Dosen aus Weißblech wurde da schon seit etwa
40 Jahren praktizierti.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen Versuche hinzu, Lebensmittel in gläsernen Behältern durch Einkochen zu
sterilisieren und unter Luftabschluss haltbar zu machen. Die einzelnen physikalischen Entwicklungsstufen sind auf der
Internetseite der Firma J. Weck GmbH u. Co. KG unter
http://www.weck.de/geschichte
bestens beschrieben.
Nachfolgend sollen einige Aspekte der Entwicklung dieses Konservierungsverfahrens beschrieben werden.
In Cottbus fand 1894 eine "Internationale Ausstellung für Gewerbe, Nahrungsmittel und Volksernährung" statt, die auch
von Glashütten mit Ihren verschiedenen Produkten beschickt wurde. Im Ausstellungskatalog sind Anzeigen der
Glashüttenwerke Adlerhütten - H.Mayer in Penzig /Schlesien und von Poncet Glashüttenwerke in Friedrichshain / Lausitz
abgebildet, die für "Einmach-“ bzw. "Conserven"-gläser warben. Für die Art des Verschlusses führten die Adlerhütten
eigene Patente unter der Bezeichnung "Perfekt" ii an. Diese "Perfekt"-Einmachgläser waren noch bis mindestens 1912 in
Gebrauch.
Bild 1: Anzeige im Cottbuser Katalog von 1894, rechts 1-Literglas mit Patenthinweis auf das Jahr 1891
Bei der Anzeige von von Poncet sind es wohl eingeriebene Glasstopfen mit einem Metallhebel bzw. Schraubverschlüsse aus
Blech. Eine weitere Firma, die "Konservengläser mit mechanischem Verschluss nach eigenen Patenten" anbot, war die
Aktiengesellschaft für Glasindustrie, vormals Friedrich Siemens, Dresden iii
Diese waren aus Porzellan und mit einem Hebelverschluss versehen, wie aus einem einer Preislisteiv von 1914 beigefügten
Anschreiben zu entnehmen ist. Die Dresdener Glashütten waren eine der größten Produzenten für Bier- und
Mineralwasserflaschen mit 100 Millionen Stück Ausstoß im Jahr. Die Firma hatte zwischen 1890 und 1907 6 Patentev für
Flaschenverschlüsse einschließlich eines Patentes für eine Drahtbiegemaschine erhalten, die zwar vornehmlich für
Flaschenstöpsel genutzt wurden, aber auch für Weithalsflaschen verwendbar waren. Eine der Dresdener Glashütte
angeschlossene Fabrik konnte die Verschlüsse automatisiert herstellen. Seit 1914 wurden dann von der Firma Glasdeckel
angeboten.
Das Einmachglas
Während in den USA oder In England bereits Mitte des 19. Jahrhunderts Patente zu Konservengläsern erteilt wurden, ist
dies im Deutschen Reich erstmals 1877 erfolgt. Am 01. Juli 1877 trat in Deutschland das Patentgesetz in Kraft. Bereits am
28. August 1877 wird die Patentschrift Nr. 1527 für einen Verschluß für Conserve-Gläser, Flaschen und Büchsen
registriert. In der Patentbeschreibung wird hervorgehoben, dass die Lösung sich wesentlich von bisherigen Formen wie
Metalldeckel mit Kautschukring, Bajonett- und Schraubverschluss unterscheidet und auch die Form des Glases wird
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
4
vorgegeben (Bild 8 links), da diese in einem Chlorkalziumbad erwärmt werden sollen. Diese Lösung hat offensichtlich keine
Interessenten gefunden, da trotz eines Zusatzpatentes (DRP 8228 vom 10. Juni 1879) beide Patente 1891 gelöscht wurden,
weil die jährlich fälligen Patentgebühren nicht bezahlt wurden. Am 14.10.1890 wird einem Dr. Alfred Stelzner aus
Wiesbaden ein Patent für einen "Verschluß für Einmachgläser"vi vom Kaiserlichen Patentamt zuerkannt. Als Begründung für
seinen Antrag führt er an, dass "trotz aller Versuche zur Herstellung eines luftdichten Verschlusses von Conserve gläsern
...Früchte, Gemüse u.s.w. gegen Verderbnis (zu schützen), ... denn die bisher bekannt gewordenen Verschlüsse gewähren
ein luftdichtes Abdichten der Einmachgläser nicht, oder sie sind in ihrer Einrichtung zu unpraktisch"...
Bild 2: Auszug aus der Patentschrift DRP 56715: doppelter Deckel sowie luftdichtes Netz, durch Rollring fixiert
Weiter in der Begründung wird angeführt, dass das eingefüllte Gut zum Kochen gebracht wird, um Keime zu zerstören. Bei
diesem Patent sollte über den Rand des Glases eine undurchlässige Haut (Schweinsblase oder ähnliches gezogen werden
und beim Schließen eines innen geriffelten Deckels zwischen Deckel und einem Rollring aus Gummi eingespannt werden
(Bild 2).
Der aus der Nähe von Wien stammende Ferdinand Baumer hatte auf der Landwirtschaftsausstellung in Wien 1893 bereits
eine Schauvitrine mit eingemachtem Obst stehen. Neben Vorführungen des Konserviervorganges hatte er bereits eine etwa
80 Seiten umfassende Anleitung herausgegeben. Er bewarb damit die Herstellung der „vorzüglichsten Compote“. Es gab
also schon mehrere Lösungen, Einmachgläser zu verschließen.
Anfang der 1890er Jahre experimentierte auch der Gelsenkirchener Chemiker, Dr. Rudolf Rempel, mit einer Methode,
Lebensmittel durch Einkochen zu sterilisieren und durch Luftabschluss dauerhaft zu konservieren. Seine Idee war es, einen
Verschlussdeckel mittels Federkraft so zu steuern, dass beim Erhitzen Luft und Wasserdampf entweichen aber nicht wieder
in das Gefäß gelangen können. 1892 erhielt er ein Patent auf einen
"Apparat zum selbstthätigen Schließen und Entlüften von Sterilisirgefäßen" vii
Den Erfolg konnte er jedoch nicht mehr nutzen. An Tuberkulose erkrankt, starb Dr. Rempel bereits 1893. Nach dem Tod
übernahm zunächst sein ehemaliger Chef, Herr Hüssener viii aus Bulmke das Patent; 1895 erwarb es der Essener Kaufmann
Johann Carl Weckix. Anfang 1898 übersiedelte dieser nach Öflingen an die Schweizer Grenze.
Die Apparatur war umständlich in der Bedienung, konnten doch zunächst nur Gläser gleicher Größe in einem Arbeitsgang
eingekocht werden. Auch Verbesserungen der Nachfolger Dr. Rempels brachten keine spürbare Erleichterung. Erst um 1909
ist ein Gläserhalter konstruiert mit mittig angebrachten senkrechten Schienen, in die Federn individuell eingeklemmt
werden konnten. Noch später wurden die Schienen durch ein Stangensystem ersetzt. In (Bild 3) x sind einzelne
Entwicklungsstufen angezeigt.
Die eigentliche Erfolgsgeschichte des Einkochglases ist jedoch Georg van Eyckxi zu verdanken, mit dem Johann Weck am
01.01.1900 die Handelsfirma J. Weck & Co. gründete, die sich mit "Herstellung und Vertrieb von Sterilisiergefäßen und -
apparaten, ... Konservenbehälter(n) aus Glas, Steingut oder Blech, ferner Gemüse-, Frucht-, Fleisch und Fischkonserven,
sterilisierte Milch und Milchprodukte" betätigte.
Bereits Ende des Jahres 1900 erfolgte eine Umwandlung der Firma in eine GmbH und 1903 zog sich Johann Weck aus dem
Geschäft zurück. Er hatte jedoch verfügt, dass das Geschäft unter seinem Namen weiterbetrieben wird.
Van Eyck gelang es, durch eine ebenso geschickte wie massive Werbung (Bild 4) das Publikum anzusprechen. Begleitend
zum Verkauf wurden jedem Einkochapparat gratis Anleitungen für das Einkochen und Rezepte mitgeliefert (sonst Erwerb
für 20 Pfg möglich). Außerdem legte er 1901 eine periodisch erscheinende Zeitschrift - die "Frischhaltung" - auf, die Tipps
für den Haushalt lieferte und heute noch als Zeitschrift (seit 1978 unter anderem Namen) erhältlich ist. Aber besonders
hervorzuheben - weil bis dahin wohl erstmalig - ist, dass eine Anzahl von Hauswirtschafterinnen im Außenvertrieb tätig
waren, die den potentiellen Käufern den Gebrauch der Geräte und Gläser vorführten.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
Für Kinder wurden werbewirksam Miniaturgläser mit 1/5 l bzw. 1/10 l hergestellt
Spielzeugmuseum von Nürnberg sind mehrere Exponate von Mini
andere Firmen wie "LINN" oder "KIEFFER" nutzten diese Werbemethode.
Bild 3: Die Entwicklung der Einkochapparaturen zwischen 1893 und 1912
Abb. 1: Apparatur von Rudolf Rempel, 1893, massiver Stab auf Bodenplatte befestigt, mit
Schraubenfeder
Abb. 2: Verbesserungen durch Hüssener, 1894
Abb. 3: erste durch Johann Weck fortentwickelte Variante, für unterschiedlich hohe Gläser
Abb. 4: Vereinfachung unter Georg van Ey
Abb. 5: ab ca. 1909 angeboten
Bild 4: Werbestand in einem Hildesheimer Lokal für Fa. Weck GmbH (vor 1915)
5
Für Kinder wurden werbewirksam Miniaturgläser mit 1/5 l bzw. 1/10 l hergestellt
, die voll funktionsfähig waren
Spielzeugmuseum von Nürnberg sind mehrere Exponate von Mini
-
Einkochapparaturen für Puppenküchen vorhanden. Auch
Bild 3: Die Entwicklung der Einkochapparaturen zwischen 1893 und 1912
Abb. 1: Apparatur von Rudolf Rempel, 1893, massiver Stab auf Bodenplatte befestigt, mit
Abb. 2: Verbesserungen durch Hüssener, 1894
-95, Schraubspindel
Abb. 3: erste durch Johann Weck fortentwickelte Variante, für unterschiedlich hohe Gläser
Abb. 4: Vereinfachung unter Georg van Ey
ck, bis 1909
Bild 4: Werbestand in einem Hildesheimer Lokal für Fa. Weck GmbH (vor 1915)
, die voll funktionsfähig waren
. Im
Einkochapparaturen für Puppenküchen vorhanden. Auch
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
6
Gefäße und Deckel der Einkoch- bzw. Konservengläser
Die von Dr. Rempel genutzten Glaskörper waren zunächst Gefäße für chemische Laboratorien bzw. Schaugläser für
biologische Präparate, bei denen Rempel die Mündungsränder plangeschliffen hatte. Auch seine Nachfolger ließen diese in
der Glashütte so bearbeiten. Dieser Schliff war arbeitsintensiv und wurde wohl ebenso wie die Herstellung der Gläser im
Mundblasverfahren manuell hergestellt.
Für die Form der Gläser mit Schleifrand, wie wir sie kennen, wurde 1901 vom Kaiserlichen Patentamt ein
Gebrauchsmusterschutz erteilt. Die von Rudolf Rempel sowie seinem Nachfolger benutzten Verschlussdeckel waren
zunächst aus Weißblech bzw. lackbeschichtet. Im Museum von Wehr-Öflingen steht ein gefülltes Konservenglas aus dem
Jahr 1898. Dieses ist offensichtlich mit einem derartigen Verschluss versehen, wie auf einer Abbildung bei
http://www.weck.de/geschichte ersichtlich ist. Wann der Übergang zu einem aus Glas bestehenden Deckel erfolgte, kann
nicht eindeutig nachvollzogen werden. In der Schweizer Patentschrift Nr. 17992 (vom 31.10.1898) für Johann Weck ist
beispielhaft ein leicht kugeliger Glasdeckel ohne den inneren, kreisrunden Steg dargestellt, welcher ein Verschieben des
Deckels auf dem Behälter verhindert. Ebenso können die Glasfabrik(en), die das Hohlglas für die Konservengläser
lieferte(n), nicht eindeutig bestimmt werden. Angenommen werden kann, dass Rudolf Rempel diese zunächst aus der
näheren Umgebung bezog. 1895 wird in Schalke, ein Nachbarort von Bulmke (heute beide Stadtteile von Gelsenkirchen)
eine Glas- und Spiegelmanufaktur erwähntxii, bzw. die Westfälischen Glashüttenwerke, 1874 gegründet, die Hohlglas
fabrizierten.
Ab 1900 wurden die Gläser aus Friedrichshain/ Niederlausitz bezogenxiii.
Auf den Abbildungen in Bild 3 ist ein Gemisch aus Blech- und Glasdeckeln erkennbar. Jedoch sind für die Firma Weck seit
1901 Glasdeckel nachweisbar.xiv
Federbügel und Gummiringe
Wichtiges Element zur Erzielung der Dichtigkeit der Gläser ist eine flexible Zwischenlage. In dem bereits erwähnten Patent
von 1877 übernahm ein mit Guttapercha beschichteter Leinwandring die Dichtung, der durch Auflegen einer heißen
Metallplatte ausvulkanisierte. Der Österreicher Ferdinand Baumer nutzte einen leicht schmelzbaren Lack, einem Siegellack
vergleichbar. Wann Gummi als Zwischenlage erstmals verwandt wurde, ist nicht ermittelbar. Die Gummiringe wurden wohl
zu Anfang aus größeren Platten ausgeschnitten. Mitte des Jahres 1900 erhielt Johann Weck einen Gebrauchsmusterschutz
für Ringe mit einer angeformten Nasexv, wie wir sie heute kennen.
Damit in den Einkochgläsern ein Vakuum entstehen kann, muss der Deckel des Glases beim Abkühlen des Einkochgutes mit
Druck auf der flexiblen Unterlage fixiert werden. Neben der von Rudolf Rempel erfundenen Apparatur war es vor allem ein
federnder Bügel, der in vielfältigen Formen auf den Markt kam.
Bereits am 31.10.1898 wurden Johann Weck mit dem Schweizer Patent CH 17817 sowie 1901 in Deutschland die ersten
Gebrauchsmusterxvi für Klammern erteilt (Bild 5), die unabhängig von der Form des Sterilisierapparates jeweils für ein Glas
eingesetzt werden. In der beim Kaiserlichen Patentamt eingetragenen Wort-Bild-Marke der Öflinger Firma, die sich 1904
den Spruch "Koche auf Vorrat" schützen ließ, bildet eine derartige Klammer das "C" (siehe Bild 5, Nr. 23).
Bild 5: Federbügel der Nr. 23 bzw. 25 (links) waren wohl die ersten mit Gebrauchsmuster geschützten Klammern
Jedoch war er nicht der Erste, der hierfür einen Musterschutz erhielt. Ein Hugo Martin aus Berlin hatte sich bereits 1894 für
einen „Gefäßverschluß“ Patentrechte erworben (DRP 81444 vom 07.Januar 1894). Hierbei greift eine Klammer aus Metall,
die auf dem Deckel platziert wird, unter die Randausformung eines Massivrandglases. Durch Federwirkung wird der Deckel
auf den flexiblen (Gummi)ring gedrückt. Im Patent wird er nur beschrieben mit „aus einem geeigneten Stoff“ (Bild 8 rechts).
Öflingen liegt in der Nähe der schweizerischen Grenze. und so ist es nicht verwunderlich, dass dort auch Einmachgläser aus
Deutschland im Umlauf waren. Diese wurden wohl bis zum Ende des 1. Weltkrieges von der Fa. Weck geliefert (Bild 6a). auf
diesem Bild sind Gläser mit Bügeln eines Schweizer Patentes abgebildet. Infolge Lieferschwierigkeiten entwickelten die
Schweizer ab 1920 eine eigene Produktion. In den Glaswerken Bülachxvii und Wauwil wurden "Einkochflaschen" aus grünem
Glas mit anderen Arten von Federbügel- bzw. Drahtbügelverschlüssen gefertigt (Bild 6b).
In der Folgezeit entwickelten sich metallverarbeitende Firmen, die sich auf die Vielfalt von Bügelmustern einstellten. Eine
dieser Firmen war die Spezialfabrik für Einkochapparate, Federn und Konservenglasverschlüsse, Gebr. Dingerkus aus Atten-
dorn in Westfalen. Einer überlieferten Preisliste ist zu entnehmen, dass dort auch Bügel in der oben beschriebenen Form
(Bild 5, Nr. 23) hergestellt wurden.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
7
Bild 6a: links- Gläser in einem Bestand aus der mittleren Schweiz ("WECK"- Glas nach 1913) mit Bügeln nach
einem Schweizer Patent von 1899.
Bild 6b: rechts- Einkochflaschen aus Bülach (mit 8 cm Öffnung nach 1948 und Bügel nach Patent von 1952 und
mit 6 cm Öffnung ab 1939)
Die Form des Mündungsrandes und die Herstellung
Die in Dresden gefertigten Konservengläser der ersten Generation waren im eigentlichen Sinne Flaschen, wie sie auch für
Bier und Limonaden hergestellt wurden, jedoch mit einer erweiterten Öffnung.
Auch andere Länder wie etwa Frankreich oder die Schweiz produzierten nach diesem Prinzip Einkochgläser bzw. -flaschen.
Deckel aus Porzellan oder Glas waren mit dem Behälter im Regelfall durch Bügelverschlüsse fest miteinander verbunden.
Hier war die Mündung aus produktionstechnischen Gründen abgerundet.
Bild 7: Siemens-Konservenglas vor 1914; Höhe 28cm; Durchmesser 8,5cm und Zeitungsanzeige ca. 1905
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
8
Bild 8: links: Darstellung des Glasbehälters aus dem ersten deutschen Patent von 1877 (DRP 1527)
rechts: Massivrandglas (Ausschnitt aus dem Patent DRP 81444- „Patent Martin“)
Bereits 1894 ist ein Glas mit Massivrand und Spannklammer dargestellt (DRP 81444-„Patent Martin“, siehe Bild 8).
Davon unabhängig gab es Ideen und Lösungen zu anderen Formen der Randausbildung. In den nächsten Jahrzehnten
wurden durch das Patentamt etliche Patente und Gebrauchsmuster vergeben, die sich mit der Ausformung des Glaskörpers
und dem zugehörigen Deckel beschäftigten. Davon durchgesetzt haben sich im Wesentlichen 2 Ausführungen; das
Massivrandglas (mit einem umlaufenden Glasrand unterhalb der Gefäßmündung) und das Nutenglas (eingezogener
Gefäßrand und Einbuchtungen im Gefäß zur Aufnahme der Klammern). Auch bei diesen Varianten wurden die Ränder von
Deckel und Glaskörper plan geschliffen um die Dichtigkeit beim Vakuumieren zu verbessern.
Die Adlerhütten in Penzig bevorzugten den Massivrand. Die AG für Glasindustrie vorm. Friedr. Siemens bot ab 1914
Einkochgläser in den Ausführungen ‚Nut‘ und ‚Massivrand‘ an, ebenso wie die "Rex-Conservenglas-Gesellschaft". Etwa ab
1932 kam die Form der Rillengläser auf. Seit dem 01.04.1943 wurden diese im Habitus vereinheitlicht als Einheits-
Rillengläser.xviii Rillengläser hatten den Vorzug, dass durch die spezielle Randausformung das zeit- und kostenintensive
Schleifen entfiel.
Die Firma Weck ließ dagegen bis in die 1950er Jahre zylindrisch oder konisch sich nach oben erweiternde Gläser
(Sturzgläser) mit einem breiten, flachen und geschliffenen Rand produzieren. Die Gläser wurden hier mit einem flach
ausgeformten Deckel verschlossen. Erst ab etwa 1956 wurde das Sortiment erweitert um Massivrand- und Rillengläser. Ab
etwa 1982 hatte die Firma ein Patent auf das Rundrandglas inne.
Die gängigsten Lösungen sind nachfolgend dargestellt.
Bild 9: obere Reihe: Flach-, Massivrand- und Nutenglas
untere Reihe: Rillenglas und Rundrandglas
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
9
Eine Variante eines Massivrandglases mit einer zusätzlichen Feder und Nut in Deckel und Rand brachten 1935 die
Glashüttenwerke Anton Greiner GmbH Drebkau mit dem "Glasruhm Patent"-Glas heraus. Da die Deckel auch auf anderen
Gläsern einsetzbar waren, sind Belegstücke vorhanden. Die Gläser selbst hatten wegen der Aufstülpung zu wenig
Dichtmöglichkeit und wurden wohl schon vor Jahrzehnten entsorgt.
Konservenglasdosen
Hinzu kamen in Deutschland ab Ende der 1930er Jahre auch sogenannte „Konservenglasdosen“, bei denen ein
Schraubdeckel aus Blech die Funktion des Federbügels übernahm. Der Vorteil dieser Verschlussart war, dass die Gläser
beim Einkochen besser im Topf stapelbar waren und auch durch den glatten Rand vor Beschädigungen besser geschützt
waren (siehe Bild 17).
Im Deutschen Reichsanzeiger vom 9. Juni 1944 steht hierzu folgende Definition:
„Unter Konservenglasdosen sind Konservengläser zu verstehen, die mit Blechdeckeln oder mit zweiteiligen Deckeln
(Zwischendeckel aus Blech oder Glas und Überdeckel aus Blech) geschlossen werden“. Diese Gläser und Überdeckel hatten
ein Schrauben- bzw. Bajonettgewinde.
Die eigentliche Erfindung der Konservenglasdose geht auf ein amerikanisches Patent zurück.
Am 30. November 1858 hatte sich der Blechschmied John Landis Mason (1832-1902) aus New York ein 4-kantiges Glas mit
Außenschraubgewinde patentieren lassen, bei dem ein Blechdeckel auf dem Glas durch einen weiteren Blechring mit
Gewinde fixiert wurde (US Patent 22186). Nach diesem Prinzip wurden in den nächsten Jahrzehnten in den USA die
„Mason“-Gläser und in Großbritannien die „Kilner“-Gläser nach dem dortigen Erfinder und Glashersteller John Kilner
fabriziert. Die Brüder Ball (heute Ball Corporation in Westminster, Colorado) hatten 1880 in Buffalo, New York eine Firma
für Blechbüchsen gegründet. Da das darin eingefüllte Kerosin das Zinnblech korrodierte, ersetzten sie später dies durch
Glas. Ab 1884 wurden dort nach dem abgelaufenen „Mason“-Patent Obstgläser hergestellt (1894 waren es bereits 22
Millionen Gläser).xix Heute werden in Deutschland neben „Kilner“-gläsern unter anderem Einmachgläser der Firma
„Leifheit“ nach diesem Funktionsprinzip vertrieben.
Bild 10: Auszüge der John Landon Mason in den Jahren 1858 und 1870 erteilen US-Patente
Auf Konservengläser mit Schraubverschluss
Auch um die Herstellung des Hohlglases gab es umwälzende Neuerungen. Die ersten Hohlgläser waren wohl noch
mundgeblasen. Noch 1917 bewarb der Glashändler Adolf Andreesen aus Hannover mit seinem "Andreasglas" die Vorzüge
des mundgeblasenen Glases. Dem setzten die Glashüttenwerke "Adlerhütten" aus Penzig / Schlesien ab 1902 bereits
mechanisch im Pressblasverfahren hergestelltes Hohlglas nach 2 eigenen Patenten gegenüber. Ab 1914 war diese Hütte in
der Lage, nahtlose Glaskörper herzustellen.
Hermann Heye, Geschäftsführer der Gerresheimer Glashüttenwerke hatte 1908 die Patentrechte auf das amerikanische
Patent einer vollautomatischen Flaschenblasmaschine für Europa erworben (Owens-Patent), mit der nicht nur Flaschen,
sondern auch anderes Hohlglas hergestellt werden konnte.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
10
Aus einer anderen Ecke Deutschlands kam der Baurat Adolf Schiller. Ab Anfang der 1890er Jahre trat der aus Godesberg am
Rhein Stammende mit Gebrauchsmustern und mindestens 26 Patenten in Erscheinung. Etwa um 1900 nach
Berlin/Schöneberg verzogen, übernahm Adolf Schiller 1913 in der Lausitz die Haidemühler Glashüttenwerke GmbH. Das
hierfür notwendige Kapital hatte er aus der "Fabrik Schiller‘scher Verschlüsse Aktien Gesellschaft Godesberg".xx
Er ließ dort die Technik teilweise von Mundblasbetrieb auf Halbautomaten umstellen - den "Schiller-Preßblasmaschinen" xxi
Ab 1914 werden dort Konservengläser mit der Bezeichnung "Schillerglas" hergestellt, ab 1932 dann wohl auch das
"Goetheglas".
Andere Konservierungsverfahren
In der Folgezeit gab es noch weitere praxistaugliche Lösungen, um Lebensmittel zu konservieren. Die offizielle Benennung
des beschriebenen Verfahrens war das "Frischhalten". Umgangssprachlich setzten sich in den nächsten Jahrzehnten in
Norddeutschland das "Einwecken", in Süddeutschland und Österreich das "Einrexen" durch. Eine weitere Wortbildung war
das "Einsaxen".
Hier wurde mittels einer Luftpumpe die Luft aus dem Glas abgesaugt. Der Begriff "Einsaxen" rührt von der produzierenden
Firma, dem "Saxonia-Werk vormals Insam & Co. Spezialfabrik für Schnell- Konservierungs-Apparate" aus Schwarzenberg /
Sachsen" her (Bild 11). Diese Geräte wurden von verschiedenen Generalvertretern und teils unter anderen Markennamen
angeboten. So hieß es in Hamburg "Triumph", in Berlin "Beco" oder in Nürnberg "MAFRA".
Bild 11: "Saxonia"- Werbung der 1930er Jahre (links) und aus einer "Beco"-Werbung (rechts)
Das Herstellen eines Vakuums mittels Pumpe war auch vielfältig in Patenten angeregt, bei denen oftmals Ventile im Deckel
angeordnet werden sollten.
1902 erhielt ein Martin Seliger aus Breslau, Schweidnitzer Str.
Gebrauchsmusterschutz für ein "Einmachgefäß mit Anschlußstutzen für eine
Luftpumpe (RA1902/76 p.19, Klasse 53b Nr 171408 vom 01.04.1902; erteilt am
26.02.1902).
Zumindest eine Lösung hat es in die Produktion geschafft. Bei dem in Bild 12
gezeigten Glas ist im Glasdeckel ein Stutzen angeformt mit 2 seitlich liegenden
kleinen Löchern. Eine Gummimanschette war eng um diesen Stutzen gezogen, so
dass beim Ansetzen einer Saugpumpe die Manschette wie ein Ventil wirkte.
Ob das Glas mit dem im Musterschutz beschriebenen übereinstimmt, kann nicht
bewiesen werden.
Das Warenzeichen Wz. 408774 wurde am 14.10.1929 für Ernst Otto Weller aus
Dresden-Heidenau beim Reichspatentamt registriert)
Bild 12: Einmachglas mit Bügelverschluss und Ventilstutzen
(unbekannter Herausgeber, eventuell „Wellers Konservenglas mit Ventil“.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
11
Eine andere Möglichkeit bestand darin, Wasserdampf in das Sterilisiergerät zu leiten. Der sich abkühlende Dampf erzeugte
dann ein Vakuum. Eine Düsseldorfer Firma erhielt 1933 auf ein Gerät dazu ein Patent (Bild 13).xxii Die 1909 gegründete
Firma ist heute noch in Mettmann ansässig unter dem Namen "PEFRA" und beliefert Gastronomiebetriebe mit
Küchentechnik. Andere Firmen, auch später in der DDR, nutzten dieses Prinzip und stellten der Bevölkerung ähnliche Geräte
zur Verfügung.
Bild 13: Anzeige von 1942, Dampfkonservierer der Firma Peter Franken (oben)
Verpackung eines Dampfkonservierers der Firma Peter Franken (PEFRA) mit Thermometer und Bakelithandgriff
nach DRGM 1428864 von 1938 (hier wohl Produktion in den 1950er Jahren)
Eine weitere Methode, einen Unterdruck im Konservenglas zu erzeugen, war nachweislich ab Mitte der 1930er Jahre
gebräuchlich. Auf die Innenseite des Verschlußdeckels wurden einige Tropfen einer brennbaren Flüssigkeit aufgetragen und
diese angezündet. Der noch brennende Deckel wurde auf das Glas gestülpt; durch den Verbrennungsvorgang wurde der
Luftsauerstoff entzogen und dadurch das Glas verschlossen. Einige Patente wurden für diese Art des Verschlusses
eingereicht. Bei einem sollte ein Asbestplättchen in den Deckel geklebt werden, auf die der Alkohol geträufelt wurde. Eine
andere sung waren etwa daumennagelgroße Schälchen, die mit brennbarer Flüssigkeit versehen, auf dem Einkochgut
platziert wurden. Die Glasfabrik A. Greiner aus Drebkau versah ihre Deckel mit konzentrischen Rillen, damit der Spiritus
beim Umstülpen des Deckels nicht so schnell weglief.
Während in der Bundesrepublik ab 1954 unter der Marke "Frauenstolz" eine kleine Brennlanze mit einer Gummiballpumpe
reinen Alkohol in das Glas spritzte, gab es in der DDR je eine Firma in Leipzig und Erfurt, die ein brennbares Gemisch aus
Benzoesäure und PHB Äthylester über die Drogerien vertrieben. In Bild 14 werden von der Erfurter Firma Glasfläschchen
mit „Einmachtropfen“ aus etwa 25 Jahren Bestand gezeigt.
Die Firma Gebrüder Strasser aus Erfurt, Schmidtstedter Str. 30a hatte beim Patentamt im Mai 1937 Markenschutz für ihre
Marke „Original Blitz“ erhalten (Wz. 501977).
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
12
Die Leipziger Firma Henke & Co. (gegr. 1932) produzierte unter der Marke "Hermekon" ebenfalls Einmachtropfen. Nach
Verstaatlichung im April 1972 wurde das Produkt unter der Firmierung des VEB Klarofix Leipzig vertrieben. Nach dem 2.
Weltkrieg wurde „Hermekon“ auch in einer Firma aus Freising/Bayern produziert.
Nach 1989 wurde die Firma in Leipzig von der Treuhand abgewickelt. Die Freisinger Betriebsstätte kam 1977 in Schweizer
Besitz und wurde 1999 aus dem Markenregister gelöscht
Nachfolgefirmen sind heute die Marken „Geko“ aus Gotha seit 1991 und die EDEKA(?)-Marke „Eka“ sowie die Fa. „Vierka“.
Bild 14: 3 Stück Fläschchen mit 10ml Inhalt des Konservenverschlussmittels "Blitz" der Firma Strasser, Erfurt
links: zweite Hälfte 1950er Jahr, Mitte: 1964-1968, rechts: nach Verstaatlichung 1972 (als VEB DHB
Rodleben, Betrieb Herbacin, BT (= Betriebsteil) Fleur, Erfurt
Bild 15: rechts : „Hermekon“ - Rezeptheft und Tropfen aus Freising;
links: „Hermekon“ – Tropfen aus Leipzig (nach 1972) unter VEB Klarofix
unten: Werbeaufsteller aus Pappe, 1950er Jahre (Henke & CO., Leipzig C 1)
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
13
Warenzeichen und Gebrauchsmuster
Der Erfolg des neuen Konservierungssystems rief sehr schnell Nachahmer hervor und erforderte Schutz vor Plagiaten. Die
ersten Signets im betrachteten Zeitraum für Glashütten tauchten ab 1875 auf. Die Firma Noelle & von Campe aus Boffzen /
Weser hatte beim Herzoglichen Amtsgericht Braunschweig Werksmarken eintragen lassen. Im Jahr 1900 hatten zwei
Lausitzer Glashütten Handelsnamen bzw. Firmenzeichen beantragt und erhalten. Die Oberlausitzer Glashüttenwerke
Schweig & Co. Weißwasser hatten erstmals die Marke "Monopol" in Frakturschrift schützen lassenxxiii
Bereits kurz nach dem Umzug von Johann Weck nach Öflingen / Baden hatte er am 14.01.1898 beim Kaiserlichen Patentamt
um Markenschutz ersucht. In den folgenden 15 Jahren zierten das Herz mit der Erdbeerranke und unterschiedlicher
Beschriftung die Wandungen der Einkochgläser und Apparate, bis 1919 die "Erdbeere" an dessen Stelle trat. Der Begriff
"Koche auf Vorrat" prägte den Einband der Broschüren dieser Firma für die nächsten Jahre. Anzumerken ist, dass bei
diesem Markenzeichen die einzelnen Buchstaben aus den Gerätschaften zusammengesetzt waren, die von der Firma
vertrieben wurden (das "C" ist ein Bügel, der Anstrich vom "V" eine Saftflasche usw.)
Offensichtlich große Konkurrenten für die Öflinger Firma erwuchsen mit der Gründung anderer Großhändler, die mit
Haushaltsgegenständen, Glas und Keramik handelten. Das waren unter anderem die Gebrüder Boehringer aus
Zuffenhausen bei Stuttgart (Markeneinträge ab 1907), Hermann Bade aus Hildesheim (Markeneintrag 1908), Emil Kieffer
aus Kaiserslautern (Markeneintrag 1909), oder die "Rex-Conservenglas-Gesellschaft" Bad Homburg im Jahr 1908. Diese
Firmen versahen auch ihre Gläser mit einem Firmenlogo. Die "Rex-Conservenglas-Gesellschaft" belieferte hauptsächlich den
süddeutschen und österreichischen Raum mit Einkochgläsern.
Bild 16: Markeneinträge für die Firma J. Weck GmbH von 1904; die Marken wurden im Juni 1914 mit der Bezeichnung
„Frischhaltung“ aus dem Markenregister des Reichspatentamtes gelöscht und ersetzt durch „Conservator“ bzw.
„Original“
Wie wichtig der Markenschutz wurde, kann man am augenfälligsten daran erkennen, dass die vorgenannten Handelsfirmen
selbst die Form von den Saftflaschen übernahmen. 1899 hatte Johann Weck ein Gebrauchsmuster für eine
Kindermilchflaschexxiv erhalten (Bild 17).
Diese wahrscheinlich schon in der Urform kegelförmige Flasche mit breitem geschliffenen Rand wurde von allen anderen
Anbietern kopiert. Wahrscheinlich wurden die Gläser auch in den gleichen Glashütten gefertigt. Die Anzahl der für diese
Herstellung ausgerüsteten Hütten war sehr übersichtlich.
In Adressbüchern für die Glasindustrie in Deutschland sind die Glashütten unter anderem mit ihrem Produktionsprofil
enthalten. Danach fertigten Einmach- bzw. Konservengläser:
Konservengläser Einmachgläser Anzahl Glashütten in Deutschland
1904 17 1 335
1907 23 5 370
1936 31 7 307
Die Driburger Glashüttenwerke, Bad Driburg, boten 1907 unter beiden Rubriken ihr Hohlglas an.
Die Öflinger Firma sah sich bereits 1908 gezwungen, in ihrer Broschüre " Koche auf Vorrat" die Verbraucher auf den
Markenschutz ihrer Produkte hinzuweisen (Bild 18). Bis nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kamen noch einige Einträge
beim Patentamt hinzu. Hier handelte es sich überwiegend um Wortmarken. Die heute noch gebräuchliche Wort-Bildmarke
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
14
„WECK“ in einer Erdbeere wurde am 12.12.1919 erstmals angemeldet und mit einigen stilistischen Veränderungen bisher
letztmalig am 18.11.2019 verlängert.
Bild 17: Kindermilchflasche mit aufgeprägter Millilitereinteilung und Zeichnung für einen Transportverschluß
für diese Flaschen
Bild 18: Verweis auf geschützte Marken in der Broschüre "Koche auf Vorrat", 1908
Insbesondere die Deckel der Einkochgläser waren eine ausgezeichnete und dauerhafte Werbung für den Vertrieb dieser
Artikel, während die überwiegende Zahl der Gläser unbeschriftet blieben. Dadurch konnte von den Glashütten schneller
und kostengünstiger auf unterschiedliche Kunden eingegangen werden.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
15
In den nächsten Jahrzehnten führten viele Glashütten Namen für Eigenmarken ein wie "Adler Progress" von den
Adlerhütten in Penzig / Schlesien, "Monopol" von den Vereinigten Lausitzer Glasfabriken in Weißwasser, "OGA" von der
Oldenburger Glashütte oder "Siemens-Glas" aus den Dresdener Glashütten. Aber auch viele Groß- und Einzelhändler von
Glas- und Porzellanwaren für den Haushalt führten eigene Marken ein. Großhandelsgesellschaften wie die "geg" (=
Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine 1894-1933; Hauptsitz: Hamburg, mit 47 Konsumvereinen, 1933 von
Nationalsozialisten verboten und 1934 umbenannt in „Reichsbund der deutschen Verbrauchergenossenschaften GmbH“),
"EWELI", "GROHAG" oder der "Nürnberger Bund" hatten eigene Pressmarken auf den Deckeln.
Bis 1945 gab es in Deutschland etwa 450 unterschiedliche Bezeichnungen auf den Einkochglasdeckeln.
1942 hatte der Leiter der Gerresheimer Glashütte, Herr Menke, zur Findung neuer Markennamen den Auftrag erteilt, die
Namen und Hersteller vorhandener Namen zusammenzutragen; was aber bereits damals nicht für jede gelang.
Der Markenvielfalt setzte ein Ulmer Bürger ab 1937 die Marke "Namenlos" entgegen.
Der Ulmer Glashändler Josef Wick wollte ursprünglich seine Einkochgläser "Wick-Glas" nennen. Wegen der
Namensähnlichkeit zu den Produkten der Firma Weck gab es einen Markenrechtsstreit, den Josef Wick verlor.
Die „Namenlos“-Gläser waren bis 1945 mit dem Signet der Versuchsstelle für Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerkes,
Leipzig (DFW in Strahlenkranz) versehen. Nach 1945 fehlen die Buchstaben im Sonnensymbol. Josef Wick gründete 1946 in
Bad Wurzach die „Oberland-Glashütte“.
Bild 19: Rückseite einer Werbebroschüre aus den 1950er Jahren
Links eine Konservenglasdose, rechts eine "Glastüte" für die übersichtliche Aufbewahrung
von Zucker, Salz, Gewürzen usw. xxv
Viele Firmen ließen sich die Marken im Reichswarenzeichenregister (RWZR) oder als "Deutsches Reichs- Gebrauchsmuster"
(D.R.G.M.) beim Kaiserlichen Patentamt, später Reichspatentamt eintragen.
Spätestens ab 1938 war vorgeschrieben, dass Glasbehälter und Deckel mit der herstellenden Firma zu kennzeichnen sind
(lt. DIN-Normen). Mitte 1944 wird das Aussehen dieser Marken noch einmal in einer Anordnung des
Reichskriegsministeriums präzisiert. In einem eingeprägten Quadrat war eine Zahl anzugeben. Diese
Kennzeichnungsnummer wurde nach Antrag von der Geschäftsführung der Wirtschaftsgruppe Glasindustrie vergeben.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
Werbemarken von Glashütten und Händlern waren nur noch erlaubt, wenn die Jahresproduktion der Hütten im Vorja
(1943) mehr als 500 000 Gläser bzw. bei Händlern der Verkauf von mehr als 1 Million Gläsern erfolgte.
Bereits Mitte 1933 wurden die deutsche Wirtschaft, der Handel und das Handwerk mit einem Gesetz über die Einführung
von Zwangskartellen zu Zusammensch
lüssen gezwungen. Firmen, die Einkochgläser produzierten, gehörten danach zum
Hohlglaskartell. Zunächst beim Wirtschaftsministerium angesiedelt, wurde die Produktion als kriegswichtige zivile
Produktion 1943 dem Reichskriegsministerium untergeordnet.
Die Eigentümer der Großh
andelsfirma
sich dem bestehenden Handelsdiktat zu entziehen. In einem Sonderprozess wurden sie 1943 zu 5 Jahren Haft verurteilt und
ihr Eigentum eingezogen.
Unter der neuen sowjetischen Militärmacht wurde die Firma
und als ´Volkseigentum´ den
"Thüringer KONSUM
Arnstadt" zugeordnet
Bild 20: Ausschn
itt aus einem Deckel der Glashütte der Halleschen Pfännerschaft Großräschen. Im Quadrat ist zusätzlich
zum Markennamen und dem Firmenlogo die Genehmigungsnummer der Hütte verzeichnet. Der Punkt bezeichnet
(nach Forderung der DIN-
Norm) die Herstellung im Jahr 1941
In der Zeitschrift "DIE GLASHÜTTE"
xxvii
folgender Passus zu lesen:
"Am 01.Oktober 1949 tritt im Vereinigten Wirtschaftsgebiet der britischen und amerik
in Kraft, das grundsätzliche Änderungen
Deutschlands (bringt). Ab 30.Juni können in Berlin für Alt
werden, wenn bis zum 30.06.1950 vom Anmelder oder von ihm beauftragt wird, sie aufrechtzuerhalten. Das neue
Westzonen-
Patentamt nimmt seine Geschäftstätigkeit am 1.Oktober 1949 in München auf."
Damit war praktisch die Trennung des Markenrechts in
Dies dürfte vor allem alle im Bereich der sowjetischen Besatzungsmacht gelegenen Nutzer getroffen haben, denn ab 1948
wurden viele Industriebetriebe enteignet und in ´Volkseigentum´ überführt. Die dort eingeführten ne
brachten auch neue Markenzeichen hervor. Auf die alten Warenzeichen wurde kein Wert gelegt, diese wurden weitgehend
abgeschafft. In der DDR entstanden mit den VVB (= Vereinigung Volkseigener Betriebe) Ostglas bzw. Mittelglas im Lausitz
Dresd
ener Raum sowie Westglas im Thüringer Raum Einheiten, in denen die Glashütten nur noch an einer Zahl
Allgemeinbezeichnung ‚OG‘, MG‘, oder WG
Hüttenzeichen verwandt werden.
Öffnungsgrößen, DIN
1907 sind im Adressbuch für die Deutsche Glasindustrie bereits 28 Glashütten aufgeführt, die Konservengläser herstellten.
Jede Firma hatte jedoch andere Größen und andere Formen der Mündungsausgestaltung im Angebot. Eine undatierte
Preisliste xxviii
(vor 1920) einer Bremer Gummiwarenfabrik, die "Frischhaltungsringe für alle Sorten Konservengläser und
Krüge" herstellte, listete 23 verschiedene Ringgrößen auf in einem Bereich von 57 mm bis 110 mm.
Die Halsweiten variierten dabei größtenteils um je
für Fleisch-
und Puddinggläser (Angebotsliste 1914)
Adlerhütten in Penzig hatten Gläser mit ca. 180 mm Mündungsweite im Sortiment.
Für ein dichtes Schließen ist es jedoch notwendig, zu jeder Glasöffnungsweite den richtigen Gummiring einzusetzen.
Fabrikate konnten untereinander nicht gemischt werden.
es r Hausfrauen sch
wierig, bei Nutzung unterschiedlicher Marken das Passende zusammenzufinden. Auch für die
Lagerhaltung großer Glas-
und Porzellanwarenhändler wie Gebr. Böhringer
16
Werbemarken von Glashütten und Händlern waren nur noch erlaubt, wenn die Jahresproduktion der Hütten im Vorja
(1943) mehr als 500 000 Gläser bzw. bei Händlern der Verkauf von mehr als 1 Million Gläsern erfolgte.
Bereits Mitte 1933 wurden die deutsche Wirtschaft, der Handel und das Handwerk mit einem Gesetz über die Einführung
lüssen gezwungen. Firmen, die Einkochgläser produzierten, gehörten danach zum
Hohlglaskartell. Zunächst beim Wirtschaftsministerium angesiedelt, wurde die Produktion als kriegswichtige zivile
Produktion 1943 dem Reichskriegsministerium untergeordnet.
andelsfirma
für Haushaltswaren "Linn" aus Arnstadt
hatten Anfang der 1940er Jahre versucht,
sich dem bestehenden Handelsdiktat zu entziehen. In einem Sonderprozess wurden sie 1943 zu 5 Jahren Haft verurteilt und
Unter der neuen sowjetischen Militärmacht wurde die Firma
1948/49
dann vollständig enteignet
"Thüringer KONSUM
-Genossenschaften e.G.m.b.H. -
Erfurt, Hausstand und Spielwaren
itt aus einem Deckel der Glashütte der Halleschen Pfännerschaft Großräschen. Im Quadrat ist zusätzlich
zum Markennamen und dem Firmenlogo die Genehmigungsnummer der Hütte verzeichnet. Der Punkt bezeichnet
Norm) die Herstellung im Jahr 1941
xxvii
von Dez. 1949 ist unter der Rubrik "NEUES PATENTGESETZ IN DER WESTZONE"
"Am 01.Oktober 1949 tritt im Vereinigten Wirtschaftsgebiet der britischen und amerik
anischen Besatzungszone ein Gesetz
in Kraft, das grundsätzliche Änderungen
... auf dem Gebiet des wirtschaftlichen Rechtsschutzes in der Westzone
Deutschlands (bringt). Ab 30.Juni können in Berlin r Alt
-Patente
... und Warenzeichenanmeldungen
werden, wenn bis zum 30.06.1950 vom Anmelder oder von ihm beauftragt wird, sie aufrechtzuerhalten. Das neue
Patentamt nimmt seine Geschäftstätigkeit am 1.Oktober 1949 in München auf."
Damit war praktisch die Trennung des Markenrechts in
beiden Teilen Deutschlands vollzogen.
Dies dürfte vor allem alle im Bereich der sowjetischen Besatzungsmacht gelegenen Nutzer getroffen haben, denn ab 1948
wurden viele Industriebetriebe enteignet und in ´Volkseigentum´ überführt. Die dort eingeführten ne
brachten auch neue Markenzeichen hervor. Auf die alten Warenzeichen wurde kein Wert gelegt, diese wurden weitgehend
abgeschafft. In der DDR entstanden mit den VVB (= Vereinigung Volkseigener Betriebe) Ostglas bzw. Mittelglas im Lausitz
ener Raum sowie Westglas im Thüringer Raum Einheiten, in denen die Glashütten nur noch an einer Zahl
Allgemeinbezeichnung OG, MG, oder ‚WG‘
erkennbar waren. Ab Ende der 1950er Jahre durften wieder eigene
1907 sind im Adressbuch für die Deutsche Glasindustrie bereits 28 Glashütten aufgeführt, die Konservengläser herstellten.
Jede Firma hatte jedoch andere Größen und andere Formen der Mündungsausgestaltung im Angebot. Eine undatierte
(vor 1920) einer Bremer Gummiwarenfabrik, die "Frischhaltungsringe für alle Sorten Konservengläser und
Krüge" herstellte, listete 23 verschiedene Ringgrößen auf in einem Bereich von 57 mm bis 110 mm.
Die Halsweiten variierten dabei größtenteils um je
1mm. Dabei waren noch nicht einmal Ringe der Firma "Rex" dabei, die
und Puddinggläser (Angebotsliste 1914)
Halsweiten von 148 mm bzw.
185 mm benötigten. Auch die
Adlerhütten in Penzig hatten Gläser mit ca. 180 mm Mündungsweite im Sortiment.
Für ein dichtes Schließen ist es jedoch notwendig, zu jeder Glasöffnungsweite den richtigen Gummiring einzusetzen.
Fabrikate konnten untereinander nicht gemischt werden.
Da die Glaskörper in den meisten Fällen unbeschriftet waren, war
wierig, bei Nutzung unterschiedlicher Marken das Passende zusammenzufinden. Auch für die
und Porzellanwarenhändler wie Gebr. Böhringer
(Stuttgart), Bade
(Hildesheim)
Werbemarken von Glashütten und Händlern waren nur noch erlaubt, wenn die Jahresproduktion der Hütten im Vorja
hr
(1943) mehr als 500 000 Gläser bzw. bei Händlern der Verkauf von mehr als 1 Million Gläsern erfolgte.
xxvi
Bereits Mitte 1933 wurden die deutsche Wirtschaft, der Handel und das Handwerk mit einem Gesetz über die Einführung
lüssen gezwungen. Firmen, die Einkochgläser produzierten, gehörten danach zum
Hohlglaskartell. Zunächst beim Wirtschaftsministerium angesiedelt, wurde die Produktion als kriegswichtige zivile
hatten Anfang der 1940er Jahre versucht,
sich dem bestehenden Handelsdiktat zu entziehen. In einem Sonderprozess wurden sie 1943 zu 5 Jahren Haft verurteilt und
dann vollständig enteignet
Erfurt, Hausstand und Spielwaren
itt aus einem Deckel der Glashütte der Halleschen Pfännerschaft Großräschen. Im Quadrat ist zusätzlich
zum Markennamen und dem Firmenlogo die Genehmigungsnummer der Hütte verzeichnet. Der Punkt bezeichnet
von Dez. 1949 ist unter der Rubrik "NEUES PATENTGESETZ IN DER WESTZONE"
anischen Besatzungszone ein Gesetz
... auf dem Gebiet des wirtschaftlichen Rechtsschutzes in der Westzone
... und Warenzeichenanmeldungen
... weiterbehandelt
werden, wenn bis zum 30.06.1950 vom Anmelder oder von ihm beauftragt wird, sie aufrechtzuerhalten. Das neue
Dies dürfte vor allem alle im Bereich der sowjetischen Besatzungsmacht gelegenen Nutzer getroffen haben, denn ab 1948
wurden viele Industriebetriebe enteignet und in ´Volkseigentum´ überführt. Die dort eingeführten ne
uen Strukturen
brachten auch neue Markenzeichen hervor. Auf die alten Warenzeichen wurde kein Wert gelegt, diese wurden weitgehend
abgeschafft. In der DDR entstanden mit den VVB (= Vereinigung Volkseigener Betriebe) Ostglas bzw. Mittelglas im Lausitz
-
ener Raum sowie Westglas im Thüringer Raum Einheiten, in denen die Glashütten nur noch an einer Zahl
neben der
erkennbar waren. Ab Ende der 1950er Jahre durften wieder eigene
1907 sind im Adressbuch für die Deutsche Glasindustrie bereits 28 Glashütten aufgeführt, die Konservengläser herstellten.
Jede Firma hatte jedoch andere Größen und andere Formen der Mündungsausgestaltung im Angebot. Eine undatierte
(vor 1920) einer Bremer Gummiwarenfabrik, die "Frischhaltungsringe für alle Sorten Konservengläser und
Krüge" herstellte, listete 23 verschiedene Ringgrößen auf in einem Bereich von 57 mm bis 110 mm.
1mm. Dabei waren noch nicht einmal Ringe der Firma "Rex" dabei, die
185 mm benötigten. Auch die
Für ein dichtes Schließen ist es jedoch notwendig, zu jeder Glasöffnungsweite den richtigen Gummiring einzusetzen.
Da die Glaskörper in den meisten Fällen unbeschriftet waren, war
wierig, bei Nutzung unterschiedlicher Marken das Passende zusammenzufinden. Auch für die
(Hildesheim)
oder Koch in Bad
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
17
Driburg war eine derartige Zerstückelung nicht sinnvoll. Deshalb setzten sich Vertreter des Handels und der Industrie
Anfang der 1920er Jahre zu einer Vereinheitlichung der Systeme zusammen.
In dem 1917 gegründeten "Normenausschuss der deutschen Industrie" wurden diese Ergebnisse in mehreren Normen als
freiwilliger Standard festgelegt.
Im Normenverzeichnis von 1948xxix sind für "Haushalt-Konservengläser" die DIN 5070 - DIN 5076 noch gültig. Diese Normen
wurden im April/Mai 1940 ausgegeben und zwischen April 1958 und 1970 ersatzlos zurückgezogen. Frühere Ausgaben
konnten nicht ermittelt werden, weil der für die Ausgabe der Normen zuständige Verlag keinen Zugang zu den Archivalien
gewährt. Für die dazugehörigen Gummiringe können mit der heute noch gültigen Norm DIN 5083 (03.1978) Einkochringe/
Gummi-Dichtringe für Haushalt-Konservengläser und Konservenflaschenxxx Rückschlüsse auf die Erstveröffentlichung im
Januar 1928 gezogen werden.
Auch in einem „Weck“-Einkochbuch, das von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe in das Jahr 1928 datiert wird, taucht
bei der Darstellung der Gläser erstmals die Bezeichnung DIN auf.
Bild 21: Postkarte zur Einführung der DIN-Normen zum Ende der1920er Jahre
Text: Nein, nur noch Einkochgläser nach Din!! Ich will keinen Ärger mit dem Beschaffen der Ersatzteile haben!
Text auf der Rückseite: In Zukunft stellen alle Fabrikanten Gläser, Deckel und Ringe in gleichen Größen her, sodaß
Ersatzteile immer passen. Verlangen Sie deshalb Einkochgläser nach Din!
Hierzu ein Zitat: (Die Normung ...) geriet den Ingenieuren von VDI und NDI 1928 mit der Ausstellung "Heim und Technik" für
die Hauswirtschaft ins Blickfeld. Ein spezieller Ausschuss Hauswirtschaft legte bis 1929 4 statt 100 Größen von Deckeln,
Gummiringen und Halsabmessungen sowie Größen für Honiggläser etc. fest.xxxi
Da die Zuständigkeiten für die Normung in der Glasindustrie 1948 noch zersplittert waren, finden wir Konservenglasdosen
und andere Industriekonservengläser hier nicht. 1944 werden in der AO II/44 (vgl. Endnote 28) die Herstellung angeordnet
nach
DIN E 6042 Haushaltkonservengläser 5 l Nenninhalt
DIN E 6187 (Juli 1944) Konservenglasdosen
DIN E 6043/1 (Juli 1944) Industriekonservenflaschen 90 cl Nenninhalt
DIN E 6046 (Juli 1944) Industriekonservengläser (Gurkengläser)
und weitere wie Gelee-, Honig- und Milchkonservengläser
In der DDR galten die DIN-Normen zunächst weiter, wurden dort dann aber bis etwa 1957 durch TGL (= Technische
Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen)xxxii ersetzt.
Bis zum Ende der DDR waren für Rillengläser und Industriekonservengläser (INKO) die Halsweiten der DIN weiter gültig.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
18
von Poncet-Glashüttenwerke
Ein Großteil der Glashütten, die Hohl- und Behälterglas erzeugten, befand sich bereits vor 1900 entlang der Neiße im
Bereich des Muskauer Faltenbogens; einer Geländeformation aus der Eiszeit, sowie im Dresdener Raum. Hier gab es mit der
Braunkohle und mit reichen Sandvorkommen die Voraussetzung für den Betrieb von Glasfabriken.
Wie bereits zu Anfang des Artikels angeführt, waren die von Poncet Glashüttenwerke Friedrichshain mit Verkaufsbüro in
Berlin bereits 1894 in Cottbus mit einer Ausstellung von "Conservengläsern" vertreten. Am 16.12.1905 wurden mit Wirkung
vom 01.04.1905 die von Poncet-Werke in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
Der Erfolg der Öflinger Firma mit dem Handel von Einkochgläsern war so groß, dass sie 1911 als Großaktionär Anteile der
Gesellschaft übernahm und ab diesem Zeitpunkt selbst in die Produktion einstieg.
Die „von Poncet“ Glashüttenwerke AG übernahm später in Wiesau (polnisch: Wymiarki) eine Glasfabrik - wahrscheinlich die
" Zylinderhütte" Hadrian & Co Glasfabrik, von 1914-1921 als Hadrian Co, vorm Wild & Wessel´s tätig xxxiii. Die 1887
gegründeten Glashüttenwerke Adlerhütten in Penzig (polnisch: Pieńsk) wurden 1896 in eine Aktiengesellschaft
umgewandelt. Hier wurden die von Poncet Glashüttenwerke AG Friedrichshain Großaktionärxxxiv. Diese Werke produzierten
in großem Maße das Behälterglas für die Einkochgläser.
Von Poncet wurde auch bekannt durch die Herstellung von Wirtschaftsglas, wie z. B. die Glasschütten für Zucker, Salz, Mehl
etc. die wohl ab den 1930er Jahren in den Küchen Gebrauch fanden. 1945 gingen mit der Oder-Neisse-Grenze die Wiesauer
und die Penziger Glashütte in polnische Hoheit über. Das Glaswerk in Friedrichshain wurde 1948 enteignet und produzierte
als VEB Glaswerk Friedrichshain unter dem Markenzeichen "Fried-Glas" weiterhin Konservengläser und Wirtschaftsglas.
1961 als Fernsehkolbenwerk Zulieferer für die DDR-Fernsehproduktion wurde es 1990 stillgelegt.
Das "INKO"-Glas (Industriekonservenglas)
Über das Industriekonservenglas - kurz INKO-Glas genannt -, gibt es kaum Quellenangaben, obwohl der Begriff in der DDR
bis 1990 zum allgemeinen Sprachgebrauch gehörte.
Der Unterschied zum normalen Einkochglas war die Verwendung eines nicht vulkanisierten Gummiringes, der beim Erhitzen
anschmolz und so die Dichtigkeit erzeugte. Dieser Ring war nur einmal nutzbar. In den Haushaltswarenläden konnte man
die Deckel und passenden Ringe zu einem geringen Preis erwerben. Glasdeckel in 3 Weiten wurden rollenweise, zu 25 Stück
in Folie eingeschweißt, angeboten. Auch die Ringe bekam man rollenweise.
Die Hallesche Pfännerschaft hatte bereits 1936 ein Patent xxxvzu einem "Industriekonservenglas" erhalten. Die Abbildung
hierzu ähnelt jedoch nicht den später produzierten Weithalsflaschen. 1940 wird für einen Blechverschluss ein Patent
beantragt, bei dem auf den beigefügten Zeichnungen die typische Form des Glasgefäßes dargestellt ist. Wohl erstmals
taucht diese Form als „Einsiedeglas“xxxvi in einem Katalog der Firma Schreiber & Neffen von 1932 auf.
Bild 22: Industriekonservenflasche mit Darstellung des umgebördelten Blechdeckels
(bei Patenterteilung aber schon aus Schwarzblech (vgl. Endnote 38)
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
19
Um die Standsicherheit beim industriellen Befüllen und spätere Handhabung des Glases zu verbessern erhielten die
Glashüttenwerke in Dresden 1943 ein Patentxxxvii für eine gekörnte Oberfläche des Glaskörpers, wie es auch später
ausgeführt wurde. Diese Gläser hatten am Boden eine Pressmarke mit der Aufschrift:
"NORMALKONSERVE / 90 cl (bzw. 900 CCM) / sowie ein Werkszeichen"
Es sind verschiedene Firmen bekannt, die diese Gefäße herstellten, wie die "Bayrischen Flaschenglaswerke Wiegand und
Söhne GmbH in Steinbach am Wald", die "Wilhelmshütte Bad Driburg" oder unter der Marke "Gerrix" die AG der
Gerresheimer Glashüttenwerke.
Im Freilichtmuseum Lindlar (Rheinland) wird eine derartige Einkochflasche archiviert, bei der auf dem Deckel die
Markenbezeichnung "Weck" und auf dem Bügel die Marke "Weck Haushalt" aufgeprägt sindxxxviii. Da nach eigenem
Bekunden dieser Firma erst wieder ab 1950 in Bonn-Duisburg Glas und erst nach 1960 Industriebehälterglas hergestellt
wird, ist zu vermuten, dass dieses Exemplar im Glaswerk Friedrichshain zwischen 1943 und 1948 hergestellt wurde.
Nach Aussagen des ehemaligen Prokuristen der Nienburger Glashütte, Herrn Godehardxxxix, wurde von der britischen
Militärverwaltung nach 1945 zur Versorgung der Bevölkerung in dieser Glashütte die Herstellung der Konservenflaschen zur
Pflichtproduktion gemacht. Davon abhängig war die Versorgung der Hütte mit der benötigten Kohle.
Offensichtlich wurde die Produktion dieser Glasform vom Reichswirtschaftsministerium über das `Hohlglaskartell´
xlangewiesen. Für die industrielle Konservenproduktion wurde üblicherweise Weißblech verwandt. Stahl und vor allem Zinn
sind im 2. Weltkrieg kriegswichtig und sollten nach Möglichkeit durch andere Materialien ersetzt werden. Bereits im März
1939 wurde ein Verbot für die Verzinnung von Konservendosen erlassen xli. Anfang der 1940er Jahre gab es auch ein
Verbot, Ringe für Einkochgläser aus Gummi herzustellen.
So kommt es, dass als Verschlüsse statt der Weißblechdeckel Glas verwandt wurde, zumindest für den Mehrfachgebrauch
der Gläser in den Haushalten sowie der Einsatz unvulkanisierter Latexdichtringe
Auf den ersten Deckeln sind Pressmarken aufgeführt.
dreizeilig: D.R.W.Z. / INKO / D.R.P. ang. 22.8.43 (Als Variante gibt es auch den 23.8.43)
oder: Wz-DRP angem. 22.8.43 / -INKO- / nur mit dem / INKO-Spezialring / verwendbar.
Bild 23: links Deckel für Industrieeinkochflaschen mit dem Hinweis D.R.P. ang. 22.8.1943
rechts Ausschnitt aus dem Patent DE 843493B für Adolf Radzuhn, Bremen
In den Archivalien des Bundespatentamtes findet sich ein am 22.03.1951 veröffentlichter maschinegeschriebener Brief xlii
für eine Patentanmeldung vom 22.08.1943, in der die Aufrechterhaltung der Anmeldung beantragt wurde. Der Erfinder
wollte ungenannt bleiben. Es war ein Keramikingenieur aus Büderich bei Düsseldorf, der bis 1945 in Dresden wohnhaft war.
Die Patentanmeldung lautete
"Konservierungsverschluss und Verfahren zur Wiederverwendung entleerter Industrie-Konservengläser zur
Haushaltkonservierung"
Ob dies im Bundespatentamt zu einem weiteren Eintrag führte, ist nicht untersucht. Zwischen 1943 und 1948 gab es 3
ähnliche Patentanmeldungen.
Der Erfinder, in der Nähe von sseldorf wohnend, hatte noch Kontakt nach Dresden. Wo diese Deckel jedoch hergestellt
wurden ist wohl nicht mehr nachweisbar; jedoch erwähnt Herr Exner in der Pressglaskorrespondenzxliii für 1946 den VEB
Glaswerk Haidemühl als Hersteller von INKO-Gläsern und -Deckeln.
In der DDR wurden nach diesem Verfahren in den meisten Hohlglas herstellenden Werken, die mit Rotations-
Pressglasmaschinen ausgerüstet waren, Gläser und Verschlussdeckel gefertigtxliv.
Dieser Typ Einkochflaschen hatte eine Öffnungsweite von 54mm. Als flexible Zwischenlage gab es auch passende Ringe aus
Latex.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
20
In der Zeitschrift "Die Glashütte" von Mai 1950 ist folgende Anzeige abgedruckt:
Die hier beschriebenen Konservengläser hatten einen Füllinhalt von 0,9l bzw 0,45l, eine gekörnte Oberfläche und einen
flachen, gerillten Rand. Auch die ersten in Gebrauch befindlichen Deckel hatten im Bereich des Auflagerringes eine
gekörnte Oberfläche.
Wiederzuführung zur Industrie
Die Industriekonservengläser, zur Wiederverwendung in der Industrie mit einem einmal zu gebrauchenden
Weißblechdeckel versehen, der um den Mündungsrand gebördelt wurde, konnten dem Altstoffhandel zugeführt oder mit
oben benannten Glasdeckeln in den Haushalten weiterverwendet werden. In den Ländern der Bundesrepublik war der
Einsatz von Deckeln aus Blech bald wieder gebräuchlich.
Der Altstoffhandel mit Glas war in der DDR bereits 1951 durch eine gesetzliche Anordnungxlv reglementiert, was die Art der
Gebinde und den Ankaufpreis betraf. 1952 wird in einer folgenden AO der Begriff Industriekonservenglas präzisiert.
Angekauft werden Gläser mit 0,3 l, 0,45l und 0,90l; auch mit den Schriftzeichen "H" und "K" (für Kaltkonservierung).
Eine weitere Aufschlüsselung wurde 1955 veröffentlichtxlvi.
Aufgekauft wurden Industriekonservengläser (nach Waren-Nr. 52115140) mit 0,3l, 0,45l und 0,9l mit einer Mündungsweite
von 68mm sowie Weithalskonservengläser mit 0,3l, 0,45l, 0,6l, 0,9l mit einer Mündungsweite von 85mm.
Der Aufkaufpreis lag 1951 bei 0,12 DM / Stück; der Altstoffhändler erhielt für seine Tätigkeit einen Abschlag von 0,05 DM /
Stück.
Bei einem Bruttodurchschnittsverdienst (1949) von 290 DMxlvii war der Aufkaufpreis recht hoch. Dieser Aufkaufpreis wurde
später auf 0,05 DM gesenkt und bis zum Ende der DDR beibehalten.
Während die Produktion der 0,9 l- Behälter gegen Ende der 1950er Jahre auslief, wurden die kleineren Größen weiter
hergestellt und später durch "Universalkonservengläser" ersetzt.
Bild 24: Werbeaufsteller aus Pappe, hergestellt von einer Dresdener Plakat- und Kalenderfabrik, Mitte der 1950er Jahre
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
Bild 25: INKO-
Konservenflaschen nach DIN mit Bodenpressmarken
links: KONSERVE / DIN / 90 cl / OG 15 (Stralauer Glashütte Berlin, um 1950 )
rechts: KONSERVE /TGL 45 cl (VEB Glaswerk Waldau)
Der Phönix-Verschluss
Ab etwa 1968 wurden die im vorigen Abs
Gleichzeitig wurden Frucht-
und Gemüsekonserven vermehrt aus den Balkanstaaten eingeführt, speziell aus Ungarn (siehe
Endnote 43). hrend hierzulande w
ieder die um den Rand ge
die Ungarn den sogenannten „Phönix“-
Verschluss, bei dem ein Spannband um den Rand des Glas
Weißblechdeckel in Position hielt.
Dieser Verschluss wurde 1889 in Frankreich ers
Jahren ebenfalls schon in Gebrauch
(siehe Bild 26)
Da die Mündungsgrößen der Industrieverpackungen denen der früheren Industriekonservenflaschen entsprachen, konnten
diese weiterhin im
Hausgebrauch für Einmachzwecke mit den Inko
Bild 26: links-
Wz. 443264 von 1931. Phönix
rechts-
Ausschnitt aus einem Werbeheft von 1970
21
Konservenflaschen nach DIN mit Bodenpressmarken
links: KONSERVE / DIN / 90 cl / OG 15 (Stralauer Glashütte Berlin, um 1950 )
rechts: KONSERVE /TGL 45 cl (VEB Glaswerk Waldau)
Ab etwa 1968 wurden die im vorigen Abs
chnitt behandelten Konservengläser in der DDR durch Universal
und Gemüsekonserven vermehrt aus den Balkanstaaten eingeführt, speziell aus Ungarn (siehe
ieder die um den Rand ge
bördelten
Deckel aus Weißblech im Einsatz kamen, nutzten
Verschluss, bei dem ein Spannband um den Rand des Glas
es gelegt
Dieser Verschluss wurde 1889 in Frankreich ers
tmals patentiertxlviii
. In Deutschland war dieser Verschluss in den 1930er
(siehe Bild 26)
.
Da die Mündungsgrößen der Industrieverpackungen denen der früheren Industriekonservenflaschen entsprachen, konnten
Hausgebrauch für Einmachzwecke mit den „Inko“
-
Deckeln verschlossen werden.
Wz. 443264 von 1931. Phönix
-Verschluss als „Walkhoff-
Aufreißband“ markenrechtlich geschützt
Ausschnitt aus einem Werbeheft von 1970
der ungarischen Fruchtexportfirma „Globus
chnitt behandelten Konservengläser in der DDR durch Universal“
-Gläser ersetzt.
und Gemüsekonserven vermehrt aus den Balkanstaaten eingeführt, speziell aus Ungarn (siehe
Deckel aus Weißblech im Einsatz kamen, nutzten
es gelegt
war, welches den
. In Deutschland war dieser Verschluss in den 1930er
Da die Mündungsgrößen der Industrieverpackungen denen der früheren Industriekonservenflaschen entsprachen, konnten
Deckeln verschlossen werden.
Aufreißband markenrechtlich geschützt
der ungarischen Fruchtexportfirma Globus“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
22
Während sich ab den 1960er Jahren in Westdeutschland der „Twist-off“ Verschluss etablierte, war dies in der DDR aus
Devisenmangel nicht möglich. Die 1926 von William P. White und seinen Brüdern in Chicago, Illinois gegründete Firma
„White Cap Inc.“ hatte diesen Verschluss in den 1950er Jahren entwickelt. Die Firma expandierte nach England und
Westdeutschland und nach 1960 europaweit im Bereich der EWG.
Die DDR versuchte, schon aus politischen Gründen, nur mit dem englischen Lizenznehmer zu kooperieren. Dies scheiterte
jedoch.
Öffner für Einmachgläser
Die älteste Methode, Einmachgläser wieder zu öffnen, ist bereits 1901 in einem Patent für Johann Weck ersichtlich. Der
Gummiring hatte eine angeformte Lasche, an der am Ring gezogen werden konnte, um Luft ins Glas zu lassen. Nicht immer
führte dies zum Erfolg. So wie es vielfältige Lösungen für den Verschluss der Einkochgläser gab, gab es auch für die Öffnung
die verschiedensten Erzeugnisse. Hier einige Beispiele:
Bild 27: aus einer Händlerpreisliste eines Hannoveraner Großhändlers, undatiert (etwa 1940-42). Hier auch der
Hinweis, sich wegen eines Produktionsverbotes von Gummiringen mit vorhandenen Beständen für die
Marken "Bade" und "Rex" einzudecken
Der in Bild 28 dargestellte Öffner wurde mit minimalem Materialaufwand produziert, weil mit einer Anordnung vom März
1943 ein umfassendes Verbot für die Herstellung von Gegenständen aus Stahl in Kraft trat (RA 1943/60 vom 13.03.1943)
Unter der Rubrik Haushaltsgegenstände betraf dies neben den meisten Küchengeräten auch Einmach- und Sterilisiergeräte.
Bild 28: Öffner (ca. 1943-44) für Einheits-Rillengläser, ausgegeben von der Gerresheimer Glashütte (natürliche Größe)
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
23
Mit DRGM 1524388 hatte die Firma J. Weck & Co. Öflingen i. B. Musterschutz am 09.10.1942 für einen Konservenglasöffner
erhalten. In der Beschreibung wird betont, dass dieser fast ausschließlich aus Holz besteht; auch die Schraube, um den
Druck auf den Einkochglasdeckel zu erzeugen, besteht aus gedrechseltem Holz.
Nach 1945 entwickelten sich in Deutschland zwei Wirtschaftssysteme, die auch Auswirkungen auf die Herstellung der
Konservenglasöffner hatten. In den westlichen Besatzungszonen dominierten die Fabrikate der Firmen Gebr.
Schlingmann aus Bremen und der Firma Becker aus Brilon / Sauerland. Im östlichen Teil Deutschlands war die Fa. Vogt
Metallbau aus Seligen-thal / Thüringen erfolgreich.
Die Firma Schlingmann hatte 1917 ein Patent (DRP 315359) und 1941 ein Gebrauchsmuster (DRGM 1501245) für einen
Öffner mit Drahtschlaufe erhalten. Dem fügte die Firma Becker 1948 eine zweite Drahtschlaufe mit dickerem Draht für
Rillengläser hinzu (DBP 8104768).
Die Firma Vogt hatte auch zwei Bundespatente inne. Zunächst fast vollständig aus Holz produziert und unter der Marke
„Havolit“ vertrieben, kamen ab 1960 Öffner aus Metall der Marke „Havose“ hinzu.
Bild 29: oben: „Gummischützer“ der Fa. Gebr. Schlingmann / Bremen (Anfang 1950er Jahre)
Unten: „Havolit - angemeldet in allen Zonen“, Fa. Vogt / Seligenthal (DBP 821315B von 1948)
Es gibt aber auch andere Beispiele, in der patentierte Ideen in die Praxis umgesetzt wurden. Die in Triebel ansässige Firma
"Hohlglashüttenwerke Hübner & Co." erhielt 1924 eines für eine Lösung, in dem am Deckel zwei ‘Ohren‘ angeformt waren.
Das dazugehörige Nuten-Einkochglas war unterhalb der Mündung etwas oval ausgeformt. Bei richtiger Stellung von Glas
und Deckel konnte man einen Löffelstiel als Hebel ansetzen.
Bild 30: Werbung Für Einkochglas, Marke "Trebam" und Deckel für ein Nutenglas Marke "Trebam" mit seitlichen ‘Ohren‘
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
24
Eine weitere Lösung wurde durch die "Conservenglasfabrik Bott & Co, Frankfurt / Main" nach 1922 realisiert. Im Glasdeckel
befindet sich ein Loch, welches durch eine Lasche aus einem flexiblen Material abgeklebt war. Durch Abreißen der Lasche
konnte Luft in das Glas gelangen und so dieses problemlos geöffnet werden (siehe Bild 31).
Bild 31: Konservenglasdeckel System "Bott" (nach DRP 400988 vom 01.12.1922)
Eine größere Anzahl von Patenten, die teilweise kurios wirken, betrafen den Einbau von Ventilen, von Schrauben oder
Ausnehmungen im Gefäßrand, um mit Münzen, Löffeln und ähnlichen Gegenständen die Gläser zu öffnen. Nachfolgend
zwei Beispiele, die nicht in die Praxis umgesetzt wurden:
Bild 32: links: Schraube als Öffner (DRP 401859 von 1923)
rechts: Ventilkonstruktion (DBP 851159B von 1949)
Andere Materialien
Nicht unerwähnt bleiben soll ein anderer Werkstoff für die Konservierung.
Neben dem Glas wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in großen Stückzahlen Konservenkrüge aus Steinzeug
hergestellt, die fast ausschließlich aus Westerwälder Werkstätten stammten.
Die Steinzeugfirma WEKARA aus Ransbach / Westerwald hatte sich 1901 ein Schutzrecht auf „Krumeichs Konservenkrüge“
eintragen lassen. Auch die aus dem benachbarten Mogendorf stammende Töpferdynastie Ströder fertigte verschiedene
Formen von Einmachkrügen. Während hier salzglasiertes Steinzeug produziert wurde, hat es offensichtlich andere
Hersteller gegeben, die ihre Produkte mit einer hellen Zinnglasur lieferten.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
25
Aber auch Haushaltswarengroßhändler wie die Firma Bade in Hildesheim oder Boehringer in Stuttgart vertrieben das
Westerwälder Steinzeug. In den meisten Fällen wurde das Gefäß mit einem Deckel aus Blech verschlossen. Für die
Mogendorfer Töpferei sind Steinzeugkrüge mit Glasdeckel bekannt.
Bild 33: links: Konservenkrug der Fa. WEKARA aus Ransbach - Krumeich 3/4l, D.R.G.M.
rechts: Zeitungswerbung 1911
Im Lausitzer Raum war es die Muskauer Firma Carl Lehmann, welche Gefäß und Deckel aus Steinzeug herstellte und mit
einer braunen Lehmglasur versah.
Bild 34 links: Einkochkrug aus Muskau mit Bügelverschluss (DRGM 181144 vom 16.07.1902 für Carl Lehmann / Muskau)
Mitte: Trockenstempel: Boehringer‘s Einkochkrug / FAMOS / 1 1/2 Ltr
rechts Trockenstempel: Bade Duplex / (Ge)setzlich Geschützt / 2 Ltr
Anderes Verpackungsglas für Fischkonserven, Marmelade und Gelee oder Honig soll hier nicht weiter betrachtet werden.
Andere Konservierungshilfsmittel bzw. -verfahren
Bis in die 1950er Jahre wurden noch Zubindegläser hergestellt. Diese konnten nicht hermetisch verschlossen werden. Auch
war es nicht in jedem Falle notwendig, aus Obst hergestellte Konfitüren und Gelees derart zu behandeln. Hier bot sich
Zellglas als Verschlussmittel an.
Zellglas oder auch "Cellophan" war 1908 von dem Schweizer Chemiker Jacques Edwin Brandenberger entwickelt worden
und wurde zuerst ab etwa 1914 in Frankreich produziert. In Deutschland beschäftigte sich die Chemische Fabrik Kalle & Co
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
26
AG (gegr. 1869 in Wiesbaden / Biebrich) in den 1920er Jahren mit der Cellulosegewinnung und ließ sich u.a. 1929 auf die
Herstellung von künstlichen Wursthüllen ein Patent erteilen. Neben anderen Produkten stellte sie für den Hausgebrauch
Einmachfolien her.
Andere Firmen wie etwa die Marke "Heliozell" der Firma Feldmühle oder "Frauenlob" folgten mit ihren Produkten.
Bild 35: Einmachfolie der Firma Kalle (Packung Mitte 1930er Jahre)
Eine weitere Lösung war die Verwendung von Salizylsäure. Diese wirkt keimhemmend und wurde ab den 1920er Jahren als
Konservierungsmittel eingesetzt. Dies ist heute nach den Vorschriften des Lebensmittelrechtes verboten wegen vermuteter
Gefahr für die Gesundheit.
Die Firma "Frauenlob" aus Bonndorf im Schwarzwald brachte ein mit Salizylsäure versetztes Pergamentpapier heraus.
Die "Reese-Gesellschaft m.b.H."xlix aus Hameln war eine Nährmittelfabrik, in der um 1910 neben Farben, Seifen,
Backzutaten auch Backpulver hergestellt wurde. Diese Firma brachte ein Produkt auf den Markt, das vor dem Zubinden auf
ein Cellophanblättchen gegeben, das zu konservierende Obst abdeckte.
Die Firma WEGNER & CO. KG aus Dortmund brachte 1934 unter der Bezeichnung "Friko" ein ähnliches Produkt auf den
Markt.
In den Rezepten der Reese-Gesellschaft wird auf die Bedeutung des Pektins für die Gelierfähigkeit des Obstes hingewiesen.
Hierzu hatte eine Lebensmittelfirma aus Köln ab 1928 eine Lösung geschaffen mit der Herstellung von Obstpektin aus
Äpfeln. Daraus entstand das Kunstwort und die Marke "Opekta" der danach benannten Opekta GmbH (s. wikipedia.de).
Bild 36: Anleitung für den Einsatz von Reese-Salizyl (undatiert)
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
27
Bild 37: links: „Opekta“-Werbung in Form eines Nähnadelsets, rechts: Gebrauchsanweisung
Zuletzt soll noch auf eine andere Methode hingewiesen werden, das Eindosen. Wie eingangs erwähnt, war das
Haltbarmachen in Konservendosen seit etwa 1813 in Gebrauch. Ab 1889 gab es automatische Dosenverschlussmaschinen.
In den nächsten Jahren wurde über Warenhäuser die Konserve einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Das Eindosen
im Privathaushalt war eine ebenso gängige Methode, wie das Einkochen in Gläsern. Auch hier waren verschiedene Geräte
im Einsatz. Noch im Januar 1945 (18.01.1945) wird mit AO 29/44 vom 11. 12.1944 geregelt, dass bestimmte Betriebe
Konservendosen nach DIN herstellen dürfen.
Bild 38: Links- Broschüre zum Gebrauch einer Dosenverschlussmaschine aus Nürnberg (die „Hammonia-Metallwarenfabrik
Wilhelm Rost“ aus Hamburg, Bramfelder Str 56-58, hatte für diese Konstruktion mit DRGM 1358977 im Jahr 1935
Schutzrechte erworben und vertrieb diese unter der Marke „Hummel“)
Rechts Zeitungsinserate von zwei Firmen mit größeren Konstruktionen (Mitte 1930er Jahre)
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
28
Verschiedene Verschlussmaschinen hatten eine Möglichkeit, die Dosenränder zu beschneiden, so dass diese mehrfach
verwendet werden konnten, während der Deckel mit dem umgebördelten Rand nur einmal verwendbar war. Auch hier gab
es Lösungen wie z.B. mit „Bauer´s Dauerdose“. Im Deckel ist ein Gummiring integriert und eine Gummikappe auf einem
Dampfauslassstutzen wirkt wie ein Ventil (siehe Bild 39). Später kam eine weitere Lösung hinzu, bei der Dose und Deckel
mit einem Spannring verschlossen wurden. Ein dünner Gummiring sorgte hier für die Dichtigkeit. Diese Dauerdosen wurden
unter anderem von der Firma Reese vertrieben. Die Marke „Silidur“ ist heute noch im Handel erhältlich.
Bild 39: „Bauer´s Dauerdose Pat.angem.“; für einen Schraubverschluß mit 3-gängigem Gewinde erhielt die Firma Müller &
Bauer KG, Blechdosenfabrik, aus Metzingen / Württemberg 1950 Patentschutz (DBP 815752)
Kosten für die Eintragung von Erfindungen beim Patentamt
Bild 40: Ausschnitt aus dem „Patentblatt“ vom Nov. 1923 mit Gebührenordnung
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
29
Im Brockhaus Konversationslexikon von 1896 ist eine Statistik enthalten, wie viele Patente ab 1877 eingereicht und auch,
wie viele kurz nach Anerkennung wieder gelöscht wurden, weil die Inhaber die fälligen Gebühren nicht entrichten konnten
oder wollten. Diese Quote lag bei etwa 35%. Als Anmelde- und Bearbeitungsgebühr waren innerhalb von 6 Wochen 50
Mark zu zahlen und jedes Jahr darauf weitere Gelder. Im Laufe der Schutzfrist von 15 Jahren waren insgesamt 5300 Mark zu
entrichten. Da die Deutsche Mark bis 1918 eine auf Gold basierende Courantwährung war, entsprach diese Menge etwa 1,8
kg Feingold.
Bis 1945 wurden im Deutschen Reichspatentamt über 850000 Patente und über 1,5 Millionen Gebrauchsmuster registriert.
Da die Sichtung nicht allein von den dort beschäftigten Beamten geleistet werden konnte, hatten sich schon frühzeitig
außerhalb Anwälte als Patentanwälte darauf spezialisiert. Für diesen Kundenkreis und andere Interessierte wurde
periodisch eine Zusammenfassung erstellt und im „Patentblatt“ publiziert. Eine Ausgabe aus der Zeit der Hochinflation im
November 1923 zeigt die Gebühren zu dieser Zeit an. Bemerkenswert ist der Vorsatz zu den Gebühren, der hier mit
„Milliarden“ angegeben wird.
Anmerkungen
Nachfolgend in den Endnoten:
RA 19XX/XX = Deutscher Reichsanzeiger, Jahrgang + Ausgabe; Der Deutsche Reichsanzeiger kam bis 1945 täglich außer sonntags
heraus und beinhaltete alle offiziellen Benachrichtigungen des Deutschen Reiches: In der Beilage des Zentralhandelsregisters
des Deutschen Reiches wurden Bekanntmachungen zu Handels-, Genossenschafts-, Zeichen-, Muster- und Börsenregistern
erfasst, ebenso wie Patente, Gebrauchsmuster usw.
Das Warenzeichenregister: Beim Patentamt geführtes Register, hier in der Fassung des Reichsgesetzes vom 14. Mai 1894 In
dem neben Bildmarken auch Wortmarken erfasst werden.
Patente und Gebrauchsmuster: Die Patente und Gebrauchsmuster wurden für eine bessere Übersicht in Klassen eingeteilt (z.B.
Klasse 53: Aufbewahrung und Erzeugung von Lebensmitteln; Kasse 64: Schankgerätschaften). Ab dem 01.Juni 1900 wurde
dieses System durch beigefügte Buchstaben weiter untergliedert. Während des II. Weltkrieges wurden große Teile der
Patentunterlagen aus Berlin nach Schlesien ausgelagert. Bei Kampfhandlungen verbrannten dort große Teile. Unterlagen zu
Gebrauchsmustern sind erst ab etwa 1934 überliefert.
Im Brockhaus Konversationslexikon von 1896 ist eine Statistik enthalten, wie viele Patente ab 1877 eingereicht und auch, wie
viele kurz nach Anerkennung wieder gelöscht wurden, weil die Inhaber die fälligen Gebühren nicht entrichten konnten oder
wollten. Diese lag bei etwa 35 %. Als Anmelde- und Bearbeitungsgebühr waren innerhalb von 6 Wochen 50 Mark zu zahlen und
jedes Jahr darauf weitere Gelder.Im Laufe der Schutzfrist von 15 Jahren waren insgesamt 5300 Mark zu entrichten. Da die
Deutsche Mark eine auf Gold basierende Courantwährung war, entsprach diese Menge etwa 1,8 kg Feingold (nach heutigem
Wert 77800 €; aber Vergleiche können stark hinken).
Für Gebrauchsmuster galt ein Gesetz vom 01.06.1891; eine Anmeldegebühr war mit 15 Mark angesetzt und für 60 Mark wurde
ein Schutzrecht für 3 Jahre ausgesprochen. Für Verlängerungen wurden jeweils 60 Mark fällig, die das Patentamt als Entgelt
bekam.
i Der britische Kaufmann Peter Durand hatte am 25.08.1810 ein Patent auf Konservendosen aus Blech erhalten, 1813 wurde die erste
Konservenfabrik durch die Briten Donkin und Hall eröffnet, die die britische Armee belieferten.
ii DRP 60689 - Abnehmbare Verschlußbefestigung für Gefäße, für Albin Lasch, Löbau (01.05.1891); CH 4830
Flaschen-und Büchsenverschluß, für Glashüttenwerke Adlerhütten, Penzig (22.12.1893). Deutsches Gegenstück nicht auffindbar
iii Deutschlands Glasindustrie-Adressbuch sämtlicher deutschen Glashütten, Verlag die Glashütte Dresden, (1907; Standort Harvard-
Universität)
iv Preisliste der Aktien-Gesellschaft für Glasindustrie vorm. Friedr. Siemens, Dresden 1914
v Technikgeschichte, Band 65 (1998) Heft 3, vom VEREIN DEUTSCHER INGENIEURE, Dr. P. Franke
zitiert werden die DRP 58602, 59915, 60816, 156470,178594, 190086
vi Patent DRP 56715 - Verschluss für Einmachgläser, vom 14.Oktober 1890, ausgegeben am 25.Mai 1891 für
Dr. Alfred Stelzner, Wiesbaden
vii Das Patent DRP 66898 wurde am 23.04.1892 beim Kaiserlichen Patentamt angemeldet, im Deutschen
Reichsanzeiger 1892/306 vom 27.12.1892 veröffentlicht und am 01.02.1893 durch die Reichsdruckerei
ausgegeben. Der Schutz wurde rückwirkend ab dem 24.04.1892, einem Sonntag, erteilt.
viii Albert Hüssener war Direktor der Actien-Gesellschaft für Kohlendestillation in Bulmke bei Gelsenkirchen (nördlich des Gelsenkirchener
Hauptbahnhofes, heute im Stadtteil Bulmke-Hüllen von G..). Hüssener übernahm das Patent (RA 1894/64 vom 15.03.1894) und reichte
am 21.02.1894 einen Zusatz zum Patent beim Kaiserlichen Patentamt ein (RA 1894/129 vom 04.06.1894)
ix Johann Weck betrieb zusammen mit dem Kaufmann Carl Hufeisen einen Handel für Haushaltswaren(?).
Nach der Wohnortsverlagerung nach Öflingen / Baden wurde die Firma am 11.02.1898 aus dem Essener Handelsregister (Nr. 1333)
gelöscht. RA 1898/43 p.15
x Die Abbildung ist einer Zeitschrift "Das Hausgerät - vormals die Porzellan- und Glashandlung" Febr. 1942 entnommen (Stadtmuseum
Cottbus)
xi Georg van Eyck (Lebensdaten siehe Wikipedia.de) war ein aus Emmerich am Niederrhein stammender Händler für Haushaltswaren, der
bereits Ende der 1890er Jahre größeren Erfolg mit dem Vertrieb der von J. Weck angebotenen Einkochgläser erzielt hatte. Nachdem
auch
er nach Öflingen verzogen war, war er zunächst Kompagnon in der Fa. J. Weck und Co. Die Umwandlung in eine GmbH mit 150000 RM
Stammkapital, welches von beiden Partnern zu je 50 Prozent eingebracht wurde (RA 1901/7 p.11 vom 09.01.1901) erfolgte
am.29.12.1900. Beide besaßen Einzelprokura außer bei Fragen zu Patenten.
xii Alte Glashütten in Westfalen (wiki-de. genealogy.net)
xiii laut Aussage des Historikers und Prokuristen der Firma J. Weck GmbH & Co KG, Herr Jürgen Mengel
xiv Patente CH 24440 vom 03.08.1901 Einrichtung zum Sterilisieren von Nahrungsmitteln und DRP 154731
Verschluß für Sterilisiergefäße, Konservenbüchsen. u. dgl. vom 16.07.1903 für J. Weck G.m.b.H.
xv RA 1900/143 (vom 18.06.1900) Erteilung Gebrauchsmuster am 23.05.1900 Kl. 53 Nr. 135600 - für Sterilisiergefäße dienender, aus
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
30
elastischem oder weichem Material bestehender Dichtungsring mit über dem Deckel hervorragender, einen Griff bildender Öse für
Johann Weck (W.9937)
xvi RA 1902/304 vom 29.12.1902: Gebrauchsmuster ab 10.11.1902 für Kl. 53b Gebrauchsmuster 189446 und
189678 - Klammern zum Entlüften ....
xvii wikipedia.de: Einmachglas; Verweis auf Museum für Gestaltung, Zürich
xviii Beipackzettel für Gerrix-Rillengläser
xix Ball Corporation / en.m.wikipedia. org)
xx Gebrauchsmustereintrag Kl. 64a Nr 271137 - Gefäßverschluß (RA 1905/55 vom 17.05.1905)
xxi Glashütte Haidemühl in: „Zur Entwicklung der Glasindustrie im Bezirk Cottbus“ (Pressglas-Korrespondenz pk-2001-5w-6)
Die Entwicklung des Pressblasverfahrens ist in Artikeln in der Pressglas-Korrespondenz abgehandelt (pk-2008-3w-kutzscher-
Flaschenblasmaschine (pk-2015-1w-springer-glastechnik-1925 mit Abbildungen der Maschinen)
xxii DRP 579071 vom 16.06.1933 (Fa. Peter Franken, Düsseldorf) - Einrichtung zum sterilen Verschließen
von Einmachgläsern.
xxiii Markenschutz wurde erteilt mit Nummer 43688 für die Schönborner Glasfabrik Johannhütte Ernst Jähde und Adolph Hübner in Schön-
born bei Dobrilugk für Gläser aller Art außer Kindersaugflaschen (RA1900/130) sowie mit Nummer 45495 für die Oberlausitzer Glashüt
tenwerke Schweig & Co. Weißwasser für gläserne Konservenbüchsen mit Patentverschluß und Hohlglaswaren (RA 1900/246)
xxiv RA 1899/184 p.9 (vom 07.08.1899): Erteilung Gebrauchsmuster am 06.07.1899 Kl. 53 Nr. 119397 für Kinder
dienende Milchflasche mit breitem, glatten zur Aufnahme und Abdichtung des Sterilisierverschlusses geeigneten Rande. für Johann
Weck (W.8743)
xxv Die Einkochdose, oder auch Konservenglasdose genannt, wurde mit DRGM 1408330 am 15.05.1937 dem Ulmer Bürger Josef Wick als
Gebrauchsmuster zuerkannt. Die "Glastüte" wurde mit DRP 767493 für Josef Wick mit Wirkung vom 03.04.1941 patentiert gemäß VO
vom 12.05.1943 (RGBl II, S.150) und erst am 03.07.1952 bekanntgemacht.
xxvi Anordnung II/44 des Produktionsbeauftragten für Glas des Reichsministers für Rüstung und Kriegsproduktion über die Herstellung von
Konservenglas vom 07.06.1944 (RA1944/129 vom 09.06.44)
xxvii Die Glashütte, Zeitschrift für die Glas- Email- und Keramische Industrie, Dresden, Heft 6 vom 15.12.1949
xxviii Bremer Gummiwaren-Fabrik H. Lahl & Co. Bremen; Eingetragene Schutzmarke "Haelco"
xxix Normblattverzeichnis des Deutschen Normenausschusses (DNA) Berlin, Sept. 1948, Gruppe VII Einkochgläser in "Die Glashütte" Heft 4,
Sept.1948
xxx frühere Ausgaben der DIN 5080 beziehen sich auf die DIN 4571 (01.28 + 07.39), DIN 4572 (01.28; 10.32; 12.63) und DIN 5050 (07.43;
12.56; 12.63)
xxxi Jürgen Bönig: Die Einführung der Fließbandarbeit bis 1933 (Sozial- u.Wirtschaftsgeschichte, Bd 1; 1993, S.163)
xxxii Kurz nach Gründung der DDR setzte der Staat dem DNA das "Deutsche Amt für Material- und Warenprüfung" (= DAMW) entgegen
(2.Durchführungsbestimmung vom 16. 02.1950, GBl 1950, S.136 zur VO zur Verbesserung der Qualität vom 24.11.1949, Gbl1949, S.73)
xxxiii Jochen Exner, Glashütten und Glaswerke in der Lausitz und im ostelbischen Raum , in Pressglas-Korrespondenz, pk-2001-5-5
xxxiv Angaben nach verschiedenen Auktionshäusern für historische Wertpapiere (dwalide.de; Antiquariat schöne Aktien; gutowski.de)
xxxv Seit dem 10. Jhd war die Gewinnung von Speisesalz in Halle / Saale von einer Salzsiedergenossenschaft (= der Pfännerschaft) betrieben
worden. 1912 als AG umfirmiert, besaß die Pfännerschaft Kohlebergwerke im Halleschen Raum und Glashütten in Senftenberg und
Großräschen, 1926 mit der Mansfeld AG (Kupfergewinnung aus dem Mansfelder Kupferschieferabbau) verschmolzen. Hier: Patent
DRP 683992 vom 31.12.1936, veröffentlicht 26.10.1939
xxxvi Musterbuch Fa. Schreiber und Neffen 1932, Tafel 45. in pk 2003-4-13/013
xxxvii DRP 743880, veröffentlicht 11.11.1943 - Konservenglas, Inhaber: Aktiengesellschaft für Glasindustrie vorm. Friedr. Siemens in
Dresden.
xxxviii Portal Alltagskulturen im Rheinland, Sammlung LVR-Freilichtmuseum Lindlar, Inv.Nr: 2006-1179/1-12
xxxix Katalog Glas- und Flaschensammlung Werner D. Godehard
xl Nach dem Erlass eines Gesetzes über Errichtung von Zwangskartellen vom 15.07.1933 (RGBl I, S.488) war die gesamte Wirtschaft des
Deutschen Reiches gezwungen, für ihren Wirtschaftsbereich Kartelle zu bilden. Im Glasbereich gab es das Flaschen- und das Hohlglas-
kartell. Dem "Kartell der Deutschen Hohlglasindustrie" mit Sitz in Dresden gehörten mit Stand 05.12.1934 (Adressbuch der Glasindu-
strie, Coburg 1936, S. 609- 613) 162 Glashütten an. Zweck dieser Kartelle war die Regulierung des Preissystems, der Absatzmärkte, somit
Ausschaltung von Konkurrenz; und die Steuerung von Belieferung mit Rohstoffen. Am 18.03.1939 (RA 1939/67 v. 18.03.39) wird eine
Anordnung erlassen, was unter der Warenart Konservenglas zu verstehen ist. Die Hersteller dieser Warenart werden am 23.02.1940
vom Reichswirtschaftsministerium mit einer Anordnung aufgefordert, mit der Bildung einer "Gemeinschaft Hohlglas" dieser Gruppe
beizutreten. Als Vertretung dieser Gemeinschaft wurde die "Glas-Treuhand GmbH" bestimmt mit Sitz in Berlin. Mit der "Anordnung über
die Gemeinschaft Hohlglas vom 13.11.1942" (RA1942/270 v. 17.11.42) wurde die Treuhandgesellschaft umfirmiert. Unter §2 –Aufgaben
wurde neben den oben beschriebenen Regelungen auch die gemeinsame Nutzung von Schutzrechten vorgegeben (RA 1940/47
vom 24.02.40). In gleicher Ausgabe des Reichsanzeigers ist ein Erlass zu den seit August 1939 eingeführten Lebensmittelkarten abge-
druckt. Danach war nach Pkt. 3 die Möglichkeit eingeräumt, als Ersatz für 250g Nährmittel Konserven, Trockenpflaumen oder Kondens-
milch zu beziehen. Ende 1940 musste eingeräumt werden, dass die Bevölkerung nicht ausreichend mit Konserven versorgt werden kann
und diese wegen der Verwendung von Schwarzblech nicht lange haltbar waren. Eine Lebensmittelkarte zum Bezug von Obst- und
Gemüsekonserven wurde eingeführt für Städte über 35000 Einwohner und für industrielle Ballungsräume.
(Erlass über Ausgabe von Gemüse- und Obstkonserven in RA 1940/286 vom 05.12.40)
xli Bereits ab 1937 gab es in der Hohlglasindutrie Einschränkungen mit Verboten, neue Fertigungslinien auf zubauen bzw. diese zu erwei-
tern. Per Anordnung wurde Im Jahr 1939 die Herstellung von Konservengläsern als wichtiger Wirtschaftsartikel deklariert. Diese durften
fernerhin gefertigt werden. Mit der AO 39a der Reichsstelle für Metalle vom 09.03.1940 (RA 1940/62 vom 13.03.40) wurde ein Verbot
erlassen, Gegenstände mit Zinn zu belegen. Konservendosen aus Blech wurden explizit benannt.
xlii DEPATISnet Recherche: DE000P0019736DAZ
xliii Jochen Exner, Glashütten und Glaswerke in der Lausitz und im ostelbischen Raum ..., in Pressglas-Korrespondenz, pk-2001-5-5
xliv Dietrich Mauerhoff - Die INKO-Gläser der DDR- Industrie in Pressglas-Korrespondenz pk-2003-1-2,
xlv Preisanordnung Nr. 154 vom 24.05.1951 - Verordnung über Festsetzung von Höchstpreisen für gebrauchtes Getränke- und Ver-
packungsglas Gesetzblatt DDR (Gbl Nr.65 S.508 vom 31.05.1951)
xlvi Preisanordnung (PAO) Nr. 424 vom 14.07.1955; (GBl Teil I Nr. 60 vom 23.07.1955, S 495)
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
31
xlvii www.statista.de
xlviii Quelle sha.org- closure types. Sha. Org ist eine US-amerikanische Archäologieseite, die sich mit dem Hohlglas in den USA beschäftigt.
xlix Diese Firma war großer Konkurrent des Bielefelder Apothekers Dr. August Oetker, der seit 1891 ebenfalls Backpulver in Tüten anbot.
Einem Artikel in der Zeitschrift "Der Spiegel - Nr. 51/1957 vom 18.12.57 mit dem Titel OETKER - Der Puddingprinz" ist folgendes Zitat
entnommen:
"1912 war noch nicht entschieden, wer künftig Deutschlands größter Backpulverhersteller sein würde, Oetker oder die Hamelner Firma
Reese. Dr. August Oetker löste das Problem, indem er den Reese-Gesellschaftern ihre Kapitalanteile abkaufte, bis die Firma ihm ganz
gehörte. Offiziell als Konkurrenten auftretend, wird z.B. das gesamte Verpackungsmaterial für Reese in der Oetkerschen Druckerei
hergestellt."
Die Herangehensweise war ähnlich der der AG "Adlerhütten"Penzig und der J. Weck GmbH & Co KG. Der Glashütte wurden die eigenen
Marken belassen und die Öflinger Firma lenkte im Hintergrund (vgl. auch Endnote 32). Die Aktiengesellschaft Adlerhütten Penzig
siedelte nach Verlust ihres Glaswerkes auf der polnischen Seite 1949 nach Fürstenhagen bei Kassel um. 1951 in eine GmbH umgewan-
delt, verschmolz diese Firma mit der Firma J. Weck GmbH & Co. KG 1958 (Quelle: Erläuterung zu einer Aktie der "Adlerhütten";
Auktionshaus Benecke & Rehse)
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
32
Allgemeine Vorbemerkungen zum Katalogteil
Die angeführten Warenzeichen und Beschreibungen stellen einen Arbeitsstand dar. Die Markennamen sind zunächst in
alphabetischer Reihenfolge aufsteigend aufgeführt. Abweichungen können auftreten, wenn die Seiten dadurch besser
ausgefüllt werden.
Exemplare, die eindeutig einer bestimmten Region in Europa zugeordnet werden können, werden zusammengefasst und
dort beschrieben. Dies gilt auch bei deutschen Glasgroßhändlern bzw. Glashütten, bei denen mehrere Marken einem
Emittenten zugeordnet werden können.
Die auf den (Glas-)Deckeln enthaltenen Namen sind Werbung für den Herausgeber und Schutzmarke gegenüber Nach-
ahmungen zugleich. Hierfür haben die Länder Europas unterschiedliche Regelungen erlassen. Für Deutschland gilt im
betrachteten Zeitraum ab 1895 das beim „Reichspatentamt“ und nach 1945 das beim „Deutschen Patent- und Markenamt“
geführte zentrale Warenzeichenregister. Da nach deutschem Markenrecht erst seit 1967 ein Eintragungszwang gilt, können
viele Herausgeber von Haushalts-Konservengläsern nicht mehr ermittelt werden.
Die Abbildungen bei einzelnen Firmen (z.B. Adlerhütten, Siemens u.a.) sind nach vermuteten aufsteigenden Zeiträumen
sortiert. Eine besondere Datierung nehmen Deckel deutscher Firmen ein mit Marken, bei denen zusätzlich oder nur zwei-
oder dreistellige Ziffern in einem Quadrat vorhanden sind. Ab 1934 wurden in Deutschland Sortimente von Glaswaren den
Glashütten vorgeschrieben und mengenmäßig kontingentiert. Von etwa 1938 - 1945 waren die Hütten, die Einkochgläser
herstellen wollten, verpflichtet, sich eine Genehmigung dafür einzuholen. Die Zahl gibt die Nummer der jeweiligen
Glashütte an. Nach einer Anweisung des deutschen Reichskriegsministerium von 1944 durften Eigenmarken nur noch
verwendet werden, wenn private Händler mindestens 500000 Stück und Glashütten mindestens eine Million Gläser pro
Jahr produzierten und absetzten. Die Zuteilung dieser Kennzeichennummer erfolgte auf Antrag durch die Geschäftsführung
der Wirtschaftsgruppe Glasindustrie, die ab 1943 dem Reichskriegsministerium unterstellt war. Ein Dokument mit einer
kompletten Aufstellung der beteiligten Firmen wurde bisher nicht gefunden.
Randgestaltung und Öffnungsgrößen
Haushalt-Einkochgläser werden nach der Form ihrer Ränder unterschieden in Flachrand-, Massiv-, Nut-, Rillen- und
Rundrandgläser. Daneben gibt es noch weitere Formen wie Schraub-, Bügel- oder Bajonettverschluss. Die Öffnungsweiten
der Gläser können dabei stark variieren. Für deutsche Einkochgläser, die nach Industrienorm (DIN) hergestellt wurden,
galten seit etwa 1928 festgelegte Größen. Ab Frühjahr 1940 bzw. 1944 waren folgende Nenndurchmesser festgeschrieben:
Flachrandgläser = 90, 120 und 155mm (Innendurchmesser der Glasöffnung: 65, 90 bzw. 140mm)
Vollrand- (Massivrand-)gläser = 95, 110 und 145mm (Innendurchmesser des Deckels = Nenndurchmesser)
Nutengläser: = Form wie Massivrand; hier pauschal geführt bei Nenndurchmesser kleiner 95mm
(Nutengläser sind in den DIN-Normen von 1940 nicht mehr aufgeführt)
Rillengläser = 95mm (Innendurchmesser der Glasöffnung: 85mm)
Industriekonservenflaschen = „INKO“, 68, 84 und 106mm (Innendurchmesser der Glasöffnung 52, 68 und 85mm)
Glaskonservendosen = sind Gläser mit Schraubgewinde und Blechschraubring, mit Deckeln aus Glas oder
Blech
Eine unbekannte Anzahl von Einkochgläsern, die den Normvorgaben nicht entsprachen und für die keine Gummiringe mehr
geliefert werden konnten, sind wohl seit Jahrzehnten vernichtet.
Verwendete Abkürzungen
Kürzel für Mündungsausführung des Behälters: Fl = Flach-o. Schleifrandglas; M = Massiv- oder Vollrand; N = Nutenglas; R =
Rillenglas; Ru = Rundrandglas; Bü = Bügelverschluss; so = sonstige Randgestaltung
D = Innendurchmesser des Deckels bei Massiv-und Nutengläsern; Behältermündung bei Flachrandglas
D (Halsweite) = Innendurchmesser der Behältermündung bei Bügelgläsern und Steinzeug
GH, H = Glashütte (soweit bekannt); Herausgeber (soweit bekannt)
RWZR; Wz. = Reichswarenzeichenregister; eingetragene Warenzeichen (bis 1945)
RA/…/… = Deutscher Reichsanzeiger/ Jahr/ Ausgabe
(T); (M); (H) = Nachweis in den Sammlungen Tiemann, Müller, Hartmann
Menke = Heinz Menke, Direktor und Leiter der Abt. Hohlglas in der AG der Gerresheimer Glashüttenwerke hatte
eine Liste mit Markennamen erstellen lassen in der, soweit bekannt, die Hersteller (Glashütten) sowie
der Auftraggeber (Händler) verzeichnet waren sowie eine Reihe von Namensvorschlägen für neue
Marken. Diese Liste mit sieben Schreibmaschinenseiten ist datiert auf den 21.05.1942. Die Liste konnte
bei Abrißarbeiten der Gerresheimer Glashütte geborgen werden.
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
33
Alphabetische Auflistung
A-Glas / A. Anthes / A.Bertuch
Abb. A 1 Abb. A 2 Abb. A 3
Abb. A 1 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift RILLENGLAS; mittig in Doppelkreis ein A
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0684, 0999;(M) 0291; →(H) A 01
Abb. A 2 H: Fa. Anton Anthes, Alzey
Anton Anthes verstorben 24.09.1902, Fortführung des Geschäftes durch die Söhne Philipp und Karl Anton; Philipp
verstorben 15.10.1931, Nachfolger im Geschäft die Schwestern Eva und Magdalena nach 1937)
Deckel: 2- zeilig Schrift A. ANTHES / ALZEY, darüber im Dreieck 3mal A
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: RA 1902/234 p.10 v.04.10.1902; RA 1937/100p.11 v. 04.05.1937; (T) 0729; (M) 6559
Abb. A 3 H: Fa. A. Bertuch, Berlin Mohrenstr. 59 (Klempnerei und Magazin für Haus- und Küchengeräte)
Wz. 57733, Marke ab 1903
Deckel: Umschrift (Stern) A. BERTUCH (Stern) BERLIN W.8.
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: RWZR; (H) B 09
A. Kalla
Abb. A 4 Abb. A 5
H: Anton Kalla: Erzgebirgische Fischkonserven-Groß-Industrie Schmiedeberg, Regierungsbezirk Karlsbad, Fischkonserven,
hauptsächlich Blechdosen, ab 1888; „Kalla“-Fischkonservenfabriken in Oderberg in Schlesien, Temesvar und Konstanza in
Rumänien sowie eine Handelsniederlassung in der Prager Innenstadt.
Abb. A 4 Deckel: Zwei Fische auf einem Netz, Schrift A. Kalla
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: http://komotauarchiv.de/die-fischkonservenfabrik-kalla.html -; (T) 0715; (M) 6471
Abb. A 5 Zeitungsanzeige der Fa. Kalla
Nachweise: (T)
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
34
A.B. Alsterbro / A B. Flygsfors / A.B. Idesjö / A.B. Målerås / A.B. Garanti / A.B.L. GARANTI
→ siehe unter Skandinavien
ABO
→ siehe auch unter „Bott“
ABO / Achenbach
Abb. A 6 Abb. A 7 Abb. A 8
H: Glasfabrik und Glasraffinerie Anna Bose, Bad Driburg (Press-, Hohl-, Wirtschafts- und Verpackungsglas)
1930: Fa. Anna Bose, Bad Driburg, Langestraße 92 (Inh.: Josef Bose und Frau Therese Bose, beide in Detmold) Hohlglas,
Preßglas. Gegr. 1867.
Wz. 377344, Marke ab 1927
Abb. A 6 Deckel: innerhalb eines Perlkreises in Perlkreuz Schrift - ABO (kreuzweise)
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: RWZR; Adressbuch Deutschlands Glasindustrie 1930-31; (H) A 05.2
Abb. A 7 Variante zu Abb. A 6l: innerhalb eines Kreises Umschrift (Perlraute) ABO (Perlraute) ABO
Form: N + M; D= 75 mm, 95 mm
Nachweise: (M) 6139; (H) A 05.1
Abb. A 8 GH und H bisher unbekannt
Deckel: 3-zeilig Schriftzug Achenbach / Garantie / 95 mm
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) A 06
ADA /Alleen Bruikbar
→ siehe unter Beneluxstaaten
Albi
→ siehe unter Frankreich
Adel / adina
Abb. A 9 Abb. A 10 Abb. A 11
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
35
Abb. A 9 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift ADEL / KONSERVENGLAS, mittig Signet AK, darunter 95
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 4156
Abb. A 10 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift RILLEN / GLAS, mittig Kontur eines Hauses mit Schrift adina
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0680; (H) A 28.2
Abb. A 11 Variante zu Abb. A 10
Deckel: Umschrift MASSIV / RAND
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6167
Adlerhütten (ADLER / AGA / Ideal / PERFEKT / PROGRESS / STRATEGE / UNIVERSAL)
Abb. A 12 Abb. A 13 Abb. A 14
Abb. A 15 Abb. A 16 Abb. A 17
Abb. A 18 Abb. A 19 Abb. A 20
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
36
Abb. A 21 Abb. A 22 Abb. A 23
Abb. A 24 Abb. A 25 Abb. A 26
Abb. A 27 Abb. A 28 Abb. A 29
Abb. A 30
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
37
GH und H: Glashüttenwerke Adlerhütten H. Mayer & Co., Penzig / Schlesien (heute Piensk /Polen; gegr. 1887)
Ab 02.12.1896 umfirmiert in Aktiengesellschaft Glashüttenwerke „Adlerhütten“
(Produktion von Medizinglas, später Erweiterung auf Hohl-, Press- und Schleifglas; größte von 5 Glashütten in Penzig (1200
Arbeitnehmer), in den 1940er Jahren Aktienmehrheit von Fa. J. Weck GmbH); 1945 enteignet und unter polnischer Kon-
trolle; 1949 Sitzverlegung nach Fürstenhagen bei Kassel, 1951 Umwandlung in GmbH und 1958 in der Fa. J. Weck GmbH &
Co KG aufgegangen)
Abb. A 15 „Perfekt“
Deckel: Umschrift PERFEKT / GEBRAUCHSMUSTERSCHUTZ, im Feld Schriftzug D.R.P. 60689
Form: Bü, D = 70 mm
Nachweise: (H) A 08.16 var.
ohne Abb. Variante zu Abb. A 15: statt D.R.P. 60689 der Schriftzug PATENT
Nachweise: ebay.de (Verkäufer: vintage_retro_style, Okt 2021)
Abb. A 16 Variante zu Abb. A 15
Deckel: 2-zeilig PERFEKT / D.R.G.M.
Form: Bü; D = 70 mm
Nachweise: (H) A 08.16
Abb. A 17 Verschlusskonstruktion der „Perfekt“-Gläser nach Patent DRP 60689 - „Abnehmbare Verschlussbefestigung für
Gefäße“ für Albin Lasch, Löbau vom 01.05.1891
Abb. A 18 Deckel: Umschrift ADLER - CONSERVENGLAS / D.R.G.M. 144209
(D.R.G.M. 144209 = Deutsches Reichs-Gebrauchsmuster für einen Federbügelverschluß, ab 1900)
Form: N; D = 70 mm
Nachweise: RA 1900/ 299 v. 17.12.1900; (H) A 08.03
Abb. A 19 Variante zu Abb. A 18
Deckel: Umschrift ADLER / CONSERVEGLAS, mittig kleiner Adler
Form: N; D = 70 mm
Nachweise: (H) A 08.02
Abb. A 20 Deckel: Umschrift UNIVERSAL / CONSERVENGLAS, mittig kleiner Adler
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 1181, 1184, 1198; (H) A 08.01
Abb. A 21 „PROGRESSADLER“ = Wz. 190935; Marke ab 1914
Deckel: 3-zeilig Schrift ADLER / PROGRESS / CONSERVENGLAS, mittig kleiner Adler
Behälterboden Prägung: mittig Literangabe und umlaufend D.R.P. 142251 & 261889 bzw. D.R.P. 261889 ADLER PROGRSS
Form: M + N; D = 85 mm, 95 mm, 115 mm
Nachweise: RWZR; (T) 0023, 0086, 0142, 0175, 0221, 0291, 0295, 0516, 0567, 0767, 0768,0993, 1069;
Abb. A 22 „Adlerhütten“ = Wz.190915, Marke ab 1914
Deckel: zusätzlich unter dem kleinen Adler das Wort Adlerhütten, darunter B bzw. C
Form: N + M; D = 85 mm, 115 mm
Nachweise: RWZR; (H) A 08.06;
Ohne Abb. Variante zu Abb. A 22, ab etwa 1928
Deckel: Schrift wie vor, unter dem Adler 2-zeilig DIN / C-bzw. DIN / D
Form: N + M; Größe C= 85 mm, Größe D= 95 mm
Nachweise: (H) A 08.08
Abb. A 23 ab etwa 1932
Deckel: Umschrift ADLER / PROGRESS, stilisierter Adler
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 0023, 0567; (M) 4142
Abb. A 24 Variante zu Abb. A 23
Deckel: ADLER PROGRSS und stilisierter Adler in Kreis, darunter RILLENGLAS
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (M)
Abb. A 25 „großer Adler im Doppelkreis“ mit Umschrift Glashüttenwerke Adlerhütten = Wz 271911; Marke ab 1921
Deckel: 3-zeilig Schriftzug ADLER / PROGRESS / CONSERVENGLAS, geänderte Schutzmarke
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: RWZR; (H) A 08.07
Abb. A 26 „IDEAL
Deckel: Umschrift IDEAL KONSERVENGLAS, mittig Signet der Adlerhütten
Form: Fl; D = 90 mm
Nachweise: (M) 0205
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
38
Abb. A 27 „STRATEGE
Deckel: Schriftzug STRATEGE, darunter Adler mit weit ausgebreiteten Schwingen, darunter 3 Quadrate aus Punkten
Form: M, D = 95 mm
Nachweise: (M) 9901
Abb. A 28 „AGA“ = Wz. 414343 und 414344, Marke ab 1930
Deckel: Umschrift im Kreis AGA / Nuten- Konservenglas, mittig Signet, darunter Jahreszahl 1932
Form: N; D =75 mm
Nachweise: (M) 6143
Ohne Abb. Variante zu Abb. A 28, ohne Jahreszahl
Form: N, D = 75 und 95 mm
Nachweise: (T) 0987, 0996; (H) A 09.1
Abb. A 29 Deckel: kreuzweise die Buchstagen AGA im Kreis, darunter RILLENGLAS
Form: R, D = 95 mm
Nachweise: (T) 0331; (M) 6158; (H) A 09.2
Abb. A 30 Deckel: 5-zeilig Schrift AGA / UNIVERSAL / DIN / Ziffer 54 im Quadrat / PENZIG SCHLESIEN / CONSERVENGLAS,
mittig Signet der Adlerhütten
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0331; (M) 4695; (H) A 09.4
Abb. A 31 Variante zu voriger
Deckel: 7-zeilige Schrift NEUES / AGA / UNIVERSAL / DIN / Ziffer 54 im Quadrat / PENZIG SCHLESIEN / CONSERVENGLAS /
D.R.P. u. D.R.G.M. angem.
Form: R; D = 95
Nachweise: (M) 4148
Abb. A 32 Deckel: in Doppelkreis Umschrift RILLENGLAS / PENZIG SCHLESIEN, mittig Signet AGA, darunter GH / 54 (im
Quadrat), darunter 3 bzw. 4 Punkte für Jahreszahl (1943, 1944)
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0213, 0290; (H) A 09.3
Abb. A 33 „Adlerhütten und Adler im Doppelkreis“ = Wz.508485 ab 1939 und Wz. 555705 ab 1943
Deckel: Schrift ADLER / PROGRESS / DIN / Ziffer 54 (im Quadrat) CONSERVENGLAS, mittig Signet der Adlerhütten, darunter
PENZIG SCHLESIEN
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (H) A 08.12
Ohne Abb. Variante zu Abb. A 33 (andere Glashütte)
Deckel: Signet ohne PENZIG Schlesien, DIN / Ziffer 40 (im Quadrat)
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 5929
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
39
AFA
Abb. A 31 Abb. A 32 Abb. A 33
GH: Amberger Flaschenhütten AG, Amberg/ Oberpfalz
Im August 1926 aus der in Konkurs geratenen Amberger Glashütte hervorgegangen
1972 wurde die mittlerweile entstandene Amberger Flaschenhütten GmbH von der Gerresheimer Glas AG übernommen und
Ende 1980 wurde das Zweigwerk geschlossen. Produktion: hauptsächlich Grünglas-Flaschen, daneben auch goldgelbes Glas.
Nachweise: Carolin Wenkmann: Die Amberger Flaschentten A.G. vom Zweiten Weltkrieg bis zum Konkurs
Abb. A 34 Einkochflasche bis etwa 1938
Deckel und Behälter noch ohne Prägung, keine Bodenmarke
Form: Ru, Drahtbügelflaschen verschiedene Füllgrößen, Grünglas, schlanke Form, D= 39 mm
Nachweise: (H) A 42
Abb. A 35 Draufsicht auf eine AFA-Flasche nach 1945
Deckel: ohne
Nachweise: (T) 1092
Abb. A 36 AFA Glas nach 1945
Deckelprägung: ohne
Behälter: AFA kreuzweise in auf der Spitze stehendem Quadrat
Form: Ru; Drahtbügelflasche (gedrungene und schlanke Form vorhanden), Grünglas, verschiedene Füllgrößen, D=60 mm
Nachweise: (T) 1091, 1092; (H) A 42.2
AGA
→ siehe unter „Adlerhütten“
AGfG
→ siehe unter „Siemens“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
40
AGH / ALMA / AMH
Abb. A 34 Abb. A 35 Abb. A 36
Abb. A 12 GH und H bisher unbekannt
Deckel: eine Ährengarbe und die Buchstaben A- G- H
Form: M, D = 110 mm
Nachweise: (M) 6552; (H) A 11.1
Abb. A 13 H: Flensburger Steingut- Großhandlung, Flensburg
Deckel: 3 Zeilen Schrift ALMA / QUALITÄTS / CONSERVENGLAS, mittig Signet FSG (= Flensburger Steingut- Großhandlung)
Form: M + N; D = 75 mm, 95 mm, 110 mm
Nachweise (M) 6147
Abb. A 14 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift Qualitäts- Konservenglas, mittig im Perlkreis Signet AMH
Form: N + M; D = 75 mm 95 mm
Nachweise: (T) 0211, 0275; (M) 4134
ALPHA
→ siehe unter „SAARGLAS“
Alster
→ siehe unter „HD“
→siehe unter Nachträge, Firma „ E.Ge.Keramik“
Altonia / Amelia
ohne Abb. „Altonia“
H: Walter Greve, Hamburg-Altona, Gerichtsstr. 49 (Großhandlung in Glaswaren und Haushaltgegenständen)
Wz. 223896, Marke ab 1918
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise:RWZR
ohne Abb. „Amelia“
H: F.A. Ammelounx, Münster / Westfalen, (Vertrieb und Herstellung von Haushalts- und Küchengeräten, insbesondere
Einkochapparate und –gläser)
Wz. 216941, Marke ab 1917
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
41
Aller / Allerkönig
Abb. A 37 Abb. A 38 Abb. A 39
Abb. A 40 Abb. A 41 Abb. A 42
Abb. A 43 Abb. A 44
GH: Gerresheimer Glashütte vorm. Fr. Heye; Ruhrglas AG Essen; Haideglas Haidemühl (?)
H: Fa. Schultzen & Hesse, Verden/Aller (Großhandlung für Porzellan, Glas, Steinzeug, Haus- und Küchengeräte)
Wz. 195542, Marke ab 1914
Abb. A 37 Deckel: Umschrift ALLER EINKOCHGLAS, mittig Niedersachsenpferd
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0990, 1081; (M) 8877
Abb. A 38 mit Warenzeichen Wz. 195542
Deckel: Umschrift ALLER EINKOCHGLAS, mittig: E.W.Z. 195542 2 bzw 3 Sterne
Form: N + M; D = 75mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0256, 0396, 0981, 0983 ; (M) 4132;
Abb. A 39 Variante zu Abb. A 38
Deckel: Umschrift zwischen 2 Ringen
Form: M; D = 115 mm
Nachweise.(T) 0986
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
42
Abb. A 40 Variante zu Abb. A 38
Deckel: Umschrift (Stern) ALLER (Stern) BREITRANDGLAS. mittig E.W.Z. / 195542
Form: Fl; D = 120 mm
Nachweise: (T) 0988
Abb. A 41 Variante zu Abb. A 38
Deckel: Umschrift (Stern) ALLER (Stern) STURZGLAS, mittig E.W.Z. / 195542
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 0046
Abb. A 42 Behälterprägung: ALLER in Rahmen mit abgerundeten Ecken
Nachweise: (M)
Abb. A 43 „ ALLERKÖNIG“ Wz. 206053, Marke ab 1915
Deckel: Umschrift (Stern) ALLERKÖNIG (Stern) EINKOCHGLAS
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 1000; (M) 4129
Abb. A 44 Variante zu Abb. A 43
Deckel: Umschrift (Stern) ALLERKÖNIG (Stern) EINKOCHGLAS, mittig in einem Kreis EWZ / 206053
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (M) 1848
AMBERTS Gross- Konservenkrug
→ siehe unter Nachträge
ANDREAS
Abb. A 45
Abb. A 45 H: Adolf Andreesen, vorm. Carl Sartorius, Hannover, Theaterstr. 14 (Großhandel in Einkochgläsern und –
apparaten)
Wz. 215684, Marke ab 1919
Deckel: Umschrift (Punkt) ANDREAS (Punkt) GLAS, mittig Signet AHA
Form: M; D= 85 und 100 mm, Glas weiß und grün
Nachweise: RWZR; Engelhardt; (T) 0991, 0992, 0993; (M) 4154
ohne Abb. Variante zu Abb. A 45
Form: Fl; D = 60 mm
Nachweise: (T) 0984
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
43
ANKERGLAS/ Heureka (→Erläuterungen auch unter OG - Ostglas und MG - Mittelglas)
Abb. A 46 Abb. A 47 Abb. A 48
Abb. A 49 Abb. A 50 Abb. A 51
Abb. A 52 Abb. A 53 Abb. A 54
Abb. A 55 Abb. A 56
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
44
Abb. A 57
GH und H: Aktiengesellschaft für Glasproduktion vorm. Gebr. Hoffmann Bernsdorf / Oberlausitz (gegr.1872, ab 1906 AG)
1942 umbenannt in Ankerglas Bernsdorf/ Oberlausitz AG für Glasfabrikation; ab 1946 VEB Ankerglas Bernsdorf;
ab 1979 VEB Kombinat Behälter und Verpackungsglas Bernsdorf, Leitbetrieb Bernsdorf (siehe auch dort)
Abb. A 46 Deckel: Umschrift (Stern) ANKER (Stern) PROGRESS
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (M) 6148
Abb. A 47 Deckel: Umschrift ANKER / KONSERVENGLAS
Form: Fl; D = 95 mm
Nachweise: (H) A 18.2 var.
Abb. A 48 Deckel: Umschrift ANKER EINMACHGLAS / Gesetzlich geschützt, mittig Anker (Schutzmarke)
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (H) A 18.1
Abb. A 49 Deckel: Umschrift ANKER / CONSERVENGLAS, mittig Anker
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) A 18.2
Abb. A 50 Deckel: Umschrift zwischen 2 Ringen ANKER / KONSERVENGLAS; mittig Anker in gedrungener glockenförmiger
Umrandung
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) A 18.3
Abb. A 51 Deckel: Umschrift zwischen 2 Ringen (Var.: ohne, Punkt, Raute) RILLENGLAS / ANKERGLAS (Var.: wie vorige),
mittig Anker in gedrungener Umrahmung
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (H) A 18.4 + var.
Abb. A 52 Deckel: wie Pos A 51: mittig GH (ohne/ mit angehängtem Punkt = Jahreszahl 1940, 1941), darunter Anker in
gedrungener Umrahmung und Ziffer 37 im Quadrat
Form: R; D = 95 mm, Glas in weiß und braun
Nachweise: (M) 4968; (H) A 18,5
Abb. A 53 Ausschnitt aus Angebotskatalog; Deckel: Umschrift zwischen 2 Ringen ANKER / KONSERVENGLAS, mittig Anker
in gedrungener Umrahmung
Form: M; D = 95 mm Drahtbügelverschluß
Nachweise: Angebotskatalog VEB Bernsdorf 1951;
ohne Abb. Deckel Umschrift ANKER / KONSERVENGLAS für Massivrandglas und RILLENGLAS / ANKERGLAS für Rillengläser
Bodenprägung der Behälter (noch 1951) DIN / Literangabe / Zahl 37 im Quadrat
Form: R + M; D = 95 mm
Nachweise: Angebotskatalog VEB Ankerglas 1951
Abb. A 54 Deckel: Umschrift RILLENGLAS / ANKERGLAS
Form: R; D= 95 mm
Nachweise: (H) A 18.6
Abb. A 55 Deckel: Umschrift ANKER / SPEZIAL-KONSERVENGLAS
Form: Bü; D = 95 mm
Nachweise: (H) A 18.6
Abb. A 56 Verschlusskonstruktion zur Vorposition.
Abb. A 58 „Heureka“- Warenzeichen Wz. 230860, Marke ab 1919
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
45
ANKERSTERN
Abb. A 58 Abb. A 59 Abb. A 60
Abb. A 61 Abb. A 62 Abb. A 63
H: Schocken Kommanditgesellschaft auf Aktien, Zwickau, Werdauer Str. 7
Warenhäuser in Zwickau und 16 weiteren Städten. Gegr. 1901, Im Dezember 1921 Umwandlung in KG auf Aktien und im
November 1933 in Aktiengesellschaft. Nach „Arisierung“ Ende 1938 ab Januar 1939 „Merkur Aktiengesellschaft“
Ankerstern = Wz. 459548, Marke ab 1933
Abb. A 58 Deckel: ANKERSTERN MASSIVRAND, Umschrift um Schutzmarke
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0997; (M) 6181
Abb. A 59 Deckel: ANKERSTERN KONSERVENGLAS, Umschrift um Schutzmarke, Trennzeichen in Umschrift: kl. Ringe
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (M) 6183; (H) A19.1
Abb. A 60 Deckel: wie Abb. A 60; zusätzlich Schrift: EXTRA WEIT , Trennzeichen Kl. Ringe oder „Schocken-Signet“ = „S“
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) A19.3, A 19.3 var.
Abb. A 61 Deckel: ANKERSTERN / C / DIN (oder) D DIN
Form: M + N; D = 85mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0400, 0484; (M) 4140; (H) A19.5
Abb. A 62 Deckel: mittig die Schutzmarke, darüber die Zahl 333, darunter D DIN
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 0429; (H) A19.4
Abb. A 63 Deckel: Umschrift ANKERSTERN RILLENGLAS, mittig Schutzmarke
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6179; (H) A19.4
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
46
ANNAHÜTTE (→Erlauterungen auch unter OG – Ostglas und MG - Mittelglas)
Abb. A 64 Abb. A 65 Abb. A 66
Abb. A 67 Abb. A 68 Abb. A 69
GH und H: H. Heye, Glasfabrik Annahütte, Annahütte / Lausitz (gegr. 1872)
ab 1884 H. Heye - Glasfabrik Annahütte, ab 1936 Glasfabrik Heye, ab 1946 VEB Glaswerk Annahütte, 1948 - 1952 zur
Vereinigung „Ostglas“ bzw. „Mittelglas“ gehörig (siehe auch dort)
Abb. A 64 Deckel: Umschrift (Stern) KONSERVENGLAS (Stern) ANNAHÜTTE
Form: Fl; D = 95 mm
Nachweise: (H) A 20.1
Abb. A 65 Deckel: zwischen 2 Ringen Umschrift (Stern) RILLENGLAS (Stern) ANNAHÜTTE, mittig Zahl 52 Im Quadrat (=
Betriebsnummer ca. 1940- 1945)
Form: R; D= 95 mm
Nachweise: (H) A.20.2
Abb. A 66 Deckel: innerhalb von 2 Ringen Signet OG 3 (= VVB Ostglas Betrieb 3 - Annahütte)
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: M) 7202
Ohne Abb. Variante zu Abb. A 66: ohne Ringe
Nachweise: (H) O 03.1
Abb. A 67 Deckel: Umschrift (Stern) RILLENGLAS (Stern) ANNAHÜTTE, mittig in einem Ring Signet MG 01 (= VVB Mittelglas
Betrieb 01 - Annahütte)
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (M) 4972; (H) A 20.3
Abb. A 68 Deckel: innerhalb von 2 Ringen Umschrift wie vor, mittig Signet: Steuerrad mit kleinen Griffen
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0020, 0047, 0479,0774, (H)A 20.4
Abb. A 69 Variante: Steuerrad mit langen, großen Griffen
Nachweise: (T) 0283; (M) 5073; (H) A 20.4
arc
→ siehe unter Frankreich
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
47
A R.G.L. (Signet)
Abb. A 70
Abb. A 70 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift BESTES / CONSERVENGLAS, mittig Signet: A / R.G./ L.
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (M) 9890
ARISTO
Abb. A 71 Abb. A 72 Abb. A 73
Abb. A 71 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Adler) ORIGINAL (Krone) „ARISTO“, mittig Signet HDS
Form: N; D = 85
Nachweise: (T) 1142; (M) 4138
Abb. A 72 Deckel: Umschrift ORIGINAL / „ARISTO“ / Form / W, mittig Signet HDS
Form: Fl; D = 90 mm
Nachweise: (M) 4136
Abb. A 73 Deckel: Umschrift ORIGINAL / „ARISTO“ / Form: / R, mittig Signet HDS
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 1216; (H) A 22.3
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
48
ASA / AUHLO
Abb. A 74 Abb. A 75
Abb. A 74 GH und H bisher unbekannt
Deckel: 3-zeilig Schrift DIN / Ges. - Gesch. / KONSERVENGLAS, mittig im Kreis Signet ASA
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0744; (M) 7210
Abb. A 75 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schrift im Ring AUHLO
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (M) 9886
Assindia
ohne Abb.
wahrscheinlich ein Herausgeber aus Essen, sonstige Daten unbekannt
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: Engelhardt
ASUCO / Severin (→ siehe auch unter Frauenlob)
Abb. A 76 Abb. A 77
GH: Adlerhütten Penzig / Schlesien und Heye Schauenstein / Obernkirchen
H: A. Severin & Co., Bünde / Westfalen (Porzellan- und Glaswaren-Großhandel)
Abb. A 76 Wz. 210370, Marke ab 1916
Deckel: Umschrift (Stern) SEVERIN´S EINKOCHGLAS (Stern) „ASUCO“, mittig Signet AS & Co.
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: RWZR; Engelhardt S. 139; (T) 0403;
ohne Abb. Variante zu Abb. A 77, ohne Unterstrich beim „U“
Form: N + M; D =85 mm, 110 mm
Nachweise: (T) 0931, 1001; (M) 4146
Abb. A 77 Wz. 416167 + 68, Marke ab 1930
Deckel: Schrift Severin und gekrönter Pfau auf Note (?)
Form: N + M; D = 75 mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0774; (M) 2917
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
49
Bade Duplex
Abb. B 1 Abb. B 2 Abb. B 3
Abb. B 4 Abb. B 5 Abb. B 6
Abb. B 7 Abb. B 8 Abb. B 9
Abb. B 10 Abb. B 11 Abb. B 12
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
50
GH: Aktiengesellschaft der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Werk Hildesheim (?)
H: Glashandel Hermann Bade, Hildesheim, Schelenstr. 10 (Handlung von hauswirtschaftlichen Geräten; gegr. 1868)
Wz. 107914, Marke ab 1908
Abb. B 1 Deckel: Umschrift BADE DUPLEX / HILDESHEIM , im Feld 2-zeilig DRGM / 85 m/m
Form: Fl; D = 60 mm
Nachweise: (M) 3265
Abb. B 2 Deckel: Umschrift BADE DUPLEX 100 m/m
Form: M; D = 100 mm
Nachweise: (T) 0363; (H) B01.06
Abb. B 3 Deckel: Umschrift (Stern) BADE DUPLEX (Stern) 100 m/m; im Zentrum Größe 310
Form: M; D = 100 mm
Nachweise: (H) B01.02
Abb. B 4 Deckel: Umschrift ORIGINAL BADE DUPLEX; im Zentrum: 100mm oder 120 / m/m
Form: M; D = 100 mm 120 mm
Nachweise: (H) B 01.03
Abb. B 5 Deckel: 4-zeilig Schrift 50 / Bade / Duplex / 120 m/m
Form: Fl; D = 120 mm
Nachweise: (T) 1226
Abb. B 6 Deckel: Schrift Bade Duplex in Schreibschrift; im Feld zweizeilig: 300 / 85m/m
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (H) B 01.01
Abb. B 7 Variante zu Abb. B 6, im Feld oberhalb zweizeilig: C / DIN; unterhalb 310 / 100 m/m
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (T) 0252; (M) 4163; (H) B 01.02
Ohne Abb. Variante zu Abb. B 6, im Feld oberhalb zweizeilig: 1 / DIN; unterhalb 350 / 95 m/m
Form: N; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0364
Abb. B 8 Variante zu Abb. B 6, im Feld oberhalb: No. 350; unterhalb 3-zeilig: DIN / 95 m/m / 2
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (H) B01.03
Ohne Abb. Variante zu Abb. B 6, im Feld oberhalb No. 370, unterhalb DIN / 110 mm
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (T) 0438; (H) B01.05
Abb. B 9 GH: (?) Glashüttenwerke Anton Greiner GmbH Drebkau (konzentrische Ringe nach DRGM 1422000 von 1937)
Deckel: Umschrift Bade Duplex; im Feld links zweizeilig: 0 / 350; rechts: DIN / 95 m/m
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (H) B 01.03 var.
Ohne Abb. Variante zu voriger, im Feld links 360, rechts 105 mm
Form: M; D = 105 mm
Nachweise: (H) B01.04
Abb. B 10 GH: (?) Glashüttenwerke Anton Greiner GmbH Drebkau (konzentrische Ringe nach DRGM 1422000 von 1937)
Deckel: Umschrift Bade / Duplex; im Feld links zweizeilig: Ziffer 39 im Quadrat / DIN; rechts 2-zeilig: 380 / 110 m/m
Konzentrische Ringe und Umschrift D.R.G.M. / 142200
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (M) 3223
Abb. B 11 Behälter zu den Vorpositionen
Behälter Prägung oder Ätzung auf der Wandung: 3-zeilig Bade / Duplex / (Füllmenge) L.
Abb. B 12 Variante zu voriger, Prägung: Rahmen in Form eines Gummiringes mit Bade / Duplex / Füllangabe
Badenia
ohne Abb.
GH: Louis Meyer-Gerngroß, Mannheim, Akademiestr. 5 (Konservengefäßfabrik)
Wz. 109604; Marke ab 1908
(Bisher kein Belegstück)
Nachweise: RWZR
Bavaria
→ siehe unter „Epa“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
51
Bär, M. / BaKa / BAVARIA
Abb. B 13 Abb. B 14 Abb. B 15
Abb. B 13 GH und H: bisher unbekannt
Deckel: (Stern) GARANTIEGLAS (Stern) / M. BÄR; mittig Bär nach rechts schreitend
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0857; (M) 6204; (H) B 02
Abb. B 14 GH und H bisher unbekannt
Deckel: BaKa / Qualitätsglas
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) B 03
Abb. B 15 GH und H bisher unbekannt
Deckel Umschrift BAVARIA KONSERVENGLAS; mittig Signet: S.G
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (T) 0122, 0417; (M) 4174
BEBO / BEBU / Bergglas
Abb. B 16 Abb. B 17 Abb. B 18
Abb. B 16 GH und H: (?) Georgshütte Becker & Co., Boffzen / Weser
gegr. 1872, geschlossen: 1989
Produktion von Einkochgläsern: ab 1906
Deckel: Umschrift BEBO / FRISCHHALTUNG; im Feld zweizeilig: D / DIN
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (M) 4167
Abb. B 17 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift BEBU / CONSERVENGLAS; mittig 8-strahliger Stern
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (T) 0339; (M) 8440
Abb. B 18 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift Bergglas 95; mittig Signet: RSt
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 8440
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
52
Beauce
→ siehe unter Frankreich
BECO
Abb. B 19 Abb. B 20 Abb. B 21
Abb. B 22
GH und H: Georgshütte Becker & Co., Boffzen / Weser
existierte: 1872 - 1989, Produktion von Einkochgläsern ab 1906
Abb. B 19 Deckel: Schrift zwischen 2 Linien - BECO
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0853
Abb. B 20 Variante zu voriger, BECO, umgeben von 2 Ringen
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0668; (M) 4182; (H) B 06.1
Abb. B 21 Deckel: Umschrift BECO / FRISCHHALTUNG, über Frischhaltung 2-zeilig C bzw. D / DIN
Form: N und M; D = 85 und 95 mm
Nachweise: (T) 0856, 0848; (M) 6207
Abb. B 22 Deckelprägung: zwischen 2 Ringen Umschrift RILLENGLAS / BECO, im Feld MLG bzw. GH und Ziffer 132 im
Quadrat
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0854
BERGHEM / BG / BODA
→ siehe unter Skandinavien
Berndt‘s Dauereinkochglas
→ siehe unter „ERBEHA“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
53
Beer / Berolina / BICO
Abb. B 23 Abb. B 24 Abb. B 25
Abb. B 23 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Kreuz) / DIE MARKE (Kreuz) / BÜRGT FÜR BESTE QUALITÄT; mittig (in Schreibschrift) Beer
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 3505
Abb. B 24 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift MASSIVRAND / EINKOCHGLAS; mittig (in Schreibschrift) Berolina
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6194
Abb. B 25 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift BICO / CONSERVENGLAS
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 1031
Blitz
Abb. B 26 Abb. B 27 Abb. B 28
Abb. B 26 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift in Schreibschrift: Blitz Einkochglas, mittig ein auf der Ecke stehendes Quadrat mit CBN, darunter 95 m/m
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 7344
Abb. B 27 GH und H unbekannt, eventuell Raetsch und Co, Neu Tschöpeln
Deckel: Schrift zwischen 2 gezackten Rahmenlinien Blitz
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) B 11.2
Abb. B 28 GH: Raetsch & Co., Hohlglashüttenwerke Neu Tschöpeln / Oberlausitz
Wz. 462190, Marke ab 1933
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
54
Biene / Imme / Quil / D.R.G.M. 171698
Abb. B 29 Abb. B 30
Abb. B 31 Abb. B 32 Abb. B 33
Abb. B 34 Abb. B 35
H: Gottfried Quitmann, Lünen, Ecke Münster- / Cappenberger und Erzberger Str. (Haushaltswarenfabrik, 1842 - 1933?)
Abb. B 29 Deckel: Schriftzug D.R.G.M. 171698; darunter Signet: GLQ in Einkochtopf,
(Das Gebrauchsmuster bezieht sich auf einen „Konservenbüchsenverschluß, bestehend aus 2 bis 3 c-förmig gebogenen
Stahlklammern“, erteilt am 06.03.1902)
Form: M; D = 85 mm
Nachweise: RA 1902/81 v. 08.04.1902; (H) D 26.1
Abb. B 30 Konservenkrug zur Vorposition
Behälter: Trockenstempel mit Schriftzug D.R.G.M. 171698 / Füllangabe / Signet: GLQ in Einkochtopf
Form: Steinzeug, graue Salzglasur
Nachweise: (H) D 26.2
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
55
Abb. B 31 Deckel: Schrift „Biene“-Glas; mittig Signet: GLQ in Einkochtopf, unten eine Biene
Form: N; D = 85 mm 115 mm
Nachweise: (T) 0024, 0574, 0739, 1101; (M) 5016(H) B 10.1
Ohne Abb. Variante zu Abb. B 31: Schrift „Biene“- ohne bzw. mit einem Anführungszeichen
Form: N; D= 85 mm, 115 mm
Nachweise: (T) 1100, 0850; (H) B 10.1
Abb. B 32 Variante zu Abb. B 31; zwischen Signet und Biene Zahl 24 im Quadrat (= Nummer der Glashütte, etwa 1940 -
1945)
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (H) B 10.2
Abb. B 33 Umschrift IMME / 3 Sterne; mittig Signet: GLQ im Einkochtopf
Form: M; D = 100 mm
Nachweise: (M) 5060
Abb. B 34 Deckel: Schrift Quil; mittig Signet: GLQ in Einkochtopf
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 9016
Abb. B 35 Behälter Ätzung: Bienendarstellung, Füllgröße und: GLQ in Topf
Nachweise: (H)
Blumenthal
Abb. B 36
Abb. B 36 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Punkt) BLUMENTHAL (Punkt) KONSERVENGLAS
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 1214
Blumenkrohn
→ siehe unter „J. Blumenkrohn“
BMA
Abb. B 37 Abb. B 38 Abb. B 39
H: Bernhard Müller GmbH, Augsburg, Stettenstr. 10 (Filialen-Großbetrieb für Lebensmittel und Kolonialwaren)
Wz. 447446, Marke ab 1932
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
56
Abb. B 37 Deckel: auf der Ecke stehendes Viereck mit 4 Zeilen Schrift Die Marke / BMA / DER GUTEN / QUALITÄT, darüber
MASSIVRANDDECKEL (BMA= Bernhard Müller Augsburg)
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0473
Abb. B 38 Variante zu Abb B 37: statt Massivrand Schrift RILLENDECKEL
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0849; (M) 4181
Abb. B 39 Variante zu Abb B 37
Deckel: Umschrift QUALITÄTS-KONSERVENGLAS / Signet
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 0849
BOCAL SIEMENS
→ siehe unter Frankreich
Bosco
ohne Abb.
GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf-Gerresheim
Auftrags-Nr. 54286
H: Bossard & Co., Zürich
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: Engelhardt
BOEHRINGER / BÖHLER / BORMA
Abb. B 40 Abb. B 41 Abb. B 42
Abb. B 40 H: Gebrüder Boehringer, Stuttgart-Zuffenhausen (Großhandel für Geschirr und Haushaltsartikel)
Gegr. 1879 als Zweigniederlassung der Glashütte Buhlbach (errichtet 1753) in Baiersbronn / Schwarzwald. Seit 1801 im
Familienbesitz von Boehringer. 1909 Aufgabe der Glasproduktion in Buhlbach und Konzentration auf Handel mit Glas,
Steingut und Porzellan in Stuttgart / Zuffenhausen
Deckel: 3-zeilige Schrift RILLENGLAS / DIN – 95 / BOEHRINGER (in Umrandung, mittig Signet: punktiertes B
Form: R; D= 95 mm
Nachweise: Werbung der Fa. Gebrüder Boehringer 1926; (T) 0671; (M) 6200; (H) B 14
Abb. B 41 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Stern) QUALITÄTS (Stern) KONSERVENGLAS, mittig Signet Böhler
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 0708
Abb. B 42 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift BORMA / KONSERVENGLAS
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 0855; (M) 4169
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
57
Bott
Abb. B 43 Abb. B 44 Abb. B 45
H: Conservenglasfabrik Bott & Co., Frankfurt / Main (1922)
Anton Bott, Frankfurt / Main, Waldschmidtstr. 49 (1928)
Abb. B 43 „ABO“ - Wz. 295478, Marke ab 1922
Deckel: Umschrift zweimal ABO zwischen Sternen; innen 2 Perlkreise
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Abb. B 44 „Bott“ = Wz. 229116, Marke ab 1919; „Patent“ = D.R.P. 400988
Deckel: Umschrift „Bott“ / Patent, mittig eine Vertiefung zur Aufnahme einer Verschlusslasche und eine Lochung des
Deckels
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (H) B 17.1
Abb. B 45 Variante zu Abb. B44
Deckel: Umschrift „Bott“ / Verschluss, mittig Vertiefung und Lochung
Form: N; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6209
Abb. B 46
Abb. B 46 Behälter zu den Vorpositionen
Behälter Ätzung: Schriftzug „Bott“, darüber ein Halbkreis, darunter Feld für Beschriftung
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (H) B 17.3
BOVO Waarborg
→ siehe unter Beneluxstaaten
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
58
Brabantia
Abb. B 47
Abb. B 47 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (4 Punkte) BRABANTIA (4 Punkte) / GARANTIE
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0446, 1156; (H) B 31
BRESILIA
→ siehe unter Frankreich
Brillant / BRILLANT
Abb. B 48 Abb. B 49 Abb. B 50
Abb. B 51
Abb. B 48 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift BRILLANT / EINKOCHGLAS, mittig Signet R.K. und Größenangabe 95
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 1065
Abb. B 49 GH: Glasindustriegesellschaft m.b.H. Allendorf bei Marburg / Lahn (siehe auch Abb. S 76 „Solid“)
Deckel: Umschrift QUALITÄTS / VOLLRANDGLAS, im Feld 3-zeilig DIN / Brillant / (Signet) GA
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 4171
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
59
Abb. B 50 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug 2-zeilig BRILLANT / MASSIV, im Feld von Strahlen umgebene Rhomben
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 5380
Abb. B 51 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug Brillantglas in einem Rahmen, im Feld ein Stern und Größenangabe 85 mm
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (M) 0667
Bru-We / Brühler / Bueronia
Abb. B 52 Abb. B 53 Abb. B 54
Abb. B 52 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift - Bru – We -
Form: wie INKO; D= 53 mm
Nachweise: (T) 0852;
Abb. B 53 GH und H: Brühler Glasindustrie GmbH, Brühl bei Köln (gegr. 1906/07, 1925 Bankrott)
Im April 1914 Erhalt von zwei Gebrauchsmustern (DRGM 599958 - Gefäß mit Deckel; DRGM 600912 - Gefäß mit
Blechdeckel)
Deckel: Umschrift (Stern) BRÜHLER (Stern) CONSERVENGLAS
Form: Fl; D = 85 mm
Nachweise: (M) 6215
Abb. B 54 H: Bünck & Sohn, Buer / Westfalen, Essener Str. 9 (Fachgeschäft für Eisen- und Haushaltswaren)
Wz. 479178, Marke ab 1935
Deckel: Schriftzug 4-zeilig Bueronia / ges.gesch. / Das / Qualitätsglas
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (M) 6196
BÜLACH
→ siehe unter Schweiz
BVB
→ siehe unter Frankreich
C. Geiseler (Konservenkrüge)
→ siehe unter Nachträge
C.J. SVENSSONS / CONRAD LANGAARD
→ siehe unter Skandinavien
C.H. LINKE
ohne Abb.
H: C.H. Linke, Vetschau / Spreewald, Markt 33/34 (Geschäft für Haus- und Küchengeräte)
Marke ab 1929 (?)
Nachweise: Sammlung Siegfried Lachmann, Potsdam; Adressbuch Kreis Calau 1929
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
60
CAMERCO / CARLI ELASTIC
Abb. C 1 Abb. C 2 Abb. C 3
Abb. C 1 H: Carl Mayer & Co, Hamburg (Exportgeschäft)
Deckel: Umschrift CAMERCO / KONSERVENGLAS, mittig Schutzmarke mit Umschrift EINGETR. / SCHUTZMARKE
Form: N; D = 75 mm, 85 mm
Nachweise: (M) 8196; (H) C 01
Abb. C 2 Schutzmarke zu Vorposition Wz. 162659, Marke ab 1912
Nachweise:RWZR
Abb. C 3 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift – CARLI – ELASTIC-; mittig: gesetzl. gesch.
Form: wie INKO; D = 51 mm
Nachweise: (T) 0251; (M) 8475
Carl Lehmann (Konservenkrüge)
→ siehe unter Nachträge
Carlsfeld, VEB
Abb. C 4 Abb. C 5
GH und H: Glashüttenwerke Carlsfeld GmbH, Carlsfeld (Stadt Eibenstock / Erzbebirge)
gegr: 1840, ab 1887: hauptsächlich Produktion von Parfümflakons, Milchglas (ODOL-Flaschen), 1972 verstaatlicht (VEB), ab
1973 zugeordnet dem VEB Glaswerk Olbernhau, 1990 abgewickelt
Abb. C 4 Deckel: Fabrikmarke: „GW / C“ im Dreieck“, darüber Werkzeichen, Deckel geriffelt
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0385, (H) C 04.1
Abb. C 5 Deckel: Umschrift RILLENGLAS CARLSFELD zwischen 2 Ringen, mittig Fabrikmarke
Form: R; D = 95mm (siehe auch unter INKO)
Nachweise: (T) 0654; 0719, 0823, 0836, 0840; (M) 9179; (H) C 04.2
Cecilie
ohne Abb.
H: Haak & Belza, Radeberg / Sachsen (Vertrieb von Glaswaren, Einkochgläser)
Wz. 210505, Marke ab 1916
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
61
CENTRAGLAS
Abb. C 6 Abb. C 7
GH und H bisher unbekannt (Herausgeber aus Hessisch Lichtenau?)
Abb. C 6 Deckel: Umschrift CENTRAGLAS zwischen 2 Ringen, mittig monogrammierte Marke C-G , darunter DIN
Form: M; D = 95 mm, 115 mm
Nachweise:(T) 0883, 0884
Abb. C 7 Deckel: Umschrift (Punkt) CENTRAGLAS (Punkt) HESS.-LICHTENAU zwischen 2 Ringen, mittig Marke C–G und
NORMAL / DIN
Form:M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0080; (M) 0326
CERES / Cherry
Abb. C 8 Abb. C 9
Abb. C 8 GH: (?) Glashütte am Deister mbH, Münder am Deister (Glas-und Tonwaren, Haus- und Küchengeräte)
Wz. 213517, Marke ab 1916
Deckelprägung: Umschrift REFORM-CERES / + Ges. Gesch. +
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 5032
Abb. C 9 GH und H bisher unbekannt
Deckelprägung: 2 Kirschen mit Stiel, Schrift CHERRY
Form:Fl; D = 90 mm
Nachweise: (M) 6231
CF
→ siehe unter Frankreich
Claas (Konservenkrüge)
→ siehe unter Nachträge
ČMS Perla
→ siehe unter Österreich- Tschechoslowakei- Ungarn
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
62
COLDITZ / CONTI / CONTINENT
Abb. C 10 Abb. C 11 Abb. C 12
Abb. C 10 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift COLDITZ / CONSERVENGLAS
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (M) 1452
Abb. C 11 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug kreuzweise CONTI und EINKOCHGLAS
Form M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6234
Abb. C 12 GH und H: Kunkel & Co., Glashüttenwerke Radeburg / Sachsen, Bahnhofstr. 199c (gegr. 1914)
Deckel: Umschrift CONTINENT / CONSERVENGLAS, mittig Buchstabe K.
Form: N; D = 85 mm, 110 mm
Nachweise: Adressbuch Deutschlands Glasindustrie 1930/31 Nr. 175; http:// glas-musterbuch-werbung; (T) 0404, 1145; (M) 4199; (H) C
12var.
ohne Abb. Deckel: wie Abb. C 14, Buchstabe „K ohne Punkt“
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (T) 0882; (H) C 12
Concurrent
Ohne Abb.
GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf / Gerresheim (Auftrag Nr. 54249 (vor 1942))
H: bisher unbekannt - „Export“
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: Menke
Coop
→ siehe unter Schweiz
Coswig, VEB
GH: VEB Glaswerk Coswig (Firmierung ab 1967, abgewickelt 1990/91)
→ siehe unter „INKO“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
63
D(T)A
→ siehe unter Skandinavien
DAGMAR / DANA
ohne Abb. „DAGMAR“
H: Konservenglas „Gummilos“ GmbH, Berlin (Herstellung und Vertrieb von Konservengläsern und Dichtungsmasse)
Wz. 216762, Marke ab 1917
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
ohne Abb. „Danaglas“
GH und H bisher unbekannt
Form: M; D= ??? mm
Nachweise: Heimatverein Essen-Kettwig - ein 1 Liter Spargelglas mit diagonaler Prägung auf dem Behälter war in der Sammlung
dokumentiert
Danubia / DAS QUALITÄTSGLAS
Abb. D 1 Abb. D 2
Abb. D 1 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Stern) MARKE (STERN) Danubia, mittig monogrammiertes Signet JWH
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 4218
Abb. D 2 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Stern) DAS QUALITÄTS (Stern) GLAS,
Form: N + M; D = 80 mm, 100 mm, 115 mm
Nachweise: (T), 0741, 0751, 1062
Ohne Abb. Variante zu Abb. B 2, Umschrift zwischen Ringen
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0700
Ohne Abb. Variante zu Abb. b 2, Umschrift zwischen Ringen, im Feld 2-zeilig DIN / Ziffer 46 im Quadrat
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 1126
„DE BETUWE“
→ siehe unter Beneluxstaaten
Deutschland RBH
→ siehe unter „Erbeha“
Deutschlands Stolz
→ siehe unter „MATADOR“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
64
DBGM / D.B.P.
Abb. D 3 Abb. D 4
Abb. D 3 GH und H bisher unbekannt
Deckel: zwischen 2 Ringen 8 Sterne und D- B- G- M (= Deutsches Bundes- Gebrauchsmuster), mittig 2 Zeilen: DIN / 95 m/m
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0225, 0716; (M) 6255; (H) D 03
Abb. D 4 GH und H bisher unbekannt
Deckel: in einem Ring 5 Sterne und ein Fisch, darunter Schrift D.B.P. (= Deutsches Bundespatent)
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0664;
DECHER / DELTA / DELECTA
Abb. D 5 Abb. D 6 Abb. D 7
Abb. D 5 H: Porzellanhaus E. Decher GmbH, Frankfurt / M; Reineckestr. 9 (ab 29.03.1937: „Porzellanhaus E. Decher
Kommanditgesellschaft)
Deckel: Schrift: DECHER´S FRAUENSTOLZ, mittig Signet: D
Form: M; D = 75 mm
Nachweise: RA 1937/86 p.10 + 96 p.10; (M) 4222
Abb. D 6 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Stern) DELTA (Stern) Einkochglas
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0630
Abb. D 7 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug 2-zeilig DELECTA / 1930
Form: Bü; D = 75 mm
Nachweise: (T) 0512
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
65
DIETRICH / DLH
Abb. D 8 Abb. D 9 Abb. D 10
Abb. D 8 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schrift DIETRICH, 3 Sterne
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 9897; (H) D 07
Abb. D 9 GH: AG für Glasproduktion, vorm. Gebr. Hoffmann, Bernsdorf/Oberlausitz
H: Fa. Diedr. Lindemann, Hildesheim, Kruppstr., 1933: Hoher Weg 15/Scheelenstr. 18 (gegr. 1826, Großhandel in Glas,
Porzellan, Geschenkartikel)
Deckel: Umschrift ORIGINAL-STANDARD / KONSERVENGLAS, mittig in Ring Signet: DL / H
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: Menke; Adressbücher Hildesheim 1933+39; (M) 0701; (H) D 08.1
Abb. D 10 Variante zu Abb. D 9
Deckel: Umschrift ORIGINAL-STANDARD / KONSERVENGLAS, innerhalb eines Ringes DEUTSCHE / WERTARBEIT, Signet: in
4-teiliger Raute Baum, Kopf und DL, Schriftband: SEIT / 1826
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 3240; (H) D 08.2
Doppel Progress
Abb. D 11 Abb. D 12
Abb. D 11 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift DOPPEL PROGRESS / GARANTIE / CONSERVENGLAS; mittig Signet in Perlkreis DPG
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 9188
Abb. D 12 Variante zu Abb. D 11
Deckel: Umschrift DOPPEL PROGRESS / GARANTIE
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 0750
Doulton & Watts
→ siehe unter Nachträge
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
66
Doppelstern / Driburgia / Dr. Krieger
Abb. D 13 Abb. D 14 Abb. D 15
Abb. D 13 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schrift 3-zeilig Konservenglas / (Stern) F (Stern) / Doppelstern; (das Wort Doppelstern ist unterstrichen
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6261
ohne Abb. Variante zu Abb. D 13
Deckel: Schriftvariante, Doppelstern nicht unterstrichen
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 1060
Abb. D 14 GH und H: Glasfabrik und Glasraffinerie Anna Bose, Bad Driburg (gegr. 1875; Press- Hohl- Wirtschafts- und
Verpackungsglas)
Wz. 115767, Marke seit 1909 (Bose siehe auch unter ABO)
Deckel: Umschrift (Stern) Conservenglas (Stern) Driburgia, mittig D.R.G.M.
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: Bestand Museum Stadt Peitz; (H) D 11
Abb. D 15 GH: Noelle und von Campe Glashütten GmbH, Boffzen
H: Dr. Wilhelm Krieger´s Bienenhonig GmbH und Co. KG, Magdeburg, Porsestr.
Deckel: Signet NC im Dreieck
Behälterprägung: Dr. Krieger
Bodenprägung: NC / Ges. gesch. / 2
Form: Bü; D = 90 mm
Nachweise: (T) 0687;
D.R.G.M.
Abb. D 16
Abb. D 16 H: Carl Merkelbach III., Grenzhausen / Westerwald (Kannenbäckerei)
Deckel: 2-zeilig Schriftzug D.R.G.M. / 210461
Das Gebrauchsmuster vom 03.10.1903 galt für eine “Verschlußvorrichtung für Konservenkrüge, bestehend aus einem über
die Verschlußplatte nebst Dichtungsring federnd angeordneten Stahlbandbügel“
Form: Fl; D = 64 mm ( Schrift verkehrt herum, das heißt, von innen aus lesbar)
Nachweise: RA 1903/81 p.10; (H) D 26
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
67
Dreikronen / DÜLKENIA / DURAX
Abb. D 17 Abb. D 18 Abb. D 19
Abb. D 17 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug 2-zeilig Dreikronen / Einkochglas, darüber Abbildung von 3 Kronen
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 2176
Abb. D 18 GH und H bisher unbekannt (Händler in Dülken, einem Ortsteil von Viersen)
Deckel: zwischen 2 Perlkreisen Umschrift (Ornament) DÜLKENIA (Ornament) DÜLKENIA
Form:M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 4212
Abb. D 19 Glasfabrik Schott & Gen, Jena
Deckel: Umschrift JENAer GLAS / DURAX, mittig Signet Schott & GEN JENA im Kreis und Quadrat
Form: Fl; D = 110 mm
Nachweise: (H) D 14
DURAX / Duralex / DURFOR
→ siehe unter Frankreich
DURIT
→ siehe unter Österreich-Tschechoslowakei-Ungarn
DUX / „Original“ DUX
Abb. D 20 Abb. D 21
Abb. D 20 GH: Adlerhütten Penzig
H: bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug DUX kreuzweise in einem Partenkreuz
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: Menke; (H) D 15.2
Abb. D 21 GH: Glasfabrik G. Mayer & Co. Kohlfurt / Schlesien, „Paulinenhütte“ (ab 1906)
H: Glasgroßhandel G. Mayer & Cie., Stuttgart
Deckel: Schriftzug 2-zeilig „Original“ / DUX
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: Engelhardt S.38; (T) 0874; (M) 4216
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
68
E & K
Abb. E 1 Abb. E 2 Abb. E 3
Abb. E 4 Abb. E 5
GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf-Gerresheim und Fa. Heye- Schauenstein
H: Endler & Kumpf, Minden (Großhandelsgeschäft)
Gegr: 1759 als Marketenderei, 1804: Eintrag ins Mindener Handelsregister als „Grossiers in kurtzen Waaren“, bis etwa 1885
Fabrik für Hornspitzen und Tabakspfeifen; Lager und Handel mit Haushaltswaren en gros (Bunzlauer und Witteburger
Steinzeug, Glas, Kristall, Metall- und Galanteriewaren, nach 1945 Umstrukturierung auf Elektroartikel für die Industrie,
Maschinen- und Anlagenbau; Betriebsschließung: 31.12.2019
Nachweise: wikipedia, Rechnungen vom 07.03.1884 und 21.08.1913
Abb. E 1 Deckel: 2-zeilig: E & K in Frakturschrift; unten eng
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: Menke; (M) 8473
Ohne Abb. Deckel: wie Abb. E 1; unten weit
Form M; D = M 110 mm
Nachweise: (T) 0948; (M) 5038; (H) E 01.4
Ohne Abb. Deckel: wie Abb. E 1, unten extra weit
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 0960; (M) 6265; (H) E01.5
Abb. E 2 Deckel: 3-zeilig: E & K in Frakturschrift; mittig Schriftband: 1804 – 1934, unten: weit
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (T) 0950; (M) 6276
Ohne Abb. Deckel: wie Abb. E 2, unten: normal; Form: M; D = 100 mm
Nachweise: (T) 0952
Abb. E 3 Deckel: 3-zeilig Schrift mit Serifen: oben E & K Glas, mittig in verziertem Rahmen E&K, unten im Schriftband weit
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (T) 0672, 0709; (M) 6271; (H) E01.4
Ohne Abb. Deckel wie Abb. E 3, im Schriftband normal
Form: M; D = 100 mm
Nachweise: (T) 0972
Ohne Abb. Deckel wie Abb. E 3, im Schriftband extra weit
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 0964; (M) 6268
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
69
Abb. E 4 Deckel: 2-zeilig: E & K / CONSERVENGLAS
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (M) B-8873; (H) E 01.1
Abb. E 5 Deckel: 2-zeilig in Raute: E & K / EINKOCHGLAS
Form: M; D = 110 mm
Nachweise (M) 9905
E.G.e. Keramik / ROLAND
Abb. E 6 Abb. E 7 Abb. E 8
Abb. E 9
GH: AG für Glasfabrikation vorm. Gebr. Hoffmann, Bernsdorf / Lausitz
H: Einkaufsgenossenschaft Keramik e.G.m.b.H., Bremen (Versandgeschäft)
Nachweise: books.google.de: Konkurrenzmöglichkeiten der Dtsch. Feinkeramik am Weltmarkt, in „Kölner Studien zum Staats- und
Wirtschaftswesen, Heft 6, Bonn, 1914 Zusammenschluss der Keramikhändler im Reichsverband deutscher Spezialgeschäfte in Porzellan,
Glas Haus-und Küchengeräten, Einkaufsgenossenschaft „Nord & Süd“ Eisenach (siehe unter N&S), Verband deutscher Porzellan-, Glas- und
Luxuswarenhändler GmbH, Nürnberg (siehe unter Nürnberger Bund), und Einkaufsgenossenschaft Keramik GmbH, Bremen
Wz. 183187, Marke ab 1913
Abb. E 6 Deckel: Umschrift: (Stern) E.Ge. KERAMIK (Stern) EINKOCHGLAS , mittig ORIGINAL
Form: N; D= 85 mm
Nachweise: (M) 0861
ohne Abb. Variante zu Abb. E 6 mit E.GE. KERAMIK
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (T) 0732
Abb. E 7 Deckel: Umschrift: (Stern) E.GE. KERAMIK (Stern) / EINKOCHGLAS, mittig ROLAND
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (T) 0595
Abb. E 8 Deckel: Umschrift: (Stern) ORIGINAL (Stern) CONSERVENGLAS, mittig Signet: K auf Mauerwerk , umgeben von 2
durchbrochenen Ringen
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (T) 0859; (H) K 01
ohne Abb. Variante zu Abb. E 8, ohne Sterne, D = 95mm
Nachweise: (T) 0871; (M) 1826
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
70
Abb. E 9 Deckel: Umschrift: (Stern) ROLAND (Stern) CONSERVENGLAS, mittig Signet wie Abb. E 8
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 9381; (H) R 20
E.G.e. Keramik-Alster
→ siehe unter Nachträge
E. Schildknecht
→ siehe unter Schweiz
ECKHARDT & ENGLER
Abb. E 10 Abb. E 11 Abb. E 12
H: Eckhardt & Engler, Höhr / Westerwald, Schützenstr. 22 (Handelsfirma mit Zinngießerei und Veredlungsbetrieb)
Gegr. 1898 durch Peter Eckhardt und Ernst Johann Engler; ab 1900 P.Eckhardt alleiniger Firmeninhaber
1914: Kauf der Eulerei (= Töpferei) August Löhr, Beginn Keramikproduktion
1922: Handel mit Steinzeug und Glaswaren
1971: Firmenschließung
Nachweise: www. delibri.de (Adressbuch Westerwald 1922); www. steinmarks.co.uk; www.rlp.museum-digital.de
Abb. E 10 Deckel: Umschrift: ECKHARDT´S / KONSERVENGLAS
Form: N; D = 95 mm
Nachweise: (M) 9138)
Abb. E 11 „Verbesserter Eckhardt´s Konservenkrug“
Ausschnitt aus einer undatierten Verkaufsbroschüre (um 1920); Verkaufsstelle Math. Hoelzer, Barmen, Wupperstr. 15
Form: braun glasiertes Steinzeug, Öffnungsweiten: 85 mm, 105 mm
Nachweise: (H) ohne Nummer
Abb E 12 Werbung der Firma Eckhardt & Engler mit Darstellung von Konservenglas und -krug um 1921
Nachweise: www.steinmarks.co.uk
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
71
Edelgard / Edehag
Abb. E 13 Abb. E 14
Abb. E 13 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift: Edelgard / Conservenglas
Form: N; D = 80mm
Nachweise: (M) 0827
Abb. E 14 GH: VLG Weißwasser
H: Einkaufsvereinigung Deutscher Haushaltsgeschäfte eGmbH (EDEHAG), Leipzig
Gegr. 1929, Marke ab 1929
Deckel: Umschrift: Edehag / Diese Marke bürgt für Qualität; mittig in 6-eckigem Rahmen das Leipziger Stadtwappen,
darüber Kochtopf und Inschrift EDEHAG
Form: N + M; D = 85 mm, 115 mm
Nachweise: Menke; (T) 0326; (M) 4302
EDA / EDSONS / ELME / EXAKT
→ siehe unter Skandinavien
EDELPERLE / EDELSTEIN
Abb. E 15 Abb. E 16 Abb. E 17
Abb. E 15 H: Hermann Gerngroß GmbH, Mannheim (Vertrieb von Konservengläsern)
Wz. 429856, Marke ab 1915
Deckel: Schriftzug EDELPERLE
Form: N, M; D = 75 + 95 mm
Nachweise: (T) 0243, 0311; (M) 4307
Abb. E 16 H: Paul Fettke, Dresden (Glaswarengroßhandel)
Wz. 202153, Marke ab 1915
Deckel: Umschrift (Stern) KONSERVENGLAS (Stern) EDELSTEIN
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0949; (M) 9193; (H) E 06.2
Abb. E 17 Variante zu Abb. E 16
Deckel: Umschrift EINKOCHGLAS / EDELSTEIN
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (H) E 06.1
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
72
EDELWEISS / KORSU
Abb. E 18 Abb. E 19 Abb. E 20
GH: Gebr. Malky Hohl- und Preßglashüttenwerke Freital-Deuben
Wz. 248821, Marke ab 1920
Abb. E 18 Deckel: EDELWEISS, mittig Signet (Edelweiss), unten Punkte
Form: N, M; D = 80+ 95 mm
Nachweise: Glasmarkenlexikon 9771; (T) 0644, 1072; (M) 5048; (H) E 07.1
Abb. E 19 Variante zu Abb. E 16: EDELWEISS, ohne Signet, unten S
Form: N, M; D = 100 mm
Nachweise: (T) 0965
Ohne Abb. Variante zu Abb. E 19: EDELWEISS, ohne Signet, unten leer
Form: N; D = 80 + 100 mm
Nachweise: (T) 0350, 1209
Abb. E 20 Deckel: Umschrift KORSU GLAS, mittig Signet (Edelweiss)
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 0197; (H) K 19.1
EGGE / Eico
Abb. E 21 Abb. E 22 Abb. E 23
Abb. E 21 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug (in Schreibschrift) Egge; Umschrift (in Druckschrift): QUALITÄTS EINKOCHGLAS, im Feld Signet: HR und
Durchmesserangabe 85 bzw. 95
Form: M, R; D = 85 mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0224, 0246, 1074; (H) E 08.2
Abb. E 22 Variante zu Abb. E 21: Durchmesserangabe 110
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (M) 4304
Abb. E 23 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug (in Schreibschrift) Eico; Umschrift (Druckschrift). GARANTIE-KONSERVENGLAS, im Feld Signet: Glasbläser
Form: N, R; D = 85 mm, 95 mm
Nachweise: (M) 4310; (H) E 09
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
73
Einheits…
→ siehe unter „Ruhrglas“
→ siehe unter „Siemens“
Einheits-Rillenglas
Abb. E 24 Abb. E 25
Rillengläser waren ab dem 01. 04.1943 nach einheitlichem Muster zu fertigen. Zu diesem Zeitpunkt unterstand die
„Gemeinschaft Hohlglas“ als kriegswichtige Zivilproduktion dem Reichskriegsministerium
Abb. E 24 Deckel: zwischen 2 Ringen Umschrift Einheits- / Rillenglas; im Feld DIN-Zeichen, Kreuz und Ziffer 95
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0411; (M) 5042; (H) E 10.2
Abb. E 25 Variante zu Abb. E 24, ohne Durchmesserangabe
Nachweise: (H) E 10.1
Eisen-Kahl / EISEN-RIEG
Abb. E 26 Abb. E 27 Abb. E 28
Abb. E 26 H: Fa. Otto Kahl, Saalfeld; Geschäft am 05.12.1929 umbenannt in Eisen-Kahl, Inh. Otto Kahl (Eisenwaren- und
Hausgerätehandlung). 1939 Übernahme des ehemaligen Kaufhauses Becker und Salinger in der Saalstr. 16, nachdem das
Kaufhaus des jüdischen Inhabers Eugen Salinger boykottiert wurde.
Marke ab 1929
Deckel: Umschrift Eisen-Kahl / Saalfeld; im Feld Signet: in quadratischer Umrahmung Arbeiter mit Doppel-T-Träger auf der
Schulter
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: RA 1929/290 p.8; (M) 8345
Abb. E 27 H: Eisen-Rieg Kommanditgesellschaft, Darmstadt, vormals: Gebr. Trier (ab 02.05.1933)
ab 29.12.1934 Aktiengesellschaft
Eisengroßhandel; ab 1950 Sortimentserweiterung mit Glas und Porzellan
Deckel: Umschrift EISEN-RIEG / MASSIVRANDGLAS; im Feld Signet: im Kreis ERI
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: RA 1933/120 p.8, RA 1935/84 p.10; (M) 9125
Abb. E 28 Variante zu Abb. E 25: Umschrift mit RILLENGLAS
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 1118
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
74
EKA / Eksta
Abb. E 29 Abb. E 30
Abb. E 29 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift EKA / CONSERVENGLAS
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0335; (M) 4322
Abb. E 30 GH: Fa. Heye, Gerresheim (Auftrag-Nr. 54252+53)
H: Gebrüder Boehringer, Stuttgart-Zuffenhausen (Großhandel für Geschirr und Haushaltsartikel)
Siehe auch Nr. B 39 und H 74
Deckelprägung: 3-zeilig Schriftzug Schutz—Marke und Signet: Heye-Dreiblatt / Eksta / 95 mm
Form: N; D = 95 mm
Nachweise: Menke; (T) 0310; (M) 4292
Eki
→ siehe unter „Kieffer“
ELGA
Abb. E 31 Abb. E 32
GH und H: Lüner Glasmanufaktur GmbH, Lünen (gegr. 1907)
Wz. 439382, Marke ab 1931
Abb. E 31 Deckel: Schriftzug Elga, darunter Signet: LG im Doppelkreis
Form: Fl; D = 60 mm
Nachweise: Glasmarkenlexikon 3200, 9922; (T) 0958
Abb. E 32 Variante zu Abb E 29
Deckel: Schriftzug und Signet innerhalb einer Umschrift - QUALITÄTS - / EINKOCHGLAS
Form: Fl; D = 60, 90 mm
Nachweise: (T) 0961; (M) 6289; (H) E 16
ELITE
→ siehe unter „Heye“
ELLY Garanti
→ siehe unter Beneluxstaaten
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
75
ELTAG / EMPECO
Abb. E 33 Abb. E 34
Abb. E 33 H: Leonhardt Tietz Aktien-Gesellschaft, Köln, Hohe Str. (Warenhäuser)
1891 Eröffnung eines Geschäftes, ab 1905 Aktiengesellschaft, Filialen in verschiedenen Städten. 1933 nach Arisierung in die
„Westdeutsche Kaufhof AG“ umfirmiert. Nach 1945: Kaufhof und ab 2008 Fusion zu „Galeria-Kaufhof“
Wz. 355632, Marke ab 1926
Deckel: Umschrift ELTAG / CONSERVENGLAS
Form: M + N; D = 75, 85 und 95 mm
Nachweise: RWZR; (T) 0449, 0953; (M) 4282; (H) E 19
Abb. E 34 GH und H: Baldermann & Co. GmbH, Döbern / Niederlausitz (gegr. 1901)
ab 1905: Übernahme der Hütte durch G. Müller, Poeschmann & Co.
ab 1930: Müller, Poeschmann & Co. Glashüttenwerke, „Apostelhütte“ (da 12 Arbeitskräfte zusammen arbeiteten)
Wz. 462738, Marke ab 1934
Deckel: 3-zeilig, Schriftzug innerhalb eines Kreises EMPECO / DÖBERN N.L. / GLÄSER
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: RWZR; pk 2001-5-5; (H) E 20
EMPIRE / EMWEMA / ENGUMIT
.
Abb. E 35 Abb. E 36 Abb. E 37
Abb. E 35 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift EMPIRE GARANTIE / CONSERVENGLAS
Form: R, D = 95mm
Nachweise: (T) 1165; (M) 9940
Abb. E 36 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift: (Stern) KONSERVENGLAS (Stern) EMWEMA
Form: M; D = 95mm
Nachweise: (T) 0954
Abb. E 37 GH: Glaswerk Maximilian Hoffmann, Neupetershain / Lausitz (ab 1916)
H: Engel und Mitterhusen, Lübeck (Haushaltswaren)
Deckel: Umschrift ENGUMIT / EINKOCHGLAS
Form: M, D = 95 mm
Nachweise: Katalog Engelhardt, S. 42; (T) 0955; (M) 4315
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
76
Epa
Abb. E 38 Abb. E 39
H: „Epa“-Einheitspreis Aktiengesellschaft, Hamburg, Steinstr. 10 (gegr. 17.07.1926 durch Rudolf Karstadt AG).
Niedrigpreiskette von Karstadt mit einem gestaffelten Einheitspreissystem
(1932: 52 Filialen). Nach Verbot des Einheitspreissystems 1937 umbenannt in „KEPA“ (= kein Einheitspreissystem); existierte
bis 1980
Wz: 375915 (ab 1927) und Wz: 447166 (ab 1932)
Abb. E 38 Deckel: 2-zeilig Schreib- und Druckschrift: Epa / CONSERVENGLAS
Form: N; D = 75mm
Nachweise: RWZR; wikipedia.de (KEPA-Kaufhaus); RA 1926/219 p.9 + 231 p.8, RA1930/157 p.10; (T) 0274; (H) E02
Abb. E 39 „BAVARIA“
Wz. 447166, Marke ab 1932
Darstellung: gekrönte umgekehrte „O“-Rune (bzw. Zange) und „BAVARIA“; GH: (?) Saarglas Saarbrücken
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Erbeha / RBH (Dauereinkoch…, Deutschland, Hamster, Hannovera)
Abb. E 40 Abb. E 41 Abb. E 42
Abb. E 43 Abb. E 44
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
77
H: Reinhard Berndt, Hannover, Sonnenweg 7 (Großvertrieb von Einkochgläsern)
ohne Abb.: Signet „RBH“ in Raute- Wz.216570 (ab 1917)
Nachweise: RWZR
Abb. E 40: „Erbeha Dauereinkochglas“ - Wz. 216569 (ab 1917)
Deckel: Signet und 3 zeilig Schreibschrift: Erbeha / Dauer- / Einkochglas
Form M; D = 95mm
Nachweise: RWZR; (M) 8387
Abb. E 41: „Einkochglas Deutschland“ - Wz.210571 (ab 1916)
Deckel: Signet und 2-zeilig Schreibschrift: Einkochglas / Deutschland
Form M; D = 95 mm
Nachweise: RWZR; (T) 0682; (M) 0856
Abb. E 42: „Hamster“, Wz. ?, nach 1917
Deckel: Signet und 2-zeilig Schreibschrift: Hamster / Einkochglas
Form N; D = 75mm
Nachweise: RWZR; (H) H05
Abb. E 43: „Berndt´s Dauer-Einkochglas“ - Wz.216569 (ab 1917)
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Abb. E 44: „Hannovera-Einkochglas“ - Wz. 218335 (ab 1917)
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Erft / ERNTEDANK / ERNTESEGEN
Abb. E 45 Abb. E 46 Abb. E 47
Abb. E 45 GH und H bisher unbekannt
(nach dem Fluß „Erft“ bei Kerpen/Türnich, nahe Köln benannt)
Deckel: Umschrift innerhalb von 2 Kreisen (Stern) Massivrand (Stern) / QUALITÄTSGLAS; im Feld 3-zeilig DIN / Erft / 95
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0972 (M) 8-9608
Abb. E 46 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift ERNTEDANK / DAS QUALITÄTSGLAS, im Feld Signet: EDE in spitzem Dreieck
Form: R, M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0502, 0879; (M) 5045
Abb. E 47 H: Ehape Aktiengesellschaft für Einheitspreise, Köln, Hohe Pforte 9-11
Wz. 478699, Marke ab 1935
Deckel: Umschrift (Punkt) ERNTESEGEN (Punkt) GUTE / QUALITÄT
Form: M; D = 95 mm, 110 mm
Nachweise: (M) 4286; (H) E 29
Ero
→ siehe unter „Ruhrland“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
78
ERWEGE
Abb. E 48 Abb. E 49
GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke, vorm. Ferd. Heye (Auftrag Nr. 54145 - 148)
H: „Erwege“ - Einkaufsgenossenschaft der Rheinisch-Westfälischen Kaufhäuser, Düsseldorf, Adolfstr. 85/87
(seit 1921)
Abb. E 48 Deckel: 2-zeilig Schriftzug Erwege / KONSERVENGLAS
Form: N + M; D = 75mm, 85 mm, 95 mm, 105 mm
Nachweise: Menke; (T) 0963
Abb. E 49 Deckel: Umschrift ERWEGE / EINKOCHGLAS, im Feld Signet: stilisierter Mensch in 3 Kreisen und RWG
Form: N; D = 75 + 105 mm
Nachweise: (T) 0043, 0526; (M) 7226
ERIKA
Abb. E 50 Abb. E 51 Abb. E 52
Abb. E 53 Abb. E 54 Abb. E 55
GH: Maximilian Hoffmann, Glasfabrik Neupetershain / Lausitz (ab 1916)
1957-1972: Maximilian Hoffmann KG
Produktion von Einkochgläsern: 1917-1956
Wz. 217131 Marke ab 1917
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
79
Abb. E 50 Deckel: 2-zeilig Schriftzug Erika / GES. GESCH.; darunter sich kreuzende Zweige (= Erika)
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: Glasmarkenlexikon 9131+ 9132; T 1138
Abb. E 51 Deckel: Umschrift (Stern) DIE MARKE (Stern) / BÜRGT FÜR BESTE QUALITÄT, im Feld Schriftzug Erika
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (M) 4309
Abb. E 52 Deckel: Umschrift in Doppelkreis RILLENGLAS / ERIKA, im Feld MHG
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0959; (M) 4320; (H) E 27.3
Abb. E 53 Deckel: Umschrift ERIKA / DAS QUALITÄTS-EINKOCHGLAS, im Feld 2-zeilig GES.GESCH.
Form: N + M; D = 75 + 95 mm
Nachweise: (T) 0194 ; (H) E 27.4
Abb. E 54 Variante zu Abb. E 53: zusätzlich Ziffer 24 im Quadrat
Form: M; D = 95 + 115 mm
Nachweise: (T) 0160, 0971
Abb. E 55 Variante zu Abb. E 52: im Feld - GH- / Ziffer 24 im Quadrat
Form: R; D = 95 mm
Nachweise (T) 0344; (H) E 27.6
Ohne Abb. Variante zu Abb. E 55: im Feld Ziffer 24 im Quadrat
Form: R; D = 95 mm, Glas grün
Nachweise (T) 0966
Ernst Oberwinter
→ siehe unter Nachträge
ESSER
Abb. E 56
Abb. E 56 H: Fa. J. Esser, Bergisch Gladbach (Fabrikation und Vertrieb von Konservengläsern)
Wz. 311197, Marke ab 1924
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Eudo
ohne Abb.
H: Fa. Eugen Dowald, Wuppertal/ Elberfeld, Jägerhofstr. 21 ( Import-, Exportgeschäft)
Beschwerungsplatten r den Inhalt von Einkochgläsern, Stützvorrichtungen für diese Beschwerungsplatten, Haus- und
Küchengeräte
(eventuell für die von den Glashütten. AG Gerresheim und Glaswerke Ruhr AG herausgegebenen Einkochgläser Marke
„Füllreform“
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
80
Essigkühne / ETERNA / EVA
Abb. E 57 Abb. E 58 Abb. E 59
Abb. E 57 Carl Kühne KG, (Essig- und Feinkostfabrikation ab 1888; gegr. 1772 in Berlin)
Deckel: Schriftzug Essigkühne, darunter Schild mit Ritterkopf
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 7457
Abb. E 58 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug ETERNA
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6281; (H) E 33
Abb. E 59 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Rosenzweig) EVA (Rosenzweig) / BESTES EINKOCHGLAS
Form: ???; D= ??? mm
Nachweise: Sammlung Museumsbestand Peitz
ETOILE / EXCELSIOR (-BVB oder KB)
→ siehe unter Frankreich
Excellenta / EXTREEM
→ siehe unter Beneluxstaaten
EWELI /EXQUISIT
Abb. E 60 Abb. E 61
Abb. E 60 GH: Glashütte Lünen
H: Einkaufsverband Westfalen Lippe; ab 10. 03. 1931: Eweli Großeinkaufsverband eGmbH, Bielefeld
Deckel: Umschrift EWELI / EINKOCHGLAS; im Feld Verbandssignet: im Dreieck Merkurstab und Schriftzug GROSSEINKAUF /
EWELI
Form: N + M; D = 85 mm, 95 mm, 110 mm
Nachweise: RA 1931/74 p.15; Menke; (T) 0424,0956; (M) 4313; (H) E 35
Abb. E 61 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift zweimal EXQUSIT
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0660; (M) 6295
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
81
Färe Glasbruk
→ siehe unter Skandinavien
Familia Wiss
→ siehe unter Frankreich
Famos garanti / FIDO / Floral
→ siehe unter Italien
F.F. / Famos
Abb. F 1 Abb. F 2
Abb. F 1 H: (?) Firma Heinr. Herm. Fastrich, Duisburg, Bismarckstr. 72/74 (Essigfabrik und Gurkenkonserven)
Wz. 494109, Marke ab 1937
Deckel: 2-zeilig Schriftzug CONSERVENGLAS / „F.F.“
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 5377
Abb. F 2 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Stern) Konserven-Glas (Stern) / Famos; mittig Signet GB
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (T) 0351
Famos
→ siehe unter „Heye“
Fameux
→ siehe unter Frankreich
Favorit Tokod
→ siehe unter Österreich-Tschechoslowakei-Ungarn
Favorita / FG
Abb. F 3 Abb. F 4
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
82
Abb. F 3 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift FAVORITA / kreissegmentförmige Linie
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 8648
Abb. F 4 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Signet FG
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (H) F 04
Fels / Felsen
→ siehe unter „MATADOR“
FIX / Simplex
Abb. F 5 Abb. F 6 Abb. F 7
Abb. F 8
GH: Rietschener Hohlglashüttenwerk Berthold Greiner, Rietschen / Lausitz (gegr. 1901)
1929 Greiner & Co. R., GmbH „Herminenhütte“
1937 Glaswerk Rietschen, H. Eckert KG (siehe auch unter „GR“)
1953 vorübergehend VEB
1954-1972 Glaswerk Rietschen H. Eckert KG
1972 VEB Glaswerk Rietschen
„Greiner‘s Fix Einkochglas“- Wz. 203858, Marke ab 1915
„Greiner‘s Simplex Einkochglas“- Wz. 203727, Marke ab 1915
Evtl. GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke, vorm. Ferd. Heye (Auftrag 54201 + 02)
H: (?) Emil Oelemann, Düsseldorf, Platanenstr. 7 (siehe auch unter Frauengold)
Abb. F 5 Deckel: Schriftzug kreuzweise FIX, darunter Signet F.T.A.
Form: M; D = 100 mm
Nachweise: Engelhardt S. 37;pk- 2001-5-5 Glashütten in der Lausitz; (T) 0725
Abb. F 6 Deckel: Schriftzug kreuzweise in sternförmigem Rahmen FIX
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0617; (M) 8869; (H) F 06
Abb. F 7 Deckel: 3-zeilig Schriftzug D.R.G. / Simplex / 73838
Form: Bü, D = 75 mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0706, 0916; (M) 6230; (H) S 24
Abb. F 8 Eintrag des bestätigten Gebrauchsmusters DRGM 73838 beim Kaiserlichen Patentamt, Berlin
Nachweise: RA 1897/ 109 vom 10.05.1897
FIX
→ siehe auch unter Nachträge
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
83
Fölsch Ventil-Konservengläser
ohne Abb.
H: Friedrich Fölsch, Wernigerode, (Herstellung und Vertrieb von Haus- und Küchengeräten)
Wz. 260328, Marke ab 1921
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Flaggen / Flut
Abb. F 9 Abb. F 10
Abb. F 9 GH und H bisher unbekannt
Deckelprägung: Umschrift, teilweise 2-zeilig (Stern) FLAGGEN (Stern) / EINKOCHGLAS / NAME GESCHÜTZT, mittig Signet
BW
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (M) 7233
Abb. F 10 GH und H bisher unbekannt
DBGM 1652071 erteilt am 12.03.1953 für Adolf H. Radzuhn. Die Deckelunterseite liegt unterhalb der Kante des
Glasbehälters (das Prinzip wird heute von der Fa. Weck für Rundrandgläser genutzt)
Deckelprägung: Umschrift DGM 1652071 / W.Z.-ges.gesch.; mittig Schriftzug FLUT in wellenförmigem Rahmen
Form: Ru; D = 85 mm
Nachweise: (T) 0621; (M) 6313
FORSTER
→ siehe unter Großbritannien
Fortschritt
→ siehe unter „Noelle und von Campe“
Frank / Frankenstolz
Abb. F 11 Abb. F 12 Abb. F 13
Abb. F 11 GH Vereinigte Lausitzer Glashüttenwerke, Weißwasser
H: bisher unbekannt
Deckel: 2-zeilig Schriftzug „Frank“ / Einkochglas, Mittig Signet (alte VLG-Marke)
Form: M; D = 100 mm
Nachweise: (T) 0665; (M) 2926
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
84
Abb. F 12 H: Heinrich Unser, Würzburg, Wörther Str.23 (Glas-, Porzellan- und Steingutgroßhandlung)
Wz. 386155, Marke ab 1928
Deckel: in einem Zierrahmen Umschrift „FRANKENSTOLZ“
Form: M; D = 100 mm
Nachweise: RWZR; (M) 7-9911
Abb. F 13 Variante zu Abb. F 12: zusätzlich GES. GESCH
Form: M; D = 100 mm
Nachweise: (T) 0873
Frauenlob / Frauenlob
ohne Abb.
Nr.1: H: J.L. Knötgen, Ransbach / Westerwald (Kannenbäcker, Herstellung von Konservenkrügen)
Wz. 117991, Marke ab 1909
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Nr. 2: H: A. Severin und Co., Bünde in Westfalen (Porzellan- und Glaswaren-Großhandel)
Wz. 132136, Marke ab 1909
(Bisher kein Belegexemplar; siehe auch unter Asuco / Severin)
Nachweise: RWZR
FRAUENGOLD / GERMANEN / HERBA / PLATANIA / VOLKS-
Abb. F 14 Abb. F 15 Abb. F 16
Abb. F 17 Abb. F 18
GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke, vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf, Schadowstr. 30
H: Egon Oelemann, Düsseldorf, Platanenstr. 7 (Großhandel in Lampen, Elektroartikeln, Glaswaren und Haushaltsartikeln)
Warenzeichen für Egon Oelemann
„Frauengold“- Wz. 420504, Marke ab 1930
„HERBA“- Wz. 442928, Marke ab 1932
„Volks-Con.“ Wz.463806, Marke ab 1934
Abb. F 14 GH Gerresheim (Auftrag Nr. 54274+75)
Deckel: Umschrift (Stern) KONSERVENGLAS (Stern) / FRAUENGOLD, mittig Signet E.O.D. (für Egon Oelemann Düsseldorf)
Form: M; D = 75 mm, 95 mm
Nachweise: Menke; RA 1938/122 p.13; (M) 0109
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
85
Abb. F 15 GH Gerresheim (Auftrag Nr. 54456, 57, 59 + 62)
Deckel: Umschrift (Punkt) CONSERVENGLAS (Punkt) / PLATANIA, mittig Signet E.O.D.
Form: N; D = 85 mm, 95 mm, 105 mm, 110 mm
Nachweise: Menke; (T) 0427; (M) 4681
Abb. F 16 GH Gerresheim (Auftrag Nr. 54253, -55, -58)
Deckel: Umschrift (Stern) VOLKS (Stern) KONSERVENGLAS; mittig Signet EOD
Form: M; D = 75mm, 85 mm, 95 mm
Nachweise: Menke; (T) 1220
Abb. F 17 GH: Glasfabrik Paulinenhütte Kohlfurt, G. Mayer & Co. (lt Prospekt 1932)
Variante zu Abb. F 16: Konservenglas mit „C“, ohne Signet
Form: M; D = 85 mm, 110 mm
Nachweise: Spezialpreisliste Mayer & Cie., Stuttgart (1932); (M) 4876
ohne Abb. Variante zu Abb. F 17: Konservenglas mit „K“, ohne Signet
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (T) 1056
ohne Abb. HERBA
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Abb. F 18 GERMANEN
GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke, vorm. Ferd. Heye (Auftragsnummer 54214 + 215)
Deckel: Umschrift GERMANEN / GLAS
Form: N; D = 75 mm, 95 mm
Nachweise: Menke; (T) 0371
Frauenlob / FRAUENSTOLZ
Abb. F 19 Abb. F 20 Abb. F 21
Abb. F 19 GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke, Werk Wittekind / Minden
Wz.495552, Marke ab 1936
Deckel: 5-zeilig Schriftzug (Produktionskennzahl) / Frauenlob / DIN / 95 bzw. 110 (= Größe) / QUALITÄTSGLAS
Form: M; D = 95, 110 mm
Nachweise: Engelhardt S. 54; (T) 0114, 0119, 0174 ,0192, 0318,1002; (M) 4244, 4248; (H) F 14.1
Abb. F 20 Variante zu Abb. F 19: statt QUALITÄTSGLAS hier RILLENGLAS
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0116, 0179, 0638; (M) 3261; (H) F 14.2
Abb. F 21 GH und H bisher unbekannt (Herstellung vor 1927 gesichert)
Deckelprägung: 2-zeilig CGSB (in Kreisen und Perlumrandung) / FRAUENSTOLZ
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: Engelhardt S.54; (T) 0689
Frauenstolz
ohne Abb.
H: Glas- und Porzellan-Gesellschaft Hofmeister & Co. GmbH, Frankfurt/M
Wz. 335637, Marke ab 1925
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
86
Freia Chokolade
→ siehe unter Skandinavien
FREYA / FRIEDRICHSWERK
Abb. F 22 Abb. F 23
Abb. F 25 H: H.W. Appel, Feinkost AG, Hannover (Feinkostfabrik und -großhandlung)
Wz. 391245, Marke ab 1928
Deckel: Umschrift FREYA / CONSERVENGLAS
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: RWZR; (T) 0740; (M) 7-0393
Abb. F 26 GH: (?) Glashütte Neuwerk AG, Friedrichswerk 7
GH: Fa Heinz Adam, Friedrichswerk, Schleusingen (1930)
Deckel: 3-zeilig Schriftzug FRIEDRICHSWERK / D.R.P. / Ziffer 30 im Quadrat
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: RA 1934/253; Adressbuch Deutschlands Glasindustrie 1930/31; (T) 0488; (M) 4256
Freital (VEB) (siehe auch unter INKO)
Abb. F 24 Abb. F 25 Abb. F 26
GH: als Friedrichshütte in Döhlen / Sachsen (heute Freital) 1818 gegründet. 1871-1945 zu den Glashütten von Friedrich
Siemens / Dresden gehörig. Am 17. 04 1948 wurden die Siemens-Werke in Dresden, Freital und Copitz verstaatlicht (VEB =
Volkseigene Betriebe)
1952-1956: Der VEB Ostglas Siemens, Glas Freital / Sachsen wird Teil der VVB Glasindustrie Ost / Sitz Weißwasser (siehe OG
- Ostglas)
1956-1958: VEB Glaswerk Freital
1958-1964: VVB Glas Dresden, Werk Freital; 1964-1979 zur VVB Haushalt- und Verpackungsglas gehörig
1979: Werk wird mit dem Glaswerk Coswig-Sörnewitz als Betriebsteil dem VEB Kombinat Behälter- und Verpackungsglas
Bernsdorf zugeordnet (siehe unter Verpackungs- und Behälterglas)
1985 Betrieb im VEB Kombinat Lausitzer Glas, Weißwasser; 1989 privatisiert als Glaswerk Freital GmbH
Abb. F 22 Zeitraum 1956 – 1979 (?)
Deckel: innerhalb von zwei Kreisringen Umschrift (Punkt) RILLEN- (Punkt) / KONSERVENGLAS; mittig Hüttenmarke (Flasche
mit GWF)
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: http:// www.chemie.de (Geschichtsdaten); (H) F 16.1
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
87
Abb. F 23 Deckel: innerhalb von zwei Kreisringen Umschrift (Stern) RILLENGLAS (Stern) / FREITAL; mittig Hüttenmarke
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0377, 1050; (M) 4242; (H) F 16.2
Abb. F 24 Deckel: innerhalb von zwei Kreisringen Umschrift 2-mal RILLENGLAS zwischen Sternen, mittig Hüttenzeichen
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (H) F 16.3
FRISCO / Fritz Steiger
Abb. F 27 Abb. F 28
Abb. F 27 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug FRISCO
Form: FL; D = 90 mm
Nachweise: (T) 0506; (M) 4269; (H) F 21
Abb. F 28 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift Fritz Steiger Glas / 1893-1933
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0929; (M) 6306
Friedglas (siehe auch INKO)
Abb. F 29 Abb. F 30 Abb. F 31
Abb. F 32 Abb. F 33
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
88
GH: Glashütte in Friedrichshain / Niederlausitz (gegr. 1766); seit 1837 im Besitz der Brüder von Poncet
Ab 1903: von Poncet Glashüttenwerke und ab 1905 Aktiengesellschaft
1948 VEB Glaswerk Friedrichshain
1961 VEB Fernsehkolbenwerk Friedrichshain (1990 Stillegung)
Abb. F 29 Deckel: 3-zeilig Schriftzug in Dreieck Fried Glas / VE / B
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0381; (M) 4232; (H) F 18.3
Abb. F 30 Deckel: Schriftzug 2-zeilig in Globusdarstellung FRIEDGLAS / VEB
Form: Fl und R; D = 90 + 95 mm
Nachweise: (T) 0055; (M) 4228; (H) F 18.2
Abb. F 31 Deckel: in einem geperlten Untergrund RILLENGLAS / DIN, mittig Signet: kleiner Globus mit den Buchstaben F G
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0881; (M) 4230; (H) F 18.1var.
Ohne Abb. Variante zu Abb. F 31: ohne DIN-Zeichen
Form: R; D = 120 mm
Nachweise: (H) F 18.1
Abb. F 32 Fischkonservenglas 280 / 320 g Inhalt
Deckel: in ovalem, geperlten Rahmen 2-zeilig: Pfeil und ZUM - ÖFFNEN / HIER – EINDRÜCKEN , mittig Signet: kleiner Globus
mit Buchstaben F G
Form: INKO; oval 135 x 90 mm
Nachweise: Angebotsliste Fa. Friedglas 1950; (T) 0035, 0161, 0162, 0436; (H) F 14.4
Abb. F 33 Fischkonservenglas 220 g Inhalt
Deckel: Deckelprägung in rundem geperlten Rahmen 2-zeilig: Pfeil und ZUM - ÖFFNEN / HIER – EINDRÜCKEN
Form: INKO; D= 90 mm
Nachweise: Angebotsliste Fa. Friedglas 1950; (H) F 18.5
FRUCTIDOR / FRUCTUS
Abb. F 34 Abb. F 35
Abb. F 34 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift FRUCTIDOR / CONSERVENGLAS, mittig Signet: Krug mit Buchstabe K
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0099, 0109; (M) 4265
Abb. F 35 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift FRUCTUS / CONSERVENGLAS, mittig strahlenförmiges Gebilde
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) F 24
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
89
Fürst‘s Rhönperle / Füllreform / FUTURUM
Abb. F 36 Abb. F 37 Abb. F 38
Abb. F 36 GH und H bisher unbekannt
Deckel: 3-zeilig Schriftzug Fürst‘s / „Rhönperle“ / Einkochglas
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (T) 0453; (M) 4976
Abb. F 37 GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke, vorm. Ferd. Heye, Schadowstr. 30
GH: Glaswerke Ruhr Aktiengesellschaft, Essen-Karnap
Gemeinschaftswerbung beider Glashütten 1936
Besonderheit: Einsatz einer Fruchtniederhalteplatte auf dem Füllgut
Deckel: Umschrift SPAR – EINKOCHGLAS / Füllreform (in ovaler Umrandung); mittig Deckelgröße 110
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: Engelhardt S.56; Preisliste und Werbeblatt Fa. Gerresheim; (M) 4262
Abb. F 38 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Schriftzug FUTURUM
Form: M; D = 95mm
Nachweise: (M) 4268
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
90
G-Glas
Abb. G 1 Abb. G 2 Abb. G 3
Abb. G 4 Abb. G 5
GH und H bisher unbekannt
Abb. G 1 Deckel: Umschrift zwischen 2 Lorbeerzweigen „G“ / Glas
Form: M; D = 95mm
Nachweise: (T) 0830; (M) 4337
Abb. G 2 Variante zu Abb. G 1
Deckel: 3-zeilig Schrift zwischen 2 Lorbeerzweigen „G“ / Ziffer 36 im Quadrat / DIN
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0482; (H) G 01.2
Abb. G 3 Deckel: 5-zeilig Schriftzug RILLENGLAS / -MLG- / 2 Punkte (= Jahr 1942) / Ziffer 36 bzw. 46 im Quadrat / „G“
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0829; (M) 4340
Abb. G 4 Variante zu Abb. G 3
Deckelprägung: 5-zeilig Schrift RILLENGLAS / -HLG- / 3 Punkte (= Jahr 1943) / Ziffer 46 im Quadrat / „G“
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (H) G 01.4
Ohne Abb. Variante zu Abb. G 4: -HG- statt –HLG-
Nachweise: (H) G 01.3
Abb. G 5 Deckel: Umschrift (Zweig) G.G.W. (Zweig) QUALITÄTSGLAS, mittig Signet G
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (T) 0834
Gätcke-Glas
ohne Abb.
H: C.E. Gätcke´s Glas KG, Hamburg 1, Steinstr. 23 (gegr. 1876)
1907: Glasfabrik in Hamburg-Ottensen, Fabrikate u.a. Flaschen für Pasteurisation; 1928/29 außer Betrieb
Wz.563354, Marke ab 1944
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR; Adressbuch der Deutschen Glasindustrie 1907 + 1930/31
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
91
Gabor
Abb. G 6
Abb. G 6 GH und H bisher unbekannt
Deckel: kreuzförmiger Schriftzug in kreuzförmigem Rahmen GABOR, darunter EINKOCHGLAS
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 8412
Garantie für…
Abb. G 7 Abb. G 8 Abb. G 9
Abb. G 7 GH: (?) Glashütte Seidl & Co., Gablonz / Böhmen
Deckel: 3-zeilig Schriftzug Garantie für / absolutes / Dichtschliessen, darunter Signet: senkrechter Anker mit s-förmigem
Seil
Form: Fl; D = 90 mm
Nachweise: (M) 4144
ohne Abb Variante zu Abb. G 7: ohne Signet
Form: Fl; D = 55 mm
Nachweise: (H) G 03.2
Abb. G 8 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift Garantie für absolutes Dichtschliessen (Stern)
Form: Fl; D = 60 mm (die Form entspricht den frühen Deckeln der Fa. Weck bis 1919)
Nachweise: (H) G 03.4
Abb. G 9 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift Garantie / für absolutes Dichtschliessen, im Feld 3-zeilig M / Union / Q
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (H) G 03.3
GARANTIERT …
→ siehe unter „WOLFF“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
92
GARANTIE
Abb. G 10 Abb. G 11
Abb. G 10 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift (Stern) GARANTIE (Stern) KONSERVENGLAS
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) G 04
Abb. G 11 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift EINKOCHGLAS / GARANTIE, mittig Signet: WPT
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 4352; (H) G 05
Gartenernte
ohne Abb.
GH: Aktiengesellschaft für Glasindustrie vorm. Friedr. Siemens, Dresden, Freiberger Str. 91
Wz. 473274, Marke ab 1935
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
GEB / GEDELAG
Abb. G 12 Abb. G 13
Abb. G 12 GH: Gebrüder Eibenstein Glashüttenwerke GmbH, Bischofswerda/Sachsen
Deckel: Umschrift G .E B / 69 / D.R.P (DRP bezieht sich auf Patent 551881 vom 08.07.1930 für Paul Eibenstein für
„Vorrichtung zum Absprengen von Hohlgläsern“)
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (M) 7-8367; (H) G 06
Abb. G 13 H: Gemeinschaft Deutscher Lebensmittel-Großhändler AG, Berlin
(am 12.10.1929 umbenannt in „GEDELAG“ - Gemeinschaft Deutscher Lebensmittel-Großhändler AG
Deckel: Umschrift 95 (Ziffer im Quadrat) DAS GUTE 95 (Ziffer im Quadrat) / EINKOCHGLAS, im Feld Schriftzug GEDELAG als
Segelschiff auf Wellen gestaltet
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: DRA 1929/ 240 p. ??; (M) 8-9610
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
93
geg
Abb. G 14 Abb. G 15 Abb. G 16
Abb. G 17 Abb. G 18
H: Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine, Hauptsitz Hamburg mit 47 Konsumvereinen (1894-1933)
Mai 1933: im Nationalsozialismus gleichgeschaltet mit anderen Konsumgenossenschaften unter „Reichsbund der deutschen
Verbrauchergenossenschaften GmbH“, Hamburg, Besenbinderhof 52.
Wz. ???, Marke ab 1904
Wz. 463324, Marke ab 1934 (Fahne mit R über geg)
Abb. G 14 Deckel: Umschrift (Stern) geg (Stern) / CONSERVENGLAS , darunter Größenangabe: C
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: http://de.wikipedia; (T) 0749, 0967 (H) G 08.1
Ohne Abb. Varianten zu Abb. G 14-mit Größenangaben: B I; B II (hergestellt bei Siemens AG, Dresden)
Schraffur-und Formvarianten bei „geg“ bzw. Punkt über und unter „geg“
Form: N + M; D = 85 mm, 105 mm
Nachweise: (T) 0889, 1187 (H) G08.1 var.
Abb. G 15 Varianten zu Abb. G 14: Schriftzug in Fraktur
Deckel: Umschrift (Stern) geg (Stern) / KONSERVENGLAS
Form: M; D = 95 mm, 110 mm
Nachweise: (T) 0394 (H) G 08.3
Abb. G 16 Deckel: Umschrift 2-zeilig GROSSEINKAUFS-GESELLSCHAFT / DEUTSCHER CONSUMVEREINE m.b.H. / CHEMNITZ,
mittig das Signet in Hausform: geg
Form: M; D = 95 mm, 110 mm
Nachweise: (T) 0641, 1073; (M) 4335; (H) G08.5
Abb. G 17 Signet: Fahne mit R über dem geg (= Reichsbund)
Form: N + M; D = 80 mm, 85 mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0076, 0608, 0753, 0828; (H) G 08.4
Ohne Abb. Variante zu Abb. G 17: Mittig Schriftzeichen KVI (bisher nicht aufgeklärt)
Form: M; D = 110mm
Nachweise: (M) 3251
Abb. G 18 Variante zu Abb. G 15: Im Feld sind 2-zeilig die Ziffern 22 bzw. 42 im Quadrat und das DIN-Zeichen
Form:N + M; D = 80mm, 95 mm, 115 mm
Nachweise: (T) 0445, 0841; (H) G 08.6, G 08.7
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
94
GeKaWe / GELRIA
Abb. G 19 Abb. G 20 Abb. G 21
Abb. G 19 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift GeKaWe / CONSERVENGLAS
Form: N, M; D = 85 mm, 110 mm
Nachweise: (T) 0714, 0832; (M) 4355; (H) G 09
Abb. G 20 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift GELRIA / CONSERVENGLAS, im Feld monogrammiertes Signet: TS und Kreuz
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) G 10
Abb. G 21 Variante zu Abb. G 20: „GELRIA“ mit Anführungsstrichen; Signet veränderte Schriftform
Nachweise: (T) 1176
GERMANEN
→siehe unter „Frauengold - Egon Oelemann“
GERAGLAS / GERZ (Konservenglas) / GFR
Abb. G 22 Abb. G 23 Abb. G 24
Abb. G 22 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift zwischen 2 Kreisen (Karo) RILLENGLAS (Karo) / GERAGLAS, mittig Signet: G und Dreieck
Form: R; D = 110 mm
Nachweise: (M) 0836
Abb. G 23 H: 1906: Westdeutsche Patent-Vertriebsgesellschaft m.b.H., Altenkirchen / Westerwald
1908: Gerz & Söhne, Höhr / Westerwald, Steingutwaren- und Röhrenwerk
(Fabrikation und Vertrieb von Konserve-krügen und Konserve-gläsern; → siehe auch unter Nachträge))
Wz. 91960, Marke ab 1906
Wz. 119046, Marke ab 1908
Deckel: Umschrift (Punkt) GERZ (Punkt) / KONSERVENGLAS
Form: M; D = 85 mm
Nachweise: RWZR; (M) 9915
Abb. G 24 GH und H bisher unbekannt
Deckel: 2-zeilig Schriftzug GFR / Qualitätsware!
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) G 17
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
95
GERMANIA / ILONKA
Abb. G 25 Abb. G 26 Abb. G 27
Abb. G 28 Abb. G 29 Abb. G 30
GH: gegr. 1907 G. Herbst & Co, „St.Georgshütte“; 1908-14: Bohrisch & Ringel „Germania“ 1919 „REX“-
Konservenglasgesellschaft, ab 1920 Glashüttenwerke Germania, GmbH Finsterwalde
1930: Zentrale in Berlin: Bartsch, Quilitz & Co. AG, Berlin NW 40, Heidestr. 55-57 (1924) bzw. Döberitzer Str. 3-4
Ab 1936: Bartsch, Quilitz & Co. AG Werk Germania
Ab 1946: Bartsch, Quilitz & Co in Verwaltung Kostebrau-Finsterwalde (1955)
1969 VEB Glaswerk Stralau Berlin, BT Finsterwalde; 1990 Stillegung
„GG/F“ - Wz. 305610, Marke ab 1920
„B/QC“ in wabenförmiger Umrandung: Wz. ?
„G/FK“ in wabenförmiger Umrandung: Wz. nach 1946
Abb. G 25 Deckel: Umschrift GERMANIA / KONSERVENGLAS, mittig Signet: GG/F
Form: N, D = 75mm, 80 mm, 95 mm
Nachweise: Glasmarkenlexikon 3735; Engelhardt S. 13; (T) 0838,1102, 1103; (M) 5361; (H) G 12.1
Abb. G 26 Deckel: Umschrift (Stern) GERMANIA (Stern) / KONSERVENGLAS, im Feld Perlkreis mit Größenangabe 85 m/m
bzw. 95 m/m
Form: N; D = 85 mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0117; (M) 4344; (H) G 12.1
Abb. G 27 Deckel: Umschrift GERMANIA / KONSERVENGLAS, im Feld 3-zeilig NUTEN / 75 / DIN
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (T) 0824; (M) 9999
Abb. G 28 Deckel: Umschrift GERMANIA / KONSERVENGLAS , im Feld 3-zeilig Signet: BQC / Ziffer 22 im Quadrat / DIN
Form: M; D= 95mm
Nachweise: (M) 4345
Abb. G 29 Deckel: Umschrift RILLENGLAS / GERMANIA , im Feld 3-zeilig MLG bzw. GH / Signet: BQC / Ziffer 22 im Quadrat
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0779, 0839; (M) 5060; (H) G13.1, G 13.2
Abb. G 30 „Ilonka“ Wz. 246871, Marke ab 1920
Deckel: Umschrift ILONKA / (3 Sterne)
Form: ???; D= ??? mm
Nachweise: RWZR; Museumsbestand Stadt Peitz
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
96
GERRIX (siehe auch unter INKO)
Abb. G 31 Abb. G 32 Abb. G 33
Abb. G 34 Abb. G 35 Abb. G 36
Abb. G 37 Abb. G 38 Abb. G 39
Abb. G 40
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
97
GH: Actien-Gesellschaft der Gerresheimer Glashüttenwerke, vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf-Gerresheim (gegr.1864)
1930 Werke in Brackwede (GF Teutoburg), Büdingen, Hörstel, Kreuznach / Nahe, Lippstadt, Loitz / Pommern, Minden (GF
Wittekind), Porta-Westfalica, zwischen 1898 und 1971 Erwerb und Schließung verschiedener anderer Glashütten (vgl.
Engelhardt S 36 ff.)
Hauptaktionäre ab 1964 Owens Illinois, 1997 VIAG, 1999 Danone, 2000 BSN Glasspack
Geschlossen: 2005
Produktion von Einmachgläsern: 1932 - 1970
Abb. G 31: Signet des Warenzeichens Wz. 361678, Marke ab 1926
Nach Engelhardt S. 61 Hohlglas auch mit GFH (Gerresheim - Ferd.Heye) oder mit G im Sechseck signiert
Nachweise: RWZR
Abb. G 32 Deckel: Umschrift (Stern) GERRIX (Stern) Einkochglas
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0890; (M) 9998
Ohne Abb. Deckel: Umschrift (Stern) GERRIX (Stern) Einkochglas, im Feld Größe 120
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 4388
Abb. G 33 Deckel: Umschrift Gerrix – Wunder / Rillen-Einkochglas ; im Feld Schriftzug D.R.G.M. 95 D.R.P.
Form: R; D= 95 mm
Nachweise: (T) 0493; (M) 5056; (H) G 15.3
Abb. G 34 Signet des Warenzeichens Wz.492796, Marke ab 1937; Wz. 514878, ab 1938 für Österreich (ohne Umrandung)
Nachweise: RWZR
Abb. G 35 Deckel: 4-zeilig Gerrix / Signet / (Größe) 95 / Qualitätsglas
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0238, 0579, 1212; (M) 9997
Abb. G 36 Deckel Kreisring durchbrochen von 4-zeilig Schriftzug Signet / GERRIX / DIN / (Größe) 85 bzw. 95 oder 110:
Form: M; D = 85mm, 95 mm, 110 mm
Nachweise: (T) 0156, 0187, 0209, 0281, 0282, 0463, 0847
Abb. G 37 Deckel: Variante zu vor, statt Größenangabe Schriftzug SCHLEIFRAND
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0058, 0423, 0603; (M) 4385
Abb. G 38 Deckel: 5-zeilig Signet / GERRIX / RILLENGLAS / DRP / Ziffer 19 im Quadrat
Form: R / D = 95 mm
Nachweise: (T) 0203; (M) 9996
Abb. G 39 Deckel: innerhalb von 2 Kreisringen Umschrift (Punkt) RILLENGLAS (Punkt) / GERRIX , im Feld 3-zeilig DIN oder -
G.H.- oder –MLG– / Signet / Ziffer 19 im Quadrat
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0003, 0101, 0130, 0155, 0409, 0457; (M) 4395
Abb. G 40 Deckel: innerhalb mehrerer Kreisringe 5-zeilig Schriftzug Gerrix-Signet / GERRIX / DIN / GES. GESCHÜTZT /
RILLENGLAS
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0609, 1012,1149, 1150, 1152
Ohne Abb. ähnlich der Nr. G 35, Deckel: 4-zeilig Gerrix / Signet / Ziffer 19 im Quadrat / Qualitätsglas
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0827
Germania
ohne Abb.
GH: Glasmanufaktur Menke & Co. GmbH, Weißwasser /Oberlausitz (Waren: Konservengläser)
Wz. 218919, Marke ab 1916
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
Gerz (Konservenkrug) / George Skey (Konservenkrug)
→ siehe unter Nachräge
G.G. Inmaakglas
→ siehe unter Beneluxstaaten „De Betuwe“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
98
GH ( nicht verwechseln mit HG - siehe unter Haidemühl )
Abb. G 41 Abb. G 42
GH: Glasfabrik Germaniahütte Bienefeld & Co. GmbH, Welzow / Niederlausitz (gegr. 1891)
Ab 1948 VEB Beleuchtungsglaswerk
Fabrikation von Einkochgläsern ab etwa 1914
Abb. G 41 Wz. 434552, Marke ab 1931
Nachweise: RWZR
Abb. G 42 Deckel: Schriftzug KONSERVENGLAS, darunter Signet: GH und angedeuteter Adlerflügel
Form: N; D = 65 mm, 95 mm
Nachweise: (M) 9899; (H) G 19.1
Gira
Abb. G 43
Abb. G 43 GH: (?) Glashütte Hermann Heye, Obernkirchen
Deckel: Rahmen in Form eines Ausrufezeichens mit Schriftzug GIRA, flankiert von 2 Sternen; darunter 4-zeilig Das /
Qualitätsglas / (Unterstriche) / Größenangabe 95
(Vergleiche Abb. H 69 und Abb. H 70)
Form: M; D = 95mm
Nachweise: (T) 0466; (M) 0855
Glatt
ohne Abb.
GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf- Gerresheim
Auftragsnummern: 54025, 54107, 54120, 54133, 54122
Form: ???; D = 75 mm, 85 mm, 95 mm, 105 mm, 110 mm,120 mm
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: Menke
Glimma Glasbruk
→ siehe unter Skandinavien
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
99
Glaskoch
Abb. G 44 Abb. G 45 Abb. G 46
GH: unbekannt, (lt. Menke eventuell Ewert)
H: Glashüttenniederlage B. Koch jr. G.m.b.H. Bad Driburg (Glas-Engrosgeschäft, Press- und Hohlglas)
Gegr. 1859
Abb. G 44 Wz. 330578, Marke ab 1925
Nachweise: RWZR
Abb. G 45 Deckel: Umschrift KOCH´S / CONSERVENGLAS
Form: M; D = 110 mm
Nachweise: (M) 0711
Abb. G 46 zum 75-jährigen Firmenjubiläum
Deckel: Ziffer 75 zwischen Lorbeerzweigen, darunter 1859 – 1934; darunter 2-zeilig Glaskoch / Ges.Gesch.
Form: M; D = 85 mm, 110 mm
Nachweise: (T) 0269, 0280, 0636; (M) 4358
GLOBUS
Abb. G 47 Abb. G 48 Abb. G 49
GH: (?) Vereinigte Lausitzer Glashüttenwerke, Weißwasser
H: Warenhaus Fa. A. Wertheim, Berlin, Leipziger Str. 132-137 (ab 1896)
Mehrere Filialen in Berlin und Stralsund
1937: Georg Wertheim wird im Nationalsozialismus enteignet und das Warenhaus in AWAG (Allgemeine Warenhaus
Gesellschaft AG) umfirmiert
Abb. G 47 „Globus auf W ruhend“ - Wz. 48277, Marke erstmals ab 06.04.1899/20.03.1901, mehrfach erneuert
Nachweise: RWZR
Abb. G 48 Deckel: Umschrift Signet (Globus auf W) / KONSERVENGLAS-GLOBUS
Form: M; D = 95 mm, 110 mm
Nachweise: Berlin.museum-digital (Domäne Dahlem; (H) G 24.1
Abb. G 49 Deckel: Umschrift (Stern) „GLOBUS“-KONSERVENGLAS (Stern) / Signet
Form: N + M; D = 85 mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0878; (M) 9217; (H) G 24.2
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
100
GLASRUHM
Abb. G 50 Abb. G 51 Abb. G 52
Abb. G 53 Abb. G 54 Abb. G 55
Abb. G 56 Abb. G 57 Abb. G 58
Abb. G 59 Abb. G 60 Abb. G 61
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
101
Abb. G 62 Abb. G 63 Abb. G 64
GH: Glashüttenwerke Drebkau Greiner & Co. GmbH, Drebkau (gegr. 1908)
Ab 1936: Anton Greiner & Co. GmbH, „Elisabethhütte“
1958: Anton Greiner & Co. Glashüttenwerke KG
Ab 1972 VEB Behälterglas Drebkau, 1992 geschlossen
H: wegen unterschiedlicher Signets ist von mehreren Herausgebern auszugehen ( unter anderem für Anna Bose, Driburg lt.
Menke)
Abb. G 50 Deckel: Umschrift (Punkte) GLASRUHM (Punkte) / GARANTIE, im Feld EXTRA
Form: Fl; D = 65 mm
Nachweise: (H) G 21.7
Abb. G 51 Variante zu Abb. G 50: ohne EXTRA
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (H) G 21.1
Abb. G 52 Deckel: Umschrift (Punkte) GLASRUHM (Punkte) / GARANTIE, im Feld Kreis mit 2-zeilig C / DIN oder D / DIN
Form: N, M; D = 85mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0015, 0061, 0575; (H) G 21.7+8
Abb. G 53 hergestellt für bisher unbekannten Herausgeber
Deckel: Umschrift GLASRUHM / GARANTIE; im Feld Signet in Perlkreis: CAG
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0368; (H) G 21.5
Abb. G 54 Variante zu Abb. G 53: im Feld ein Kreis mit Signet CFK; statt GARANTIE hier der Fehldruck GARAИTIE
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (T) 0820; (M) 7-8614
Abb. G 55 Variante zu Abb. G 53: im Feld Signet: HF
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 9211
Abb. G 56 Variante zu Abb. G 53: im Feld ein Kreis mit Signet WFK
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: (T) 1064
Abb. G 57 Deckel 4-zeilig Schriftzug GLASRUHM / 1364338 / GES. ( Kreis und linsenförmiger, Rahmen, ohne Inschrift)
GESCH. / PATENT
(Patent = DRGM 1364838 vom 23.12.1935: in der Auflagefläche des Schleifrandes beim Glas war eine zusätzliche
ringförmige Erhöhung angebracht und im Deckel eine entsprechende Nut um die Dichtigkeit des Gummiringes zu erhöhen)
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6362
Abb. G 58 Umschrift GLASRUHM / GARANTIE, im Feld ein Kreis und ein linsenförmiger Rahmen mit Signet J.B.B.
Form: N; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0688
Abb. G 59 Variante zu Abb. G 58: Signet J.B.B. in einem Feld konzentrischer Ringe
(Nach dem von A. Greiner eingereichten Gebrauchsmuster DRGM 1422000 vom 28.10.1937 sollte dieses Feld von Kreisen
die Oberfläche vergrößern, wenn zum Vakuumieren Einmachtropfen (Alkohole) benutzt wurden. Die brennende Flüssigkeit
sollte beim Umdrehen des Deckels nicht auf das Einmachgut tropfen können.)
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0886; (H) G 21.4
Abb. G 60 Deckel: Umschrift GLASRUHM / GARANTIE unterbrochen durch D.R. -- G.M.; im Feld Fläche konzentrischer
Ringe, darüber Nummer des Gebrauchsmusters 1422000
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0894; (M) 6912; (H) G 21.3
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
102
ohne Abb. Variante zu Abb. G 60: in der Ringfläche zusätzlich 2-zeilig D / DIN
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0637
Abb. G 61 Deckel: Schriftzug 3-zeilig GLASRUHM / Ges. – Gesch. / Patent, mittig Feld konzentrischer Ringe
(Patent = DRGM 1364838 vom 23.12.1935, wie bei Abb. G 57)
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (H) G 21.6
Abb. G 62 Deckel: Umschrift 2-zeilig GLASRUHM / GARANTIE / D.R.G.M: / 1422000; Umschrift durchbrochen von DIN
Ziffer 39 im Quadrat und Feld konzentrischer Ringe
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 1133; (H) G 21.9
Abb. G 63 Deckel: Umschrift zwischen Kreisen GLASRUHM / RILLENGLAS, im Feld DIN und Ziffer 39 im Kreis
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0380; (H) G 21.10
ohne Abb. Variante zu voriger, Schriftzug ohne Ringe
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (H) G 21.10 var.
Abb. G 64 Deckel: Umschrift zwischen Kreisen GLASRUHM / RILLENGLAS , im Feld 2-zeilig MLG / Ziffer 39 im Quadrat
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0842; (M) 4365; (H) G 21.12
GLORIA
Abb. G 65 Abb. G 66 Abb. G 67
Abb. G 65 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift GLORIA / CONSERVENGLAS
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (M) 4342
Abb. G 66 Deckel: Umschrift CONSERVENGLAS / „GLORIA“
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (H) G 25.2
Abb. G 67 Deckel: Schriftzug GLORIA / 2 Kreisringsegmente
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0324
Gloria
→ siehe auch unter „Heye“
→ siehe auch unter „Noelle & von Campe“
GLÜCKAUF
→ siehe auch unter „Ruhrglas“
Göbber
ohne Abbildung
GH: Glaswerke Ruhr AG, Essen-Karnap
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: Engelhardt
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
103
GLÜCKAUF / GLÜCKSTERN / GMG Super
Abb. G 68 Abb. G 69 Abb. G 70
Abb. G 68 GH: AG der Gerresheimer Glashüttenwerke, vorm. Ferd. Heye (Auftrag Nr. 54269 + 271)
H: Barthel Decker, Duisburg, Krummacherstr. 30 (Vertrieb von Glaswaren)
Wz. 205178, Marke ab 1915
Deckel: Umschrift (Stern) GLÜCKAUF (Stern) / GESETZLICH GESCHÜTZT, in der Mitte Deutscher Reichsadler mit D im Schild
Form: M, N; D = 75 mm, 95 mm
Nachweise: RWZR, Engelhardt S. 37; (H) G 26
Abb. G 69 H: Fa. B. Koch jr., Driburg (Glasgroßgeschäft)
Wz. 211095, Marke ab 1916
Deckel: Umschrift (Stern) CONSERVENGLAS (Stern) / GLÜCKSTERN
Form: N; D = 75 mm
Nachweise: RWZR; (M) 0880
Abb. G 70 GH und H bisher unbekannt
Deckel: in einem auf der Ecke stehenden Quadrat 3-zeilig SUPER / GARANTIE / GMG
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (M) 6038; (H) G 28
Goethe-Glas
ohne Abbildung
GH: Haidemühler Glashüttenwerke GmbH, Haidemühl / Lausitz
Wz. 443557, Marke ab 1932 für Waren: Porzellan, Ton, Glas, Glimmer und Waren daraus
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: RWZR
GOLD
Abb. G 71 Abb. G 72
Abb. G 71 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift GOLD / EINKOCHGLAS
Form: N + M; D = 85mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0893; (M) 4350
Abb. G 72 Deckel: 3-zeilig Schriftzug Gold / Öffnungsgröße 95 / MASSIVRAND
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0846; (M) 9077
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
104
G-O / Godea / Ortelt
Abb. G 73 Abb. G 74
Abb. G 75 Abb. G 76
Abb. G 77 Abb. G 78
H: Gustav Ortelt, Oels / Schlesien (Eisenwarengeschäft)
Am 25.04.1899 Eintrag ins Handelsregister, Hoflieferant des Kronprinzen von Preußen; 1927 Firma erloschen und Anteile an
G. Ortelt GmbH verkauft. Mehrere Gebrauchsmuster
Nachweise: RA 1899/100 p13; RA 1927/172 p10
Abb. G 73 Warenzeichen der Firma G. Ortelt von 1907
Nachweise: RWZR
Abb. G 74 „Godea“-Gläser
Deckel: (?) evtl D.R.G.M.; auch kleine „Rekord“-Deckel passend
Behälter Prägung (?): Schriftzug Godea in Schreibschrift
Form: N; D = 80mm
(Bisher kein Belegexemplar)
Nachweise: Auszug aus Broschüre zwischen 1912 und 1918
Abb. G 75 „Ego“-Gläser
Deckel: (?) Schriftzug D.R.G.M.
Behälter Ätzung: Warenzeichen G - O
Form: Fl; Sturzglas, D = 80 mm, 100 mm
Nachweise: Auszug aus Broschüre zwischen 1912 und 1918
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
105
Abb. G 76 Deckel: Umschrift Ortelt´s Dauerhaltung / Nr 21
Form: Fl; D = 80 mm
Nachweise: (M) 7-8487
Abb. G 77 „Rekord“-Gläser
Deckel: Umschrift ORTELT´S (unleserlich)
Form: M; D = 80 und 100 mm
Nachweise: Auszug aus Broschüre zwischen 1912 und 1918
Abb. G 78 Deckel: Umschrift ORTELT´S / RECORD-GLAS
Form: M; D = 115 mm
Nachweise: (H) O 10.1
GPK Garant
Abb. G 79 Abb. G 80 Abb. G 81
Abb. G 82
GH: Glasfabrik Paulinenhütte G. Meyer & Co., Kohlfurt / Schlesien
Abb. G 79 Deckel: 4-zeilig Schriftzug Original / Garant / Signet (Schutzmarke) GPK / CONSERVENGLAS
Form: M, N; D = 85mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0822; (H) G 30.1
Abb. G 80 Variante zu Abb. G 79: unter dem Signet zusätzlich D.R.G.M.
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0787; (M) 6593
Abb. G 81 Deckel: 6-zeilig Schriftzug Original / Garant / mit RILLE (Signet GPK) D.R.P. / Ziffer 31 im Quadrat / DIN /
KONSERVENGLAS
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0835, 0880; (M) 7236; (H) G 30.2
Abb. G 82 Deckel: zwischen 2 Kreisringen Umschrift RILLENGLAS / GARANT , im Feld 3-zeilig -GH- / KOHLFURT (Signet)
i/SCHLESIEN / Ziffer 31 im Quadrat
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (M) 9486; (H) G 30.3
Greiners Fix-Einkochglas / Greiners Simplex-Einkochglas
→ siehe unter „Fix“
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
106
GR
Abb. G 83 Abb. G 84
GH: Rietschener Hohlglashüttenwerk, Inh. Anna Bose, Bad Driburg, Rietschen
Gegr. 1900: Rietschener Hohlglashüttenwerk B.Greiner GmbH, „Transvaal-Hütte“
1929: Glaswerk Rietschen GmbH
1937: Glaswerk Rietschen H. Eckert KG
1972 VEB Glaswerk Rietschen
Wz. 429627 Marke ab 1931
Abb. G 83 Deckel: Signet GR
Behälter Prägung: Signet GR
Form: N, M; D = 75mm, 95 mm
Nachweise: (T) 0443, 1127; (H) G 31.1
Abb. G 84 Variante zu Abb. G 83: unterhalb des Signets No.2 bzw. No.4
Form: M; D = 95 mm, 115 mm
Nachweise: (M) 9230; (H) G 31.2
Grohag / Growo
Abb. G 85 Abb. G 86
GH: Vereinigte Lausitzer Glaswerke, Weißwasser
H: „Grohag“ Großhandelsgesellschaft mbH, Berlin / Leipzig, Harkortstr. 1 (Ein- und Verkauf für Waren- und Kaufhäuser)
Abb. G 85 Wz. 274512, Marke ab 1921
Deckel: Umschrift Grohag / Einkochglas; in der Mitte Signet: alte VLG-Raute
Form: N, M; D = 85 mm, 95mm, 110 mm
Nachweise: RWZR; (T) 0301, 0503, 0821; (M) 4346; (H) G 32
Abb. G 86 Wz. 446569, Marke ab 1932
Deckel: Umschrift Growo / Einkochglas
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (T) 0451, 0674; (M) 5051
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
107
GRO-MI-HA / GRÖTZSCH, Otto / GRUNO
Abb. G 87 Abb. G 88 Abb. G 89
Abb. G 87 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift GRO-MI-HA / CONSERVENGLAS
Form: N, D = 85 mm, 110 mm
Nachweise: (T) 0769; (M) 0696
Abb. G 88 H: Otto Grötzsch, Magdeburg
Deckel: Umschrift (3 Sterne) OTTO GRÖTZSCH (3 Sterne) / MAGDEBURG
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (T) 0843
Abb. G 89 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift GRUNO / CONSERVENGLAS, mittig Signet: W.P.D:
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (M) 0377
Gundelsheim
Abb. G 90 Abb. G 91
H: (?) Schwäbische Konservenfabrik Gundelsheim-Neckar GmbH
Abb. G 90 Deckel: in rechteckiger Umrahmung Schriftzug Gundelsheim
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0460; (M) 7351
Abb. G 91 Variante zu Abb. G 90: oberer Rahmen abgeknickt
Form: R; D = 95 mm
Nachweise: (T) 0461
Günther´s Konservenkrug
→ siehe unter Nachträge
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann
108
GUZ
Abb. G 92 Abb. G 93
Abb. G 92 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Umschrift GUZ / EINKOCHGLAS
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (H) G 39.1
Abb. G 93 Variante zu Abb. G 92: Deckel: Umschrift (Stern) SPEZIAL (Stern) / KONSERVENGLAS , mittig Signet GUZ
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (H) G 39.2
Gu-Ro-Glas / GWA
Abb. G 94 Abb. G 95
Abb. G 94 GH und H bisher unbekannt
Deckel: 2-zeilig Gu-Ro-Glas / QUALITÄTSGLAS, Schriftzüge eingerahmt, Marke nach rechts aufsteigend
Form: M; D = 95 mm
Nachweise: (T) 1117; (M) 7-8467
Abb. G 95 GH und H bisher unbekannt
Deckel: Signet GWA, über dem W ein Glasrömer (Weinpokal)
Form: N; D = 85 mm
Nachweise: (T) 0837
www.pressglas-korrespondenz.de zur Verfügung gestellt von Ralf Tiemann, Siegfried Müller, Klaus Hartmann

Copyright © 2026 Mareike Michl

Alle Rechte vorbehalten. Inhalt und Struktur der Website Pressglas-Korrespondenz sind urheberrechtlich geschützt.
Die Vervielfältigung von Informationen und Daten, insbesondere die Verwendung von Texten, Teilen davon oder Bildmaterial bedarf der vorherigen Zustimmung durch den Herausgeber Mareike Michl.
Zurück zum Seitenanfang
Zu Impressum
Zu Datenschutz
Zu Kontakt / Questions
Zu Bestellung / Orders
2026 2025 2024 2021 2020 2019
2018
2017
2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007 2006 2005 2004 2003 1998
Aktuell Archiv Projekt Kontakt Repro Links